Kompetenzzentrum Frauen in Wissenschaft und Forschung

Jenny Gusyk Preisverleihung im Rahmen des 7. GenderForums an der Universität zu Köln

| Kategorien: Vereinbarkeit; Frauen- und Geschlechterforschung; Geschlechterverhältnisse; Gleichstellungspolitik; Wissenschaft Aktuell

Die Jenny Gusyk Preise in den drei Kategorien Innovation, Familienfreundliche Führung und Nachwuchs wurden am 18. November 2019 im Rahmen des GenderForums an der Universität Köln verliehen.

In diesem Jahr wurde die Auszeichnung an folgende Personen überreicht:

Prof. Dr. Matthias Heinz, der, stellvertretend für das Exzellenzcluster ECONtribute, den "Innovationspreis" i.H.v. 3.000 € für eine Strukturmaßnahme im Bereich Berufungen entgegen nahm. Das Konzept umfasst eine breit gefächerte und bewusst offen gehaltene Ausschreibung von Professuren, in Verbindung mit einem Pre-Rekrutierungsprogramm, um potentielle Nachwuchswissenschaftlerinnen bereits frühzeitig mit der Uni Köln zu vernetzen. Bereits gewonnene Kandidatinnen fungieren wiederum als Role-Model innerhalb der WiSo-Fakultät. Das Berufungs- und Rekrutierungskonzept hat Vorbildcharakter für andere forschungsstarke Bereiche, in denen Frauen unterrepräsentiert sind, und macht Köln als chancengerechten Wissenschaftsstandort bekannt.

Andreas Dömmecke, Dezernent des Dezernats für Studierendenangelegenheiten, der den Preis "Familienfreundliche Führung“ i.H.v. 1.000 € erhielt. Dömmecke wurde von nahezu allen Kolleg*innen in Dezernat 2 vorgeschlagen, da er Familienfreundlichkeit in ganz besonderer Weise lebt und sich für die Vereinbarkeit von Familie/Pflege und Beruf seiner Mitarbeitenden, auch unabhängig von bestehenden Maßnahmen und manchmal auch über die Arbeitszeit hinaus, einsetzt. Als moderne Führungskraft stehen für ihn die Bedürfnisse seiner Mitarbeitenden im Fokus, für die es gilt, individuelle Lösungen zu finden.

Christiane Jopek& David Michel, die mit ihren beiden herausragenden Arbeiten für den „Nachwuchspreis“ i.H.v. 1.000 € ausgezeichnet wurden. C. Jopek beleuchtet in ihrer Arbeit "Homosexuelle Frauen im „Dritten Reich“, im Spannungsfeld von nationalsozialistischer Frauenideologie, Bevölkerungspolitik und Verfolgung" die Situationen von Frauen mit gleichgeschlechtlichem Begehren in der Zeit des Nationalsozialismus. Die Arbeit weist deutlich auf Forschungslücken zu diesem Thema hin und verschafft der bisher weitgehenden unbeachteten Opfergruppe Aufmerksamkeit und sensibilisiert so die breitere Öffentlichkeit für die Thematik.
D. Michel nimmt mit seiner Arbeit "Kritisch-psychologische und queertheoretische Kritiken an verbreiteten Geschlechtserhebungen" die Erfassung von Geschlecht in psychologischen Studien unter die Lupe. Er reflektiert nicht nur kritisch das psychologisch empirische Forschungshandeln, sondern legt auch konstruktive Vorschläge dar.

Quelle und weitere Informationen:

http://vielfalt.uni-koeln.de/gender-forum.html

https://gb.uni-koeln.de/jenny_gusyk_preise/index_ger.html

 

Kategorien: Vereinbarkeit; Frauen- und Geschlechterforschung; Geschlechterverhältnisse; Gleichstellungspolitik; Wissenschaft Aktuell