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Kulturpreis Bayern für genderlinguistische Forschung

| Kategorien: Frauen- und Geschlechterforschung, Wissenschaft Aktuell

In ihrer Doktorarbeit hat sich die Würzburger Germanistin Dr. Christine Ott mit Geschlechterrollenbildern in Schulbüchern seit der Kaiserzeit befasst. Dafür wurde sie mit dem Kulturpreis Bayern ausgezeichnet.

Christine Ott untersucht in ihrer ausgezeichneten Doktorarbeit „Sprachlich vermittelte Geschlechterkonzepte“ anhand von Schulbüchern aus den vergangenen 130 Jahren, wie über Frauen und Mädchen beziehungsweise über Männer und Jungen gesprochen wird. Sie zeigt auch auf, welche Personen und Institutionen darauf Einfluss nehmen, welche Rollenbilder in Schulbüchern vermittelt werden.

„Mit der Arbeit wollte ich den Forschungsbereich der Genderlinguistik methodisch weiterentwickeln und besser nachvollziehbar machen, auf welche Weise Sprache am Aufbau von Geschlechtervorstellungen mitwirkt“, erklärt die 31-jährige Wissenschaftlerin ihren Forschungsansatz.

Für ihre Dissertation wurde Ott am 26. Oktober 2017 in Veitshöchheim bei Würzburg mit dem Kulturpreis Bayern ausgezeichnet. Der Preis ist mit 2.000 Euro und einer Bronzestatue dotiert, dem „Gedankenblitz“. Die Bayernwerk AG und das Bayerische Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst haben die traditionsreiche Auszeichnung in diesem Jahr an 38 Künstler und Wissenschaftler verliehen.

Quelle und weitere Informationen: PM - Universität Würzburg, 07.11.2017

 

 

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