Center für Geschlechterverhältnisse in der Wissenschaft

Lena Weber bei Female Futures zu Unsichtbarkeit von Wissenschaftlerinnen


Kategorien: CEWS Aktuell

Bei der Veranstaltung Female Futures: Ihr Wissen, sein Ruhm im KörberForum am 18.02.2026 diskutierte Lena Weber (CEWS) mit der Künstlerin Gesine Born über die anhaltende Unsichtbarkeit von Frauen in der Wissenschaft. Im Zentrum standen zum einen der sogenannte Matilda-Effekt – der strukturelle Effekt, dass Frauen für ihre wissenschaftlichen Leistungen nicht die entsprechende Anerkennung erhalten. Zum anderen wurde der Matthäus-Effekt thematisiert: das Prinzip, dass wissenschaftlicher Erfolg weiteren Erfolg nach sich zieht und bestehende Ungleichheiten dadurch verstärkt werden. Beide Mechanismen tragen dazu bei, dass Anerkennung und Sichtbarkeit in der Wissenschaft ungleich verteilt bleiben.

Lena Weber ordnete das Phänomen aus geschlechtersoziologischer Perspektive ein und verwies auf aktuelle Befunde, die zeigen, dass strukturelle Benachteiligungen weiterhin bei Preisen, Berufungen und Publikationen bestehen. Die Veranstaltung machte deutlich, dass die Aufarbeitung wissenschaftlicher Erinnerungskulturen und der Abbau bestehender Machtstrukturen zentrale Aufgaben für eine geschlechtergerechte Wissenschaft bleiben.