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Kompetenz­zentrum Frauen in Wissenschaft und Forschung

Versorgung von trans Personen im ländlichen Raum


Kategorien: Diversity, Antidiskriminierung, Intersektionalität; Frauen- und Geschlechterforschung; Wissenschaft Aktuell

Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) veröffentlicht aktuelle Studienergebnisse: "Telemedizin hilft bei Versorgung von trans Menschen im ländlichen Raum"

Forschende des Instituts für Sexualforschung und Sexualmedizin des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) haben im Rahmen einer vom Innovationsfonds der Bundesregierung geförderten Studie herausgefunden: Die telemedizinische Versorgung ist ein unverzichtbares Mittel, um trans Personen in unterversorgten Regionen zu erreichen. Die Studienteilnehmenden sind psychisch mehr entlastet, weniger ängstlich und haben eine höhere Lebensqualität als Personen, die noch auf eine Versorgung warten. Die Wartezeit auf medizinische Versorgung und psychosoziale Beratung wirkt sich negativ auf das körperliche und psychische Wohlbefinden der Teilnehmenden aus.

Die Spezialambulanz für Sexuelle Gesundheit und Transgender-Versorgung des Instituts für Sexualforschung und Sexualmedizin hatte im Mai 2020 ihr medizinisches Versorgungsangebot in Norddeutschland ausgebaut und die Internetplattform i²TransHealth im Rahmen der Studie an den Start gebracht. Ziel war es, trans Menschen besser zu versorgen und deren psychische Belastung zu verringern. An der Studie haben 174 trans Personen im Alter von 18 bis 60 Jahren, unterschiedlicher Geschlechteridentitäten und mit unterschiedlichem Bildungsstand teilgenommen. i²TransHealth hat sowohl ländliche Gebiete als auch mittelgroße städtische Gebiete erreicht.

„E-Health kann die Gesundheitsversorgung von trans Personen nachhaltig zum Besseren verändern“, erklärt Priv.-Doz. Dr. Timo Nieder, Leiter der Spezialambulanz für Sexuelle Gesundheit und Transgender-Versorgung des Instituts für Sexualforschung und Sexualmedizin des UKE.

Kontakt für Rückfragen: Priv.-Doz. Dr. Timo Nieder (t.nieder@uke.de), Institut für Sexualforschung und Sexualmedizin

Quelle und weitere Informationen: PM - UKE, 26.09.2022