Jahrestagung des Netzwerks Frauen- und Geschlechterforschung NRW.
Die Jahreszahlen 1918, 1968 und 2018 stehen für Zeiten, in denen sich Geschlechterordnungen jeweils neu justiert haben bzw. justieren. Sie sind untrennbar verbunden mit der Einführung des allgemeinen Wahlrechts in Deutschland für Frauen nach der Revolution von 1918, der Entstehung der Neuen Frauenbewegungen als Protestbewegung um 1968 sowie aktuellen „Kletterpartien“ um Vervielfältigungen von Geschlecht.
Der Wandel von Geschlechterordnungen schafft seit mindestens 100 Jahren immer wieder „Unordnung“.
Im Rahmen der Jahrestagung werden aus interdisziplinärer Perspektive Fragen aufgeworfen und Forschungsergebnisse vorgestellt. Wie verhält sich die repräsentative Demokratie zur Geschlechtergleichheit? Sind im Familienrecht Frauen im eigentlichen Sinne Staatsbürgerinnen? Wie hat sich die Bundesrepublik um 1968 kulturell verändert? Welche Feminismen werden aktuell diskutiert? Und welche Gesellschafts- und Geschlechtermodelle sind denkbar?