Kompetenzzentrum Frauen in Wissenschaft und Forschung

Das Netz als antifeministische Radikalisierungsmaschine

Zeitraum:
Ort: online
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Veranstalter: Deutscher Juristinnenbund e.V. (djb)

"Antifeminismus ist ein altes Phänomen. Das Netz spiegelt und potenziert ihn. Es erweist sich nur allzu oft als feindlicher Raum: Frauen werden mit Hate Speech und Gewaltandrohungen aus dem digitalen Raum verdrängt, sie ziehen sich aus dem öffentlichen Diskurs zurück. Und wenn Extremisten Algorithmen und die Infrastrukturen sozialer Netzwerke nutzen, um antifeministische Weltanschauungen zu verbreiten, entsteht – online und offline – eine gefährliche Dynamik.  Denn das Internet bietet Extremisten einen idealen Nährboden, um sich zu vernetzen, neue Mitglieder zu rekrutieren und zu mobilisieren. Dies kann im Extremfall zu Terrorakten führen, die frauenfeindlich motiviert sind. Essenzielle Grundrechte, wie die Meinungsfreiheit oder das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit, werden verletzt, aber auch unsere Demokratie und unser friedliches Zusammenleben sind gefährdet. 

Wie lässt sich erreichen, dass Antifeminismus nicht länger ignoriert oder bagatellisiert, sondern als wichtiges Element extremistischer Strömungen erkannt wird? Und wie können wir die antifeministische Radikalisierung durch das Netz beenden? 

Im Rahmen der djb-Kampagne „Gleichstellung & Demokratie“ lädt der djb-Arbeitsstab Digitales zu einer virtuellen Veranstaltung (Lesung mit anschließender ExpertInnen-Diskussion) ein, am 

Donnerstag, den 9. September 2021, 19:30 Uhr. 

Julia Ebner, Extremismusforscherin, wird aus ihrem Buch „Radikalisierungsmaschinen – Wie Extremisten die neuen Technologien nutzen und uns manipulieren“ vorlesen (hier bei Suhrkamp erhältlich) und von ihren undercover Recherchen in den Chaträumen des Darknets berichten.
Außerdem wird uns Katharina Mosene, Mitgründerin des Vereins netzforma* e.V. – Verein für feministische Netzpolitik, einen Einblick in die Welt der Algorithmen und die Funktionsweise sozialer Netzwerke geben.
Anke Stelkens, Rechtsanwältin und Mitglied im djb-Arbeitsstab Digitales, und Anja Schmidt, Leiterin des DFG-Forschungsprojektes „Pornographie und sexuelle Selbstbestimmung“ an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und Mitglied der djb-Strafrechtskommission, werden die rechts- und frauenpolitischen Forderungen erläutern.
Moderiert wird die Veranstaltung von Claudia Zimmermann-Schwartz, Vize-Präsidentin des djb und Leiterin des djb-Arbeitsstabes Digitales. 

Die Veranstaltung findet auf Zoom statt und soll ca. 90 Minuten dauern."

Quelle und Anmeldung:  https://www.djb.de/termine/details/v210909