Eine Tagung der Frauenakademie München, gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
Nicht „über“ sondern „mit“ den Zielgruppen arbeiten – diese Grundidee vereint partizipative Sozialforschung und partizipative Bildungsmethoden. Doch wie kann diese Einbindung der Betroffenen in Forschungs- und Bildungsprojekte gelingen? Welche Methoden braucht es, damit die jeweiligen Zielgruppen wirklich angesprochen werden und mitgestalten können? Welche Herangehensweise erzeugt welche Ein- und Ausschlüsse bestimmter Personengruppen? Wie entstehen Fragestellungen und Ergebnisse, die für die konkreten Lebenswelten der Betroffenen relevant und nützlich sind?
Zu diesen und ähnlichen Fragestellungen möchten wir Sozial- und Erziehungs-wissenschaftler_innen und pädagogische Praktiker_innen miteinander in den Austausch bringen, denn zwischen partizipativem Forschen und Lernen spannt sich bei genauerer Betrachtung eine große Schnittmenge auf. Forschung ist für die Teilnehmenden in aller Regel mit einem Lerneffekt verbunden, vor allem wenn es sich um partizipative Forschung handelt. So hat beispielsweise ein Interview nicht nur den Effekt der Datengewinnung, sondern eröffnet den Befragten gleichzeitig Möglichkeiten der Selbstreflexion. Umgekehrt hat Lernen, das konsequent an den Bedarfen der Lernenden ansetzt, in der Regel einen explorativen, ja forschenden Charakter: Inhalte können nicht einfach von außen vorgegeben werden, sondern werden mit allen Beteiligten gemeinsam erarbeitet.
Wenn solche und ähnliche Fragestellungen Sie beschäftigen, laden wir Sie ein, Ihre Projekte, Ideen und Methoden im Rahmen von „Forschendes Lernen – Lernendes Forschen“ vorzustellen. Die Hauptzielgruppe stellen dabei Nachwuchswissenschaftler_innen aus den Sozial- und Erziehungswissenschaften (Promovierende und Studierende im Master) und pädagogische Praktiker_innen (Sozialpädagog_innen, Sozialarbeiter_innen, Lehrkräfte, Sozialplaner_innen) dar.
Die zweitägige Tagung und Projektwerkstatt bietet neben zwei ausführlichen Impulsvorträgen viel Raum zur Diskussion der Inputs der Teilnehmenden. Dabei möchten wir insbesondere dazu einladen, einen kritischen Blick darauf zu werfen, wie methodisch mit Kategorien (etwa entlang von Geschlecht, Herkunft oder Schicht) so umgegangen werden kann, dass diese nicht zusätzlich festgeschrieben werden.
Termin: Mittwoch und Donnerstag, 08.-09. November 2017
jeweils 9:00-17:00 Uhr
Ort: Kulturzentrum 2411, Blodingstraße 4, 80933 München
Teilnahmegebühr: Die Veranstaltung wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert und ist für die Teilnehmenden kostenfrei.
Anmeldeschluss: 09. Oktober 20107
Anmeldung und weitere Auskünfte:FAM Frauenakademie München e.V.Sandra EckBaaderstr. 3, 80469 Müncheneck{at}frauenakademie.de