Center für Geschlechterverhältnisse in der Wissenschaft

Open Mic: Gleichstellung trifft Geschlechterforschung, Berlin

Zeitraum:
Veranstalter: Die Veranstaltung ist eine Kooperation zwischen dem Margherita-von-Brentano-Zentrum und dem Team geschlechter*gerecht der Freien Universität Berlin
Ort: Rost- und Silberlaube | Foyer der Hörsäle 1a/1b (barrierefrei) Freie Universität Berlin | Habelschwerdter Allee 45 | 14195 Berlin
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Das Margherita-von-Brentano-Zentrum und das Team geschlechter*gerecht laden zu einem Austausch zwischen Geschlechterforscherinnen und Expertinnen aus der hochschulischen Praxis über gleichstellungsrelevante Themenfelder ein.

Welchen Herausforderungen begegnen Gleichstellungsakteur*innen an der Freien Universität in ihrer Praxis? Welche wissenschaftlichen Erkenntnisse können Geschlechterforscher*innen zu diesen Handlungsfeldern beisteuern?

Die Geschlechterforschung als wissenschaftliches Forschungsfeld einerseits und die Gleichstellungspolitik als Praxisfeld andererseits sind grundsätzlich zu unterscheiden (Wissenschaftsrat 2023). Für die Gleichstellungsarbeit stellt die Geschlechterforschung die „zentrale Referenzwissenschaft“ dar und ist somit die „wissenschaftliche Untermauerung“ der Gleichstellung (Vollmer 2016). Das wissenschaftliche Geschlechterwissen spielt als Expert*innenwissen also eine zentrale Rolle im Professionalisierungsprozess und als Orientierungspunkt der Gleichstellungsarbeit. Der Relevanz dieses Wissens für den Abbau von Geschlechterasymmetrien trägt die hochschulische Gleichstellungspolitik Rechnung, indem sie die Förderung der Geschlechterforschung als ein Ziel verfolgt. Für die Anwendung geschlechterwissenschaftlicher Wissensbestände in der Gleichstellungspraxis ist jedoch eine „Übersetzung“ der Erkenntnisse der Geschlechterforschung erforderlich, da beide Felder im Zuge ihrer Ausdifferenzierung und Professionalisierung unterschiedliche Herausforderungen und Handlungslogiken entwickelt haben (vgl. z.B. Wetterer 2009). Voraussetzung für einen gelingenden Theorie-Praxis-Transfer sind wiederum Kenntnisse und Erfahrungen aus der Praxis hinsichtlich institutioneller und organisationaler Prozesse sowie Handlungslogiken (vgl. Vollmer 2016). Insofern sind Kooperation, Dialog und Vernetzung zwischen Geschlechterforscher*innen und Gleichstellungsakteur*innen von besonderer Wichtigkeit.

Mit dieser Veranstaltung wird Geschlechterforscher*innen und Gleichstellungsakteur*innen an der Freien Universität Berlin einen kommunikativen Begegnungsraum geboten. Darin kann ausgelotet werden, welche aktuellen Forschungsergebnisse der Geschlechterforschung relevant für Gleichstellungsakteur*innen sein können und wie Geschlechterforscher*innen ihre Erkenntnisse produktiv in gleichstellungspolitische Handlungsfelder einbringen können

Programm: Fünfminütige Beiträge eröffnen wechselweise Perspektiven der Gleichstellung und der Geschlechterforschung auf unterschiedliche Themenfelder. Zunächst skizzieren Gleichstellungsakteurinnen Herausforderungen aus der hochschulischen Praxis, anschließend präsentieren Forscherinnen aus verschiedenen Disziplinen Geschlechterwissen zu den Themenfeldern. Nach den Inputs wird zu Austausch und Diskussion eingeladen.

Die Veranstaltung ist eine Kooperation zwischen dem Margherita-von-Brentano-Zentrum und dem Team geschlechter*gerecht der Freien Universität Berlin. Die Veranstaltung wird aufgezeichnet, die Kurzvideos zu den verschiedenen Themen bzw. Konzepten werden langfristig auf dem YouTube-Kanal des Margherita-von-Brentano-Zentrums und im Blog GESCHLECHTER*GERECHT zur Verfügung gestellt.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Weitere Informationen hier