Ausgehend von der Frage, wie die explizite Befassung mit Täterinnen und Tätern im Nationalsozialismus und in den Konzentrationslagern einen Ort in Gedenkstätten haben soll, widmet sich der erste Tag der fünftägigen Tagung den Ausstellungspraktiken von Täter*innenschaft. Am zweiten Tag wird ein Forschungsüberblick zu den Aufseherinnen und Aufsehern in den Konzentrationslagern geliefert. Der dritte Schwerpunkt liegt auf den Täter*innenschaften und ihren Handlungsspielräumen in den besetzten Ländern. Am vierten Tag beschäftigt sich die Sommer-Universität mit der medialen Rezeption von Täter*innenschaft, wobei hier insbesondere neue Medien und digitale Vermittlungsformate diskutiert werden sollen. Der letzte Tag ist der Frage nach Kontinuitäten und der gemeinsamen Strategiebildung für die Zukunft gewidmet.
Die Europäische Sommer-Universität richtet sich an einen interdisziplinären Kreis von Wissenschaftler:innen, Studierenden, Praktiker:innen aus dem Gedenkstättenbereich und Interessierten. Sie ist intergenerationell, interdisziplinär und nimmt Fragen der Geschlechterforschung auf. Das Programm enthält Vorträge, Führungen und Workshops.
Die Teilnahme an der Europäischen Sommer-Universität ist kostenlos. Die Konferenzsprachen sind Deutsch und Englisch. Eine Simultanübersetzung der Vorträge wird angeboten.
Eine Anmeldung zur Veranstaltung ist bis zum 3. August 2025 möglich.
Anreise: Der Regional-Express fährt stündlich von Berlin-Hauptbahnhof nach Fürstenberg/Havel (Richtung: Stralsund / Rostock). Vom Bahnhof Fürstenberg 2 km Fußweg oder per Taxi. Ein Transfer wird auf Anfrage organisiert. PKW: Fürstenberg liegt ca. 80 km nördlich von Berlin an der B 96 Berlin-Stralsund; in Fürstenberg der Beschilderung folgen.
Das Programm und weiter Informationen finden Sie hier.