Center für Geschlechterverhältnisse in der Wissenschaft

Tagung: Rassismus und Männlichkeiten

Zeitraum:
Ort: Heinrich-Böll-Stiftung, Schumannstr. 8, 10117 Berlin, 09:00 bis 17:00 Uhr
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Aus dem Einladungstext: "Voraussichtlich 800 000 Flüchtlinge aus Syrien, Nordafrika und Südosteuropa kommen bis zum Jahresende nach Deutschland. Rechtsextreme Organisationen wie Pegida oder die NPD warnen vor der scheinbaren „Überfremdung“ und schüren Ängste vor dem „frauenfeindlichen“ Islam. Doch Rassismus ist nicht ausschließlich ein Randphänomen: Rassistische Strukturen sind –offen oder unbewusst - auch in der Mitte der Gesellschaft wirksam und sorgen dafür, dass deren Effekte kulturell, sozial und politisch zum Tragen kommen. So zum Beispiel bei Entscheidungen darüber, wem Chancen zugeteilt oder verweigert, wessen Lebensrealitäten anerkannt werden oder nicht - Rassismus hierarchisiert Menschen nach Herkunft, Hautfarbe, Sprache, kulturellen und religiösen Praxen. In der sozialen, pädagogischen und politischen (Männer-)Arbeit haben Fachkräfte mit Menschen zu tun, die von Rassismus und Sexismus profitieren oder betroffen sind. Die Situation in einer von zunehmender Migration und Geschlechtervielfalt geprägten Gesellschaft ist dabei komplex. Dies erfahren insbesondere für Fachkräfte in ihrer täglichen sozialen und pädagogischen Arbeit. Die Tagung „Rassismus und Männlichkeiten“ bietet daher Akteur_innen aus der sozialen, pädagogischen und politischen Arbeit einen Reflexions- und Debattenraum, um ihre eigene Praxis kritisch zu hinterfragen und mit einem Fokus auf Männlichkeitsvorstellungen entlang verschiedener Fragestellungen das Verhältnis und Zusammenwirken von Rassismus und Geschlecht zu systematisieren: Welche Folgen hat ein sensibler Blick auf Migration und Geschlecht für die soziale und pädagogische Praxis? Weshalb werden die Kritik an Rassismus und Sexismus noch so oft getrennt voneinander verhandelt, auch in männerpolitischen Kreisen? Wie können eigene Privilegien als weiße, heterosexuelle Frauen und Männer der Mehrheitsgesellschaft in der Praxis selbstverständlicher hinterfragt werden? Wie kann eine antisexistische und antirassistische Praxis aus männerpolitischer Perspektive aussehen? Weitere Themen: Alltäglicher Rassismus in Schulbüchern, Väter mit Migrationsgeschichte, Sensibilisierung von Sozialarbeitern für männliche, marginalisierte Migranten." Mit: Inga Niehaus, Leibniz- Institut für internationale Schulbuchforschung
Özcan Karadeniz, Projektkoordinator "Vaterzeit im Ramadan?!", Verband binationaler Familien und Partnerschaften e.V.
Andreas Haase, Gender Coach und ehemaliger Leiter einer Notunterkunft, Detmold
Susanne Spindler, Professorin migrationssensible Soziale Arbeit, Hochschule Darmstadt
Olaf Jantz, Jungenbildungsreferent bei mannigfaltig e.V., Hannover
u.a. Weitere Informationen und Anmeldung: http://calendar.boell.de/de/event/rassismus-und-maennlichkeiten-0