Center für Geschlechterverhältnisse in der Wissenschaft

Wer mit wem wozu? Netzwerke in der Wissenschaft

Zeitraum:
Ort: Glaspavillon der Universität Duisburg-Essen, 09:00 bis 16:30 uhr
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Wer mit wem wozu? Der Netzwerkbegriff durchzieht öffentliche Alltagsdiskurse und avancierte in den letzten Jahren zu einem wissenschaftlichen Schlüsselbegriff. Diese Tagung fragt nach Netzwerken in der Wissenschaft zwischen Organisationsprinzip und Lebensform. Die hochschulpolitische Frauenbewegung der 1980er Jahre verband mit ihrer netzwerkartigen Organisation emanzipatorische Visionen. Bei den in NRW ab Mitte der 1980er Jahre geschaffenen „Netzwerk˗Professuren“ mit einer Denomination in Frauen˗ und Geschlechterforschung findet aktuell ein Generationenwechsel statt; NachwuchswissenschaftlerInnen sprechen dem Netzwerken für die Entwicklung eigener und fachlicher Positionen einen zentralen Stellenwert zu; die Genderforschung arbeitet über Vernetzungen weiter an ihrer disziplinären Profilierung: In dieser Situation soll auf der Tagung nach Möglichkeiten und Grenzen von Netzwerkorganisation und Vernetzungspraxis gefragt werden.

Inwiefern kann Netzwerken heute emanzipatorisch und wissenschaftspolitisch innovativ sein? Oder fungiert der Begriff eher als Imperativ scheinbar alternativloser Restrukturierungen und als zentrale Ressource des unternehmerischen Selbst in Hochschule und Wissenschaft? Dazu stellen Wissenschaftlerinnen ihre aktuellen Forschungen zu Netzwerken an den Schnittstellen von Organisation, Geschlecht, Wissen und Macht zur Diskussion.

Anlässlich des 65. Geburtstags der Sprecherin des Netzwerks Frauen- und Geschlechterforschung NRW, Prof. Dr. Anne Schlüter, möchten die Veranstalterinnen mit dem thematischen Blick auf Netzwerke zugleich einer aktiven Netzwerkerin danken.

Die CEWS-Mitarbeiterin, Dr. Nina Steinweg wird den Veranstaltungsteil
Netzwerke in der Geschlechterforschung  moderieren (15:00 Uhr).

Solidarität und Macht – Die Stärke von Netzwerken von
Wissenschaftler*innen
Julia Gruhlich, Prof. Dr. Birgit Riegraf (Universität Paderborn)

Genderwissen – verloren ohne Netz
Lina Vollmer (GESIS/CEWS Köln)

Zur Einbindung in und Bedeutung von Netzwerken.
Spitzenforscherinnen in der Exzellenzinitiative
Nadine Kegen (Universität Hamburg)

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