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Kompetenz­zentrum Frauen in Wissenschaft und Forschung

CEWSwiki Forschungsprojekte zu Gender und Wissenschaft

Karriere und Geschlecht: Weshalb wählen Frauen Männerberufe?
Geschlechtsuntypische Berufs- und Studienwahlen bei jungen Frauen

Rahmenbedingungen

Laufzeit von 2010/08 bis 2013/07
Projektstatus abgeschlossen
Art der Förderung gefördert
Förderung/Finanzierung Schweizerischer Nationalfonds zur Förderung der Wissenschaftlichen Forschung - SNF -

Projektbeschreibung

Link zur Projektwebseite http://www.nfp60.ch/de/projekte/cluster-2-bildung-...
Inhalt

Das Projekt geht den Gründen nach, die junge Frauen dazu bewegen, Männerberufe (nicht) zu wählen und stellt die Frage ins Zentrum, was für eine geschlechtsuntypische Berufswahl von Frauen entscheidender ist: persönliche Vorbilder (Eltern, Lehrpersonen) oder der schulische Unterricht. Hintergrund: Statistische Daten belegen, dass Männer und Frauen nicht die gleichen Berufe wählen. Berufe in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik werden von Männern favorisiert und von Frauen gemieden. Dies verursacht nicht nur Engpässe bei der Rekrutierung von Arbeitskräften in naturwissenschaftlich-technischen Berufsbranchen, sondern bestärkt auch das Vorurteil, wonach gewisse (Persönlichkeits-)Eigenschaften "typisch weiblich" bzw. "typisch männlich" sind. In solchen Vorurteilen liegt ein wesentlicher Grund für die ungleichen Berufs- und Lebenschancen von Frauen. Ziele und Methoden: Wir wollen erforschen, was junge Frauen dazu veranlasst, einen für Frauen untypischen Beruf (z.B. Physikerin, Mechanikerin) zu wählen. Dazu untersuchen wir, welche Bedeutung das familiäre und das schulische Umfeld für die beruflichen Zukunftsvorstellungen hat. Entscheiden sich Frauen für einen Beruf in naturwissenschaftlich-technischen Bereichen, weil sie persönliche Vorbilder in ihrem Umfeld haben (Eltern, Lehrpersonen) oder weil sie vom Unterricht in den naturwissenschaftlichen Fächern (Mathematik, Physik und Chemie) angesprochen wurden? Um diese Fragen zu beantworten, werden wir mit Hilfe von Fragebogen und Interviews Jugendliche aus Gymnasial- sowie Berufsschulklassen in der Deutschschweiz befragen. Bedeutung: Die Ergebnisse erlauben auf der einen Seite, eine weit verbreitete, auch unter Politikerinnen und Politikern beliebte Erklärung für Probleme im Bereich der Gleichstellung von Mann und Frau ("Es fehlen weibliche (männliche) Vorbilder") kritisch zu beurteilen. Auf der anderen Seite bilden sie die Grundlage, um mögliche konkrete Massnahmen in der Grundausbildung und Weiterbildung von Gymnasial- und Berufsschullehrkräften sowie allenfalls bei der Lehrmittelgestaltung in die Wege zu leiten.

Abstract (en)

This project examines young women's reasons for choosing or not choosing male professions, focusing on the question as to what is more decisive in the choice of a gender-atypical profession or course of study: personal role models (parents, teachers) or school subjects. Background: Statistics show that men and women do not choose the same professions. Professions in the field of mathematics, computer science, the natural sciences, and technology are favoured by men and avoided by women. This causes not only supply shortfalls when recruiting employees in natural science/ technology occupations but also reinforces the prejudice that certain (personality) characteristics were "typically female" or "typically male". Prejudices of that kind are an important cause of the unequal career and life opportunities for women. Aim: This project aims to explore what causes young women to choose gender-atypical professions (for example, physicist, mechanic). To this end, the researchers investigate the influence of family and school on young women's ideas about their future careers. Do women choose occupations in the area of the natural sciences and technology because of personal role models (parents, teachers) or because school subjects in the natural sciences (mathematics, physics, chemistry) attracted them? To answer these questions, young people in Matura schools and vocational schools in German-speaking Switzerland will be surveyed by means of questionnaires and interviews. Significance: On the one hand, the results will allow critical assessment of a widely held explanation of problems in the area of gender equality that is popular with politicians - "there are no female (male) role models". On the other hand, the findings will provide a basis for preparing the ground for possible concrete measures in the basic education, training and continuing education of upper secondary level teachers as well as in the design of teaching aids.

Schlagwörter Berufswahl; Vorbild; Schule; Matura; Berufsschule; Chemie; Familie; Geschlecht; Gymnasium; Physik; Studienwahl; Erziehungswissenschaft; Familienfreundliche Hochschule
Land Schweiz

Beteiligte Personen

Projektleitung Prof. Walter Herzog; Elena Makarova
Projektbearbeitung Julia Ignaczewska; Belinda Vogt

Methoden & Stichprobe

quantitative MethodenQuantitative Online-Befragung
qualitative MethodenQualitatives Interview; Qualitativer Fragebogen (face-to-face, telefonisch, schriftlich)
Stichprobe SchülerInnen

Ergebnisse/Output

Berichte, Manuskripte, Arbeitspapiere

Projektbericht: Geschlechtsuntypische Berufs- und Studienwahlen bei jungen Frauen.

Zusammenfassung der Projektergebnisse ? Langversion. Online verfügbar unter http://www.nfp60.ch/SiteCollectionDocuments/nfp60_...

Konferenzen

Vortrag: Karriere und Geschlecht - Weshalb wählen Frauen Männerberufe?