Kompetenzzentrum Frauen in Wissenschaft und Forschung

CEWSwiki Forschungsprojekte zu Gender und Wissenschaft

Nach Bologna: Gender Studies in der unternehmerischen Hochschule
Eine Untersuchung in Deutschland, Österreich und der Schweiz

Rahmenbedingungen

Laufzeit von 2011 bis 2015
Projektstatus abgeschlossen
Projekttyp Teilprojekt; Kooperationsprojekt
Art der Förderung gefördert
Förderung/Finanzierung DFG; FWF

Projektbeschreibung

Inhalt

Der gegenwärtige Umbau der Hochschulen zu »Entrepreneurial Universities« zielt über die grundlegende Restrukturierung der inneren Verfasstheit der Hochschulen und ihrer Außenbeziehungen hinaus auch auf Veränderungen des wissenschaftlichen Wissens und der Wissensproduktion. Das Projekt »Nach Bologna: Gender Studies in der unternehmerischen Hochschule« stellt diese Ebene des Wissens ins Zentrum. Es konzentriert sich exemplarisch auf die neuen Gender Studies-Studiengänge, die in Deutschland, Österreich und der Schweiz seit 1997, also im Wesentlichen zeitgleich mit der ?Bologna?-Reform, eingerichtet wurden. Das Projekt geht hier davon aus, dass im Prozess der Implementierung der Gender Studies pfadabhängige, lokale »institutionelle Hybride« (Münch 2009) entstehen, die die ?Bologna?-Anforderungen mit den Zielen der Gender Studies verknüpfen.

Durch qualitative, akteurszentrierte, vergleichende Fallstudien zum Implementierungsprozess der Gender Studies will das Projekt Aufschluss darüber gewinnen, (1) welches Wissen, welche Themen und Fragestellungen, welche Theorien, Methoden und Anwendungsbereiche der Geschlechterforschung Eingang in die neuen Studiengänge finden und damit als relevantes wissenschaftliches Geschlechterwissen ausgewiesen werden, (2) welche Aushandlungsprozesse der Implementierung der Gender Studies vor Ort vorausgehen und sie begleiten, (3) welche AkteurInnen daran beteiligt sind, und (4) welchen Niederschlag die Reform-Imperative der ?unternehmerischen Hochschule? und der ?Bologna?-Reform in der aktuellen ?Lehrgestalt? der Gender Studies finden.

Schlagwörter Bologna-Prozess; Unternehmerische Hochschule
Land Deutschland; Österreich; Schweiz

Beteiligte Personen

Projektleitung Prof. Dr. Sabine Hark; Prof. Dr. Angelika Wetterer
Projektbearbeitung Sabine Hark; Aline Oloff; Anja Rozwandowicz; Angelika Wetterer; Gerlinde Malli; Susanne Sackl

Methoden & Stichprobe

qualitative MethodenQualitatives Interview

Ergebnisse/Output

Veröffentlichungen

Hark, Sabine (2013): Widerstreitende Bewegungen. Geschlechterforschung in Zeiten hochschulischer Transformationsprozesse. In: Kristina Binner, Bettina Kubicek, Anja Rozwandowicz und Lena Weber (Hg.): Die unternehmerische Hochschule aus der Perspektive der Geschlechterforschung. Zwischen Aufbruch und Beharrung. 1. Aufl. Münster, Westf: Westfälisches Dampfboot (Forum Frauen- und Geschlechterforschung, 39), S. 194?208.

Oloff, Aline; Rozwandowicz, Anja; Hark, Sabine (2013): Nach Bologna. Gender Studies und die Neuerfindung der Universität als unternehmerische Einheit. In: Kristina Binner, Bettina Kubicek, Anja Rozwandowicz und Lena Weber (Hg.): Die unternehmerische Hochschule aus der Perspektive der Geschlechterforschung. Zwischen Aufbruch und Beharrung. 1. Aufl. Münster, Westf: Westfälisches Dampfboot (Forum Frauen- und Geschlechterforschung, 39).

Malli, Gerline; Sackl, Susanne (2013): Interaktionsdynamiken in Expert_inneninterviews. Methodische Herausforderungen im Kontext der Hochschulforschung. In: Kristina Binner, Bettina Kubicek, Anja Rozwandowicz und Lena Weber (Hg.): Die unternehmerische Hochschule aus der Perspektive der Geschlechterforschung. Zwischen Aufbruch und Beharrung. 1. Aufl. Münster, Westf: Westfälisches Dampfboot (Forum Frauen- und Geschlechterforschung, 39).

Berichte, Manuskripte, Arbeitspapiere

Malli, Gerline; Sackl-Sharif, Susanne; Zehetner, Elisabeth (2015): Nach Bologna. Gender Studies in der unternehmerischen Hochschule. Eine Untersuchung in Österreich und der Schweiz. Forschungsbericht. Universität Graz. Graz. Online verfügbar unter http://unipub.uni-graz.at/obvugroa/download/pdf/47...