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Kompetenz­zentrum Frauen in Wissenschaft und Forschung

Gleichstellungsrecht in der Wissenschaft

Die Datenbank zum Gleichstellungsrecht an Hochschulen gibt einen Überblick über die gleichstellungsrelevanten Regelungen in den Hochschulgesetzen sowie über die wissenschaftsrelevanten Vorschriften zur Gleichstellung der Geschlechter auf Bundes- und Länderebene.

Seit Januar 2021 enthält die Datenbank eine Kompaktansicht, sortiert nach Regelungsbereichen. Sie beinhaltet entsprechende komprimierte Informationen zu den Hochschul- und Gleichstellungsvorschriften. Es ist möglich, sich gezielt zu einem Thema die Regelungen eines oder mehrerer Bundesländer in einer übersichtlicheren Form vergleichend darstellen zu lassen. Die Kompaktansicht können Sie sich für jede Trefferliste über den entsprechenden Button anzeigen lassen.

Inhalt der Datenbank

Folgen Sie dem obenstehenden Link „Zur Recherche“ und nutzen Sie auf der Folgeseite die freie Suche, wenn Sie nach einem ganz bestimmten (Stich-)Wort in unserer Datenbank suchen möchten.

Ihnen stehen zudem thematische Zugänge wie etwa „Antidiskriminierung, Diversity und soziale Förderung“ oder „Balancierung von Wissenschaft und Elternschaft“ zur Verfügung. Zudem haben Sie die Möglichkeit, beispielsweise nach Bundesländern zu filtern.

Wir weisen darauf hin, dass allein die im Gesetzes- oder Verordnungsblatt veröffentlichte Fassung maßgeblich ist.

Die Vorschriften sind zum 20.09.2022 aktualisiert worden.

Ausgewertet wurden die Hochschulgesetze der Länder, die Gleichstellungsgesetze von Bund und Ländern sowie die Regelungen zur Gleichstellung von Männern und Frauen für die Forschungseinrichtungen (AV-Glei), das Hochschulrahmengesetz (HRG) und das Wissenschaftszeitvertragsgesetz (WissZeitVG).

Dazu liegt ein Überblick (157 kB) über den Stand der Gesetze vor.

Aktuelles

Nach einer umfangreichen Novellierung des Bundesgleichstellungsgesetzes (BGleiG), des Hochschulgesetzes in Berlin sowie des Hessischen Hochschulgesetzes, wurde nun auch das Niedersächsische Hochschulgesetz weitreichend geändert. Zusätzlich hat ebenfalls Schleswig-Holstein eine Hochschulnovelle beschlossen.

Durch die Hochschulnovellierungen in Schleswig-Holstein und Niedersachsen bekommen die Hochschulen der Länder mehr Freiheiten, aber auch mehr Verantwortung. Während die Gesetzesänderung in Niedersachsen insbesondere den Weg zur Juniorprofessur vereinfachen soll, ist in Schleswig-Holstein vor allem die Innovationsklausel sowie die Möglichkeit zur Einrichtung von Tenure-Track-Professuren zentral. 

Das novellierte BGleiG setzt insgesamt verstärkt auf eine geschlechtsneutrale Formulierung und die Förderung des durch strukturelle Benachteiligung unterrepräsentierten Geschlechts. Außerdem werden die Beteiligungs- und Mitwirkungsrechte der Gleichstellungsbeauftragten gestärkt.  

Die Novellierung des Berliner Hochschulgesetzes brachte insbesondere die Einführung von Beauftragten für Diversität und Antidiskriminierung neben den bisherigen Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten mit sich. Auch Hessen hat den Fokus von der Frauenförderung auf Diversity und Vereinbarkeit erweitert und dazu ebenfalls eine neue Funktion eingeführt, eine*n Beauftragte*n für Studierende mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen.