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Kompetenz­zentrum Frauen in Wissenschaft und Forschung

Frauenanteile am wissenschaftlichen Personal nach Personalgruppen, 2021


Kategorien: Wissenschaftliches Personal; Deutschland

Inhaltliche Beschreibung

Das Diagramm zeigt den Frauenanteil am hauptberuflichen wissenschaftlichen und künstlerischem Personal an Hochschulen insgesamt und aufgegliedert nach Personalgruppen (Professuren, Dozent*innen und Assistent*innen, Wissenschaftliche und künstlerische Mitarbeitende und Lehrkräfte für besondere Aufgaben). Erkennbar ist, dass der Frauenanteil mit jeder Qualifikationsstufe sinkt und bei den Professuren mit 27,2 Prozent am niedrigsten ist.

Kontext und gleichstellungspolitische Bedeutung

Die Daten verdeutlichen die vertikale Segregation: Frauen steigen seltener als Männer in Führungspositionen auf. Während bei den Lehrkräften für besondere Aufgaben ebenso Männer wie Frauen beschäftigt sind, ist nur jede vierte Professur mit einer Frau besetzt.
Zu beachten ist, dass drei Viertel des hauptberuflichen wissenschaftlichen und künstlerischen Personals zu den wissenschaftlichen Mitarbeitenden gehören. Die Professuren stellen mit 18 Prozent die zweitgrößte Gruppe dar, während Dozent*innen und Assistent*innen und die Lehrkräfte für besondere Aufgaben zusammen nur rund 4 Prozent des wissenschaftlichen Personals ausmachen. Unbefristete Stellen gibt es fast ausschließlich in der Gruppe der Professuren, während über 80 Prozent der wissenschaftlichen Mitarbeitenden befristet eingestellt sind. Diese Beschäftigungsbedingungen und die geringe Anzahl an Professuren im Verhältnis zu den anderen Stellen erzeugen einen Flaschenhalsbeim Zugang zu unbefristeten Stellen, der als einer der Gründe für den Ausstieg von Frauen aus der Wissenschaft gesehen wird.

Zugang zu den Daten

Hier finden Sie die Daten sowie die Grafik als Excel-Datei (253 kB)

Quelle

Die Daten stammen vom Statistisches Bundesamt: Fachserie 11 Reihe 4.4 Personal an Hochschulen

Datenqualität

Art der Datenerhebung:
Sekundärerhebung (Vollerhebung) auf Basis der Verwaltungsdaten der Hochschulen

Erhebungstermin:
Berichtsjahr, Stichtag: 1.12.

Periodizität:
Jährlich

Brüche in den Daten:
Ab dem Prüfungsjahr 2016:
Umbenennung der Fächergruppe Sprach- und Kulturwissenschaften in Geisteswissenschaften
Psychologie, Erziehungswissenschaften und Sonderpädagogik wechselt von der Fächergruppe Geisteswissenschaften zur Fächergruppe Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften
Informatik wechselt von der Fächergruppe Mathematik, Naturwissenschaften in die Fächergruppe Ingenieurswissenschaften
Veterinärmedizin wird, wie international üblich, in die Fächergruppe Agrar-, Forst- und Ernährungswissenschaften, Veterinärmedizin integriert
Durch diese Veränderungen ist das Prüfungsjahr 2016 nur noch bedingt mit den Vorjahren vergleichbar

Erhebungseinheiten:
Professor*innen
Dozent*innen und Assistent*innen
Wissenschaftliche und künstlerische Mitarbeiter*innen
Lehrkräfte für besondere Aufgaben
Hauptberufliches wissenschaftliches und künstlerisches Personal zusammen
Fächergruppen

Ähnliche Datensätze:
Frauenanteile am wissenschaftlichen Personal nach Fächergruppen
Frauenanteile am wissenschaftlichen Personal in Forschungseinrichtungen
Frauenanteile am wissenschaftlichen Personal nach Wirtschaftssektoren im internationalen Vergleich

Weiterführende Literatur

Gassmann, Freya (2020): Befristete Beschäftigung von wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an Hochschulen in Deutschland. Eine erste Evaluation der Novelle des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes. gefördert von der Max-Traeger-Stiftung. Unter Mitarbeit von Jascha Groß und Cathrin Benkel. Hg. v. Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). Frankfurt a.M. Online verfügbar, zuletzt geprüft am 11.03.2020.

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Schlagworte

Statistik und statistische Daten; Hochschulen; Wissenschaft als Beruf; Professur