Kompetenzzentrum Frauen in Wissenschaft und Forschung

CEWSwiki Forschungsprojekte zu Gender und Wissenschaft

Gendered University - Geschlechterordnungen an der TU Dresden

Rahmenbedingungen

Laufzeit von 2013/08 bis 2017/10
Projektstatus abgeschlossen
Art der Förderung gefördert
Förderung/Finanzierung Bund und Länder
Förderprogramm Exzellenzinitiative

Projektbeschreibung

Link zur Projektwebseite https://tu-dresden.de/exzellenz/zukunftskonzept/gl...
Inhalt

Bereits seit den 1970er Jahren ist die deutliche Unterrepräsentanz von Frauen in der Wissenschaft in einem breiten Umfang Gegenstand der Forschung. Die Gleichstellungspolitik an den Universitäten hat wiederum in den vergangenen Jahren zahlreiche Maßnahmen und Programme angestoßen und umgesetzt, um eine Benachteiligung von Frauen im Wissenschaftsbereich weitreichend und nachhaltig abzubauen. Trotz eines sichtbaren Anstiegs der Frauenanteile in den verschiedenen Qualifikationsstufen bestehen jedoch Geschlechterungleichheiten an Universitäten fort.

Daher stellt sich die Frage, worin der 'missing link' zwischen der alltäglichen Praxis in den verschiedenen Struktureinheiten und Fächern der Universitäten, den Gleichstellungsmaßnahmen und den Ergebnissen der Geschlechterforschung liegt und wo sich Widerstandspotenziale sowie Rezeptions- und Handlungssperren in der Organisation aufspüren lassen.

An diese zentralen Fragen knüpft das qualitative Forschungsprojekt 'Gendered University: Geschlechterordnungen an der TU Dresden' an, welches ein wichtiger Bestandteil des Zukunftskonzeptes ist. Ziel ist es, die Geschlechterordnungen an der TU Dresden zu analysieren sowie mögliche Ansatzpunkte ihres Wandels herauszuarbeiten. Dabei nimmt das Projekt die Universität als Organisation in den Blick, um den Vergeschlechtlichungen auf verschiedenen Ebenen ? sowohl in den Handlungen als auch in den Strukturen bis hin zu Leitbildern und Normen ? auf die Spur zu kommen. Von Interesse ist insbesondere die fächer- bzw. kontextspezifische Vielfalt in den Geschlechterordnungen. Den zentralen methodischen Zugang bilden sowohl Gruppendiskussionen als auch teilnehmende Beobachtungen.

Im Kern soll eine Verknüpfung von Grundlagen- und Anwendungsforschung erfolgen. Neben der Beschreibung der Geschlechterkulturen in verschiedenen Fachrichtungen bzw. Fakultäten der Universität soll langfristig die Sensibilisierung für die Genderthematik in den beforschten Bereichen weiter entwickelt werden. Überdies werden die Forschungsergebnisse in Form von Handlungsempfehlungen für die Praxis aufbereitet, um so einen Beitrag zu einer gendersensiblen Organisationsentwicklung der TU Dresden zu leisten.

Schlagwörter Geschlechterwissen; Unterrepräsentanz; Fachkultur; TU Dresden
Land Deutschland
Bundesland Sachsen

Beteiligte Institutionen

Zentrale Institution Technische Universität Dresden
Institutionstyp Technische Universität
Institutswebsite https://tu-dresden.de/

Beteiligte Personen

Projektleitung Prof. Karl Lenz
Projektbearbeitung Dr. Katrin Pittius (Koordinatorin); Dr. Nora Krzywinski; Katharina Tampe; Rebekka Smuda

Methoden & Stichprobe

qualitative MethodenDokumentenanalyse; Gruppendiskussion; Qualitative Beobachtung

Ergebnisse/Output

Veröffentlichungen

Krzywinski, Nora/Lempp, Theresa/Pittius, Katrin/Fischer, Nadine (2015): Geschlechterordnungen im Wandel ? Kulturelle Veränderungsprozesse an Universitäten. In: Klemisch, Michaela/Spitzley, Anne/Wilke, Jürgen (Hg.): Gender- und Diversitymanagement in der Forschung. Konferenzband zur Tagung des Projekts STAGES am Fraunhofer Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO. Stuttgart: 30-42. Online verfügbar unter https://tu-dresden.de/tu-dresden/profil/exzellenz/...