Kompetenzzentrum Frauen in Wissenschaft und Forschung

CEWSwiki Forschungsprojekte zu Gender und Wissenschaft

Gleiche Startbedingungen für Hochschulabsolventinnen und Hochschulabsolventen?
Analyse des Berufseinstiegs und der Karrierewege fünf Jahre nach dem Examen

Rahmenbedingungen

Laufzeit von 2012/05 bis 2013/04
Projektstatus abgeschlossen
Art der Förderung gefördert
Förderung/Finanzierung ESF; BMBF
Förderprogramm Frauen an die Spitze

Projektbeschreibung

Projektkürzel Karrierewege
Link zur Projektwebseite http://www.bap.ihf.bayern.de/158/
Inhalt

Ausgangspunkt des Projekts ist die Frage, warum sich die Karrieren von hoch qualifizierten Frauen und Männern trotz gleicher Startbedingungen (nämlich einem Hochschulstudium im gleichen Studienfach) unterschiedlich entwickeln. Durch die zusammenhängende Betrachtung des Studiums, des Berufseinstiegs und der beruflichen Entwicklung in den ersten fünf Jahren nach dem Studium soll die Entstehung und Entwicklung ungleicher Karrierewege von Frauen und Männern aufgezeigt und die verursachenden Faktoren analysiert werden.

Der Schwerpunkt des Projekts liegt auf den MINT-Fächern Biologie, Chemie, Informatik, Elektrotechnik, Maschinenbau und Bauingenieurwesen. Dieses Fächerspektrum wird ergänzt durch das Fach Betriebswirtschaftslehre aus der Fächergruppe Wirtschafts- und Sozialwissenschaften.

Zentrale Fragen des Projekts:

Inwieweit hat die geschlechtssegregierte Studienfachwahl Einfluss auf die berufliche Platzierung von Frauen und Männern beim Berufseinstieg und in den ersten Berufsjahren?

Welchen Einfluss haben organisationale Merkmale (Branche, Betriebsgröße) auf die Karriereentwicklung (z.B. Einkommen, Berufsprestige) von Frauen und Männern in den ersten Berufsjahren?

Datengrundlage:

Die Auswertungen basieren auf dem Bayerischen Absolventenpanel, einer bayernweit repräsentativen Studie für Hochschulabsolventen. Betrachtet werden die erste und zweite Befragung des Absolventenjahrgangs 2003/2004. Mit diesen Daten stehen Längsschnittdaten zu Studium, Berufseinstieg und der beruflichen Entwicklung von einem Absolventenjahrgang über einen Zeitraum von fünf Jahren zur Verfügung. Ergänzt werden die Daten durch Auswertungen der bundesweit repräsentativen Absolventenstudien des HIS-Instituts für Hochschulforschung.

Schlagwörter Studienverhalten; Berufseinstieg; Studienfachwahl
Land Deutschland
Bundesland Bayern

Beteiligte Institutionen

Zentrale Institution IHF Bayerisches Staatsinstitut für Hochschulforschung und Hochschulplanung
Institutionstyp Andere Institution
Institutswebsite http://www.ihf.bayern.de/

Beteiligte Personen

Projektleitung Dr. Susanne Falk
Projektbearbeitung Fabian Kratz; Christina Müller

Methoden & Stichprobe

weitere MethodenSekundäranalyse
Stichprobe AbsolventInnen

Ergebnisse/Output

Veröffentlichungen

Falk, Susanne; Kratz, Fabian; Müller, Christina: Die geschlechtsspezifische ­Studien­fachwahl und ihre Folgen für die Karriereentwicklung. München (Studien zur Hochschulforschung, 86). Online verfügbar unter http://www.ihf.bayern.de/uploads/media/IHF_Studien...

Abstract: Frauen mit einem männerdominierten Studienfach aus den Ingenieurwissenschaften, der Physik oder der Chemie haben einen schlechteren Start ins Berufsleben als ihre männlichen Studienkollegen. Dies belegt die Studie von Susanne Falk, Fabian Kratz und Christina Müller, der Daten des Bayerischen Absolventenpanels (BAP) zugrunde liegen. Die Nachteile dieser Frauen beim Karrierestart äußern sich in einer geringeren Wahrscheinlichkeit einen unbefristeten Vertrag zu erhalten sowie in einem deutlich geringeren Bruttolohn. Die Unterschiede verringern sich zwar im Verlauf der weiteren Karriereentwicklung, bleiben aber bestehen. Bessere Bedingungen beim Berufsstart haben dagegen nach den Erkenntnissen der Autoren des Bayerischen Staatsinstituts für Hochschulforschung Frauen mit einen Studienabschluss in frauendominierten Fächern wie den Sprachwissenschaften, der Erziehungswissenschaft, der Psychologie und der Sozialpädagogik sowie in Fächern mit einem ausgeglichenen Anteil an Frauen und Männern wie den Wirtschaftswissenschaften.