Kompetenzzentrum Frauen in Wissenschaft und Forschung

CEWSwiki Forschungsprojekte zu Gender und Wissenschaft

Juniorprofessuren in Nordrhein-Westfalen
Ein Vergleich der Qualifikationswege Juniorprofessur und C1-Assistentenstelle

Rahmenbedingungen

Laufzeit von 2005/09 bis 2005/12
Projektstatus abgeschlossen
Art der Förderung Auftragsforschung
Förderung/Finanzierung Land Nordrhein-Westfalen, Ministerium für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie

Projektbeschreibung

Projekttitel (en) Junior professors in North Rhine-Westphalia - a comparison of the qualification of junior professors and postdoctoral research
Link zur Projektwebseite http://www.gesis.org/cews/cews-home/drittmittelpro...
Inhalt

Ziel der Untersuchung war es, die gleichstellungspolitischen Wirkungen des neuen Qualifikationsweges der Juniorprofessur in Nordrhein-Westfalen empirisch zu überprüfen. Dazu wurden die persönlichen Erfahrungen der Nachwuchswissenschaftler/innen selbst und die konkrete Ausgestaltung ihrer beruflichen Situation systematisch erhoben und aufbereitet. Weiter wurde gefragt, wie sie ihre berufliche Situation beurteilen. Im Mittelpunkt des empirischen Forschungsinteresses standen dabei insbesondere die verschiedenen Aspekte zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie im Wissenschaftsbetrieb.

Neue Erkenntnisse gegenüber anderen Untersuchungen wurden zum einen durch einen Vergleich der beiden wichtigsten Qualifikationswege für eine Professur, die Juniorprofessur und die Beschäftigung als C1-Assistent/in sowie durch einen konsequenten Geschlechtervergleich erzielt. Zentraler Fokus war dabei, ob und inwieweit bei den beiden zu untersuchenden Qualifikationswegen geschlechtsspezifische Strukturen und Hindernisse je unterschiedlich wirksam sind.

Die Untersuchung kam zu dem Ergebnis, dass die Einführung der Juniorprofessuren in Nordrhein-Westfalen als erfolgreich gewertet werden kann. Die Juniorprofessor/innen zeichnen sich durch hohe Qualifikation, Motivation, Leistungsbereitschaft und Erfolg aus. Die weiterhin bestehende hohe Verbindlichkeit der Habilitation sowie nicht vorhandene tenure-track Optionen wirken jedoch einer weiteren Etablierung des neuen Qualifikationsweges Juniorprofessur entgegen. Insgesamt erscheint es wenig sinnvoll, die Juniorprofessor/innen mit hohen Leistungs- und z.T. doppelten Qualifikationsanforderungen zu belegen und sie einer Evaluation zu unterziehen, ohne dass ihr Verbleib in der Wissenschaft durch eine bessere Laufbahnperspektive durch einen tenure-track gewährleistet wäre.

Schlagwörter Juniorprofessur; Familie-Beruf; Qualifikationsweg; Geschlechtsspezifische Faktoren
Land Deutschland
Bundesland Nordrhein-Westfalen

Beteiligte Institutionen

Zentrale Institution GESIS - Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften
Institutionstyp Außeruniversitäre Forschungseinrichtung
Institut Kompetenzzentrum Frauen in Wissenschaft und Forschung -CEWS-
Institutswebsite https://www.gesis.org/cews/

Beteiligte Personen

Projektleitung Dr. Brigitte Mühlenbruch
Projektbearbeitung Dr. Inken Lind; Dr. Andrea Löther

Methoden & Stichprobe

quantitative MethodenQuantitative Online-Befragung
qualitative MethodenQualitatives Interview
Stichprobe NachwuchswissenschaftlerInnen; Juniorprofessuren

Ergebnisse/Output

Berichte, Manuskripte, Arbeitspapiere

Lind, Inken; Löther, Andrea (2006): Juniorprofessuren in Nordrhein-Westfalen. Ein Vergleich der Qualifikationswege Juniorprofessur und C1-Assistentenstelle. Bonn: Center of Excellence Women and Science (CEWS). Online verfügbar unter http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-2441...