Kompetenzzentrum Frauen in Wissenschaft und Forschung

CEWSwiki Forschungsprojekte zu Gender und Wissenschaft

Einschlüsse und Ausschlüsse, Anpassung und Gestaltungspotenziale in der Profession der Ingenieurwissenschaften
Zum Einfluss von Ingenieurinnen und Ingenieure mit Migrationserfahrungen auf Arbeitskultur und Technikentwicklung

Rahmenbedingungen

Laufzeit von 2014/10 bis 2016/09
Projektstatus abgeschlossen
Förderung/Finanzierung Durchführung des Projektes im Rahmen der Gastprofessur

Projektbeschreibung

Projektkürzel ProIngA
Link zur Projektwebseite http://www.gendergastprofessur.uni-hannover.de/217...
Inhalt

Das Forschungsvorhaben fokussiert auf die Analyse von Gendering-Prozessen in der Ingenieurkultur und -praxis. Es geht der Frage nach der kulturell bedingten geschlechtsspezifischen Prägung technischer Disziplinen nach und fragt nach den Veränderungs- und Gestaltungspotenzialen durch interkulturelle Einflüsse im Zuge von Globalisierung, hochqualifizierter Migration und Mobilität.

Im qualitativ angelegten Forschungsprojekt 'Die Integration hochqualifizierter Migrantinnen auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Effekte der Migration auf die Karriereverläufe hochqualifizierter Frauen in Technologiebranchen' wurde in einem intersektionalen Ansatz das Zusammenspiel der Dimensionen 'Migration', 'ethnische Herkunft' und 'Geschlecht' auf die Karriereverläufe von Ingenieurinnen aus postsozialistischen Ländern in Hochschulen und Unternehmen untersucht und damit ein Forschungsdesiderat aufgegriffen. Sowohl die Migrations- als auch die Genderforschung weist im Hinblick auf die Migration von Hochqualifizierten auch noch weiterhin große Desiderata auf. An das Projekt anknüpfend wird in dem Folgeprojekt "Gestaltungs- und Veränderungspotentiale in Wissenschaft und Wirtschaft durch hochqualifizierte Migrantinnen und Migranten technologischer Professionen" die Perspektive auf weitere Diversity-Aspekte ausgeweitet. Bislang ist das Sample auf Frauen begrenzt. Somit konnte nur ein Vergleich zwischen autochthonen Ingenieurinnen und Ingenieurinnen aus dem Ausland (hier Osteuropa) vorgenommen werden und die Erkenntnisperspektive blieb begrenzt.

Daher soll nun das Sample um autochthone und ausländische Ingenieure erweitert werden. Die zentral verfolgte Fragestellung, inwieweit eine im Hinblick auf Technikinteresse und -kompetenz geringere geschlechterdifferenzierte Sozialisation Gestaltungs- und Veränderungspotenziale in deutschen Arbeitsorganisationen durch die Hochqualifizierten ermöglichen, soll damit einer differenzierteren Analyse unterzogen werden. Desweiteren ist eine Ausweitung des Samples auf weitere europäische Regionen (Südeuropa und Skandinavien) vorgesehen, um auf dieser Grundlage untersuchen zu können, welchen Einfluss Hochqualifizierte aus dem Ausland in deutschen Arbeitsorganisationen auf Organisations- und Arbeitskultur haben, wenn diverse Sichtweisen im Hinblick auf Mobilität, Dual Career, Work-Life-Balance, Leistung, Lebens- und Karrieremodellen im Arbeitsalltag verhandelt werden.

Schlagwörter IngenieurIn; Dual Career Couple; Work-Life-Balance; Ingenieurwissenschaften; Hochqualifizierte
Land Deutschland

Beteiligte Personen

Projektleitung Dr. Andrea Wolffram

Ergebnisse/Output

Veröffentlichungen

keine Angaben