Kompetenzzentrum Frauen in Wissenschaft und Forschung

CEWSwiki Forschungsprojekte zu Gender und Wissenschaft

Feminisierung des Lehrberufes
Eine These und ihre Bedeutung für die aktuelle Krise der Schule sowie Herausforderungen für die LehrerInnenbildung

Rahmenbedingungen

Laufzeit von 2012/01 bis 2012/06
Projektstatus abgeschlossen
Art der Förderung gefördert
Förderung/Finanzierung Universität zu Köln
Förderprogramm Finanzfonds zur Umsetzung des gesetzlichen Gleichstellungsauftrags

Projektbeschreibung

Projekttitel (en) Feminisation of the teaching profession - a thesis and its relevance for the current crisis of schools
Inhalt

Die der These der Feminisierung zugrunde liegende Hypothese lautet: Ein hoher Anteil an weiblichen Lehrkräften steht in Zusammenhang mit dem (angeblichem) Bildungsmisserfolg der Jungen.

Dazu gehören drei Argumentationslinien:

*Den Jungen fehle es an männlichen Vorbildern und (Rollen-)Modellen,

*sie würden aufgrund ihrer als jungentypisch wahrgenommenen Verhaltensweisen anders bewertet als Mädchen und über die Notengebung diszipliniert und

*die Lern- bzw. Schulkultur sei hinsichtlich der Lernarrangements und -inhalte eher auf den Lernstil von Mädchen ausgerichtet.

Ziel des vorliegenden Projektes ist es, diese These mitsamt ihren Argumentationslinien sowie ihren immanenten Annahmen zur Naturhaftigkeit von Geschlechtsidentitäten und geschlechtlichem Rollenhandeln zu dekonstruieren. In diesem Rahmen soll Wissen zur Varianz und Entwicklung von Genderpräsentationen und sexueller Orientierung vermittelt werden. Zudem sollen die Studierenden über das historische Lernen ein reflektiertes Geschichtsbewusstsein und über das forschende Lernen Genderkompetenzen erwerben. Insgesamt geht es um die gemeinsame Auseinandersetzung darüber, wie sozial bedeutsame Differenzen hergestellt und geschlechtsspezifische Differenzmarkierungen als Mittel sozialer Typisierungen, Ausgrenzungen und Diskriminierungsressource verwendet werden. Ein wichtiges übergeordnetes inhaltliches Ziel stellt die wissenschaftliche Begleitforschung zu den Bildungsbiografien und Geschlechtskonstruktionen der Studierenden dar.

Sowohl übergeordnetes als auch formales Ziel ist weiterhin die Entwicklung und Implementierung eines Seminarkonzeptes für die (Weiter-)Bildung von Personen, die in pädagogischen Handlungsfeldern tätig sind.

Schlagwörter Biographie; Identität; Mädchen; Pädagogische Ausbildung
Land Deutschland
Bundesland Nordrhein-Westfalen

Beteiligte Institutionen

Zentrale Institution Universität zu Köln
Institutionstyp Universität
Institut Institut für vergleichende Bildungsforschung und Sozialwissenschaften, Historische Bildungsforschung, mit dem Schwerpunkt Gender History
Institutswebsite http://www.hf.uni-koeln.de/30518

Beteiligte Personen

Projektleitung Prof. Dr. Elke Kleinau; Jun.-Prof. Dr. Lisa Rosen
Projektbearbeitung Alexandra Damm

Methoden & Stichprobe

qualitative MethodenQualitatives Interview; Gruppendiskussion; Qualitative Beobachtung
Stichprobe Studierende

Ergebnisse/Output

Veröffentlichungen

keine Angaben