Open Science in den Sozialwissenschaften und der Soziologie

Ulrich Herb, 24.01.2017, GESIS Köln (Konferenzraum Ost), 13:45 Uhr

Abstract
Open Science drängt auf die möglichst umstandslose Nutzbarkeit und Verfügbarkeit weitgehend aller im Forschungsprozess anfallenden Informationen. Dazu zählen in erster Linie Textpublikationen, Forschungsdaten und Forschungssoftware. Will Open Science sich jedoch nicht nur auf die Verfügbarkeit von Objekten kaprizieren, sondern auch Transparenz als Ziel ausloben, so sollten auch die wissenschaftliche Arbeit moderierende Prozesse (wie die Begutachtung bzw. Review von Textpublikationen) und die zur Bewertung von Wissenschaft herangezogenen Parainformationen (Impact-Metriken) von ihr adressiert werden.

Der Vortrag referiert den Status Quo der Open Science in Soziologie und Sozialwissenschaften entlang der erwähnten Ausformungen der Open Science: Open Access zu Forschungsdaten, Open Access zu Forschungssoftware, Open Review und Open Metrics.

Zur Person
Soziologie-Studium an der Universität des Saarlandes (Abschluss Diplom-Soziologe), Promotion (ebenfalls an der Universität des Saarlandes) in Informationswissenschaft. Seit 2001 an der Saarländischen Universitäts- und Landesbibliothek tätig und für die Betreuung von Drittmittelprojekten und elektronischen Publikationsangeboten zuständig, freiberuflich als Wissenschaftsberater und Journalist tätig. Lehrbeauftragter an verschiedenen Hochschulen, etwa an der Hochschule der Medien in Stuttgart oder der HTW Chur (CH).