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Gender und Sozialstruktur

Moderne Gesellschaften sind durch vielfältige Prozesse des strukturellen Wandels gekennzeichnet. Bei der Erforschung dieses Wandels setzt GESIS einen Fokus auf veränderte Familienformen und Partnerschaftsstrukturen sowie Bildung- und Arbeitsmarktbeteiligung. Der Wandel in diesen und anderen Bereichen der Sozialstruktur ist interdependent, hängt aber auch mit weiteren gesellschaftlichen Strukturen und Wertvorstellungen zusammen und ist verbunden mit Veränderungen von Lebensverläufen, Lebenszufriedenheit, Zeitverwendung und anderen Aspekten des sozialen Lebens. Bei der Untersuchung dieser Themenfelder wird die demographisch ausgerichtete Haushalts-, Arbeitsmarkt- und Familienforschung mit der Beschreibung und Erklärung der sozialen Ungleichheit verknüpft. Die Themenfelder lassen sich gut mit Mikrodaten der amtlichen Statistik im Quer- und Längsschnitt untersuchen, sowohl auf nationaler Ebene als auch in einer international vergleichenden Perspektive.

Eine zentrale Dimension der Sozialstruktur und sozialen Ungleichheit, die mit nahezu allen anderen Merkmalen der Sozialstruktur zusammenhängt, ist das Geschlecht. Als Querschnittskategorie wird Geschlecht in der Erforschung der Gesellschaft zu den oben genannten Themenfeldern berücksichtigt. Bei der Erforschung dieser Dimension liegt ein Schwerpunkt unseres Erkenntnisinteresses auf den Geschlechterverhältnissen bzw. genderspezifischen Selektions-, Inklusions- und Exklusionsprozessen im Bereich von Hochschulen und Karriereverläufen. Konkret werden hier zum einen Veränderungen und Geschlechterungleichheiten des Arbeitsmarkts „Wissenschaft“ (Beschäftigungsbedingungen, Gender Pay Gap), zum anderen geschlechterspezifische Strukturen von Karriereverläufen in Verknüpfung mit anderen Dimensionen sozialer Ungleichheit – wo möglich in Längsschnittperspektive – untersucht.

Erfahren Sie mehr über unsere Beratungsangebote und Serviceleistungen:

  • Müller, Nora, Klaus Pforr, and Jascha Dräger. 2023 (Forthcoming). "Wealth stratification and the insurance function of wealth." Social Inclusion.
  • Beytía, Pablo, and Claudia Wagner. 2022. "Visibility layers: a framework for systematising the gender gap in Wikipedia content." Internet Policy Review 11 (1). doi: https://doi.org/10.14763/2022.1.1621.
  • Steinweg, Nina, and Kristin Poggenburg. 2022. "Dynamiken der rechtlichen Regelungen von Diversity an Hochschulen." Journal Netzwerk Frauen- und Geschlechterforschung NRW 2022 (50): 63-67. https://duepublico2.uni-due.de/receive/duepublico_mods_00076061.
  • Oliveira, Marcos, Fariba Karimi, Maria Zens, Johann Schaible, Mathieu Génois, and Markus Strohmaier. 2022. "Group mixing drives inequality in face-to-face gatherings." Communications Physics 2022 (5): 127. doi: https://doi.org/10.1038/s42005-022-00896-1.
  • Wirth, Heike, and Klaus Pforr. 2022. "The European Union Statistics on Income and Living Conditions after 15 Years." European Sociological Review 38 (4): 832-848. doi: https://doi.org/10.1093/esr/jcac024.