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Dehumanization Online: Measurement and Consequences (Professorinnenprogramm) (DeHum)



Projektbeschreibung

Die Entmenschlichung marginalisierter sozialer Gruppen ist

kein neues Phänomen, erfährt jedoch im Kontext Sozialer Medien und anderer

digitaler Plattformen in den letzten Jahren eine deutliche Verschärfung. Von

Dehumanisierung spricht man, wenn Menschen – beispielsweise aufgrund ihrer

Herkunft oder ihres Lebensstils – eine so weitgehende Abwertung erfahren, dass

ihnen durch andere ihre Menschlichkeit abgesprochen wird. Im Digitalen äußert

sich das vor allem in steigenden Fällen von Hassrede; aber auch Gewalt,

Hassverbrechen und Terrorismus sind Resultate einer zunehmenden

Dehumanisierung. Daher werden auch zunehmend Forderungen nach besseren

Bewältigungsstrategien seitens Politik und Plattformbetreibern laut.


Das Forschungsvorhaben “Digital Dehumanization“ verbindet Informatik und

Sozialwissenschaften, um im ersten Schritt neue Methoden der automatisierten

Texterkennung zu entwickeln, mit denen sich das Ausmaß der Dehumanisierung im

Cyberspace zutreffend messen und beschreiben lässt. Im zweiten Schritt soll

mithilfe dieser Methoden analysiert werden, welche Rolle verschiedene digitale

Kanäle, sowohl im Bereich Sozialer als auch traditioneller Massenmedien, bei

der Verbreitung entmenschlichender Inhalte spielen, wie sich deren

Konsument*innen und Produzent*innen charakterisieren lassen, und welche Gruppen

besonders betroffen sind.



Projektlaufzeit
01.01.2021 – 31.12.2025

Gefördert durch

Leibniz-Gemeinschaft