Dr. Clemens Lechner

Survey Design and Methodology
Skalenentwicklung & -dokumentation

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Risiko- und Schutzfaktoren für geringe Literalität und Numeralität bei deutschen Erwachsenen (GeLiNu)

Bearbeitung: Dr. Alexandra Wicht
Leitung: Dr. Clemens Lechner, Prof. Dr. Beatrice Rammstedt
Wissenschaftlicher Arbeitsbereich: Abteilung Survey Design and Methodology (SDM), Team Scale Development and Documentation (SDD)

Projektbeschreibung

Ziel des GeLiNu-Projekts ist die Identifikation von Risiko- und Schutzfaktoren für die Entstehung und Veränderung geringer Literalität („funktionaler Analphabetismus“) und geringer Numeralität am Übergang ins Erwachsenenalter sowie im weiteren Verlauf des Erwachsenenalters. Hierzu werden längsschnittliche Daten aus zwei Startkohorten (4 und 6) des nationalen Bildungspanels (NEPS) analysiert.

Den Ausgangspunkt bildet eine ausführliche Aufarbeitung des internationalen qualitativen und quantitativen Forschungsstands zu den Verursachungskomplexen geringer Kompetenzen. Anschließend werden Grenzwerte für geringe Kompetenzniveaus („cut-scores“) aus anderen Studien (z. B. PIAAC, PISA, leo) auf das NEPS übertragen, um Personen mit geringen Kompetenzniveaus zuverlässig klassifizieren zu können. Dem folgen deskriptive Analysen zu den Prävalenzen verschiedener Verläufe (Aufstiege, Abstiege, Kontinuität) der Kompetenzstufen im Zeitverlauf. Anschließend werden mithilfe fortgeschrittener multivariater Analyseverfahren Faktoren (z. B. bildungsseitige, berufliche, familiale und gesundheitliche) identifiziert, die mit einem Aufstieg aus – oder einem Abstieg in – geringe Literalität und Numeralität assoziiert sind.  Die so identifizierten Risiko- und Schutzfaktoren eignen sich als mögliche Ziele für politische und pädagogische Steuerungsmaßnahmen.

Projektlaufzeit

01. November 2017 – 31. Oktober 2020

Gefördert durch

Förderkennzeichen: W143700A

Partner

  • Prof. Dr. Anke Grotlüschen, Universität Hamburg (UHH)
  • Prof. Dr. Cordula Artelt, Leibniz-Institut für Bildungsverläufe (LIfBi), Bamberg