Dr. Alexia Katsanidou

Datenarchiv für Sozialwissenschaften
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Veränderung durch Krisen? Solidarität und Entsolidarisierung in Deutschland und Europa (SOLIKRIS)

Bearbeitung: Dr. Christina Eder, Dr. Boris Heizmann, Dr. Spyridoula (Roula) Nezi, Dr. Bernd Weiss, Steffen Pötschke, Nora Huth
Leitung: Dr. Alexia Katsanidou
Wissenschaftlicher Arbeitsbereich: Datenarchiv für Sozialwissenschaften (DAS)

Projektbeschreibung

Deutschland und andere europäische Länder waren in den letzten zehn Jahren verschiedenen Krisen oder zumindest als Krise bezeichneten Phänomenen ausgesetzt. Das Forschungsprojekt „Veränderung durch Krisen? Solidarität und Entsolidarisierung in Deutschland und Europa“, kurz Solikris, blickt auf diese Situation mit zwei zentralen Annahmen: erstens, auch wenn die unterschiedlichen Krisen nicht zwangsläufig kausal miteinander verbunden sind, so überlagern sie sich dennoch in ihrer Wirkung auf Gesellschaften, Politik und das Verhältnis von Nationalstaaten. Zweitens, verbindet all diese Krisen die Tatsache, dass sie auf unterschiedliche Weise die Solidarität und den Zusammenhalt von Individuen, sozialen Gruppen, aber auch Staatengemeinschaften herausfordern. Herausforderungen dieser Art können Solidarität mindern, also eine Entsolidarisierung vorantreiben. Letztlich sind es aber eben auch jene Herausforderungen, die potentiell Solidarität aktivieren oder sogar verstärken. Vor diesem Hintergrund lautet die zentrale Forschungsfrage von Solikris: Welche positiven und negativen Effekte haben die verschiedenen gemeinsam wirkenden Krisen auf die Solidarität innerhalb und zwischen den Ländern Europas?

Zur Beantwortung dieser Fragestellung schlägt das Projekt zwei zentrale inhaltliche Stoßrichtungen vor, die aufgrund ihrer für demokratische Gesellschaften elementaren Bedeutung nicht nur exemplarische Hinweise auf die Entwicklung der Solidarität im Kontext der Krisen geben können, sondern schon für sich wissenschaftlich, politisch und öffentlich relevante Aussagen ermöglichen. Die inhaltliche Ausrichtung fokussiert zum einen auf politische bzw. demokratische Solidarität, unter besonderer Berücksichtigung politischer Legitimität und institutionellen Vertrauens. Zum anderen untersuchen wir (Veränderungen der) Solidarität zwischen bestimmten gesellschaftlichen Gruppen, konkret der (i) Aufnahme- und Einwanderergesellschaft und (ii) zwischen der älteren und der jüngeren Generation.

Projektlaufzeit

01.12.2017-30.11.2020

Gefördert durch

Partner

  • Universität Heidelberg
  • Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB)