Dipl.-Volksw. Reiner Mauer

Datenarchiv für Sozialwissenschaften
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Verbund Forschungsdaten Bildung (VFDB)

Aufbau und Gestaltung einer Forschungsdateninfrastruktur für die Bildungsforschung – Teilprojekt GESIS

Bearbeitung: Marcus Eisentraut, Karoline Harzenetter
Leitung: Reiner Mauer
Wissenschaftlicher Arbeitsbereich: Datenarchiv für Sozialwissenschaften (DAS)

Projektbeschreibung

In dem vom BMBF geförderten Projekt Verbund Forschungsdaten Bildung (VFDB) arbeiten DIPF, GESIS und IQB gemeinsam an der Gestaltung und Erweiterung einer zukunftsfähigen Forschungsdateninfrastruktur für die empirische Bildungsforschung. Der Verbund erbringt dabei Services der Archivierung und Bereitstellung von Forschungsdaten (1), baut ein zentrales Nachweissystem auf (2) und unterstützt Forschende durch Beratungs- und Schulungsangebote zum Forschungsdatenmanagement (3).

(1) Die drei Institute GESIS, DIPF und IQB archivieren Forschungsdaten und stellen diese zur Nachnutzung bereit. Um der Vielfalt der empirischen Bildungsforschung nachhaltig gerecht werden zu können, werden die Services weiterer relevanter Forschungsdatenzentren(FDZ) und Forschungsinstitutionen mit dem bestehenden Angebot verknüpft. Dabei sind verschiedene Kooperationsformen geplant, die die verschiedenen Ausgangslagen und Möglichkeiten der jeweiligen FDZ berücksichtigen.

(2) Zentral für den Erhalt und die Nachnutzung von Forschungsdaten ist deren Sichtbarkeit und Auffindbarkeit. Hierzu baut der VFDB die Dokumentation von Studien und Daten im Web-Portal www.forschungsdaten-bildung.de aus. Dezentral an den einzelnen FDZ gesicherte und bereitgestellte Daten werden so unabhängig von ihrem Aufbewahrungsort zentral nachgewiesen. Darüber hinaus schafft der VFDB durch die Verknüpfung von Daten mit den darauf basierenden Publikationen einen zusätzlichen Mehrwert. Eine wichtige Voraussetzung für einen zentralen Datennachweis ist die Harmonisierung der zur Beschreibung eingesetzten Metadaten und die Entwicklung von Standards und Best Practices für die Beschreibung und Erschließung von Forschungsdaten. Dieses wird in Kooperation mit weiteren FDZ mit Bezug zur empirischen Bildungsforschung erarbeitet.

(3) Forscher/innen werden durch vielfältige Schulungs-, Informations- und Beratungsangebote bei der Produktion qualitativ hochwertiger und nachnutzbarer Forschungsdaten unterstützt. Das in der ersten Förderphase entwickelte zweitägige Workshop-Angebot „Forschungsdatenmanagement für die empirische Bildungsforschung“ wird hierzu bedarfsorientiert weiterentwickelt und im jährlichen Turnus angeboten. Um die Reichweite der Qualifizierungsangebote weiter zu erhöhen, wird das bisherige Schulungsprogramm zusätzlich durch Webinare, ein begleitendes Diskussionsforum im Web und die Ausbildung von Multiplikatoren („Train-The-Trainer“) ergänzt. Zudem wird das Thema Forschungsdatenmanagement zukünftig stärker in grundständiger Weise innerhalb der Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses verankert werden. Zu diesem Zweck wird mit Fachgesellschaften und Trägern renommierter Graduiertenkollegs und Summer Schools die Einbindung dieses Querschnittsthemas in deren Programmplanung umgesetzt.

Das Projekt befindet sich seit Oktober 2016 in der zweiten Förderphase und folgt dem Projekt „Sicherung und Nachnutzung der Forschungsdaten des Rahmenprogramms zur Förderung der empirischen Bildungsforschung“ (Laufzeit: Oktober 2013- 2016)

Projektlaufzeit

01.10.2016 - 30.09.2019

Gefördert durch

Partner

  • Deutsches Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF), Frankfurt am Main
  • Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB), Humboldt-Universität zu Berlin