EDGE – Neues Projekt mit Horizon Europe-Förderung - GESIS erstmals in der Koordinationsrolle


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Das neue Projekt EDGE – Enhancing Democratic Support under Conditions of Geographic and Intersectional Inequalities in Europe (Stärkung der demokratischen Unterstützung unter Bedingungen geografischer und intersektionaler Ungleichheiten in Europa) wurde von der Europäischen Kommission für eine Förderung im Rahmen von Horizon Europe zugelassen.

Mit Alexia Katsanidou von GESIS und Sofia Vassilopoulou vom Kings College London in der Koordinationsrolle untersucht das EDGE-Projekt, wie ökonomische Ungleichheiten die demokratische Unterstützung in Europa beeinflussen. Dabei wird ein besonderer Fokus auf intersektionale Dimensionen politischer Ressentiments gelegt.

Das Projekt hat zwei zentrale Ziele:

  1. das Wissen über die Mechanismen zu erweitern, durch die Ungleichheiten die Unterstützung für die Demokratie untergraben oder unter bestimmten Bedingungen sogar verstärken können; und
  2. politische Maßnahmen, die die Demokratie in verschiedenen sozialen und territorialen Kontexten stärken können, kausal zu bewerten.

Im Mittelpunkt von EDGE steht ein innovativer interdisziplinärer Rahmen, der Ressentiments als Schlüsselverbindung zwischen objektiven und subjektiven Ungleichheiten konzeptualisiert. Das Projekt untersucht, wie Ressentiments gegenüber politischen Eliten die Unterstützung für starke Exekutiven auf Kosten der Gewaltenteilung fördern können, während Ressentiments gegenüber Außengruppen das Bekenntnis zu Gleichheit und Pluralismus untergraben können. Durch die Integration geografischer und intersektionaler Perspektiven verfolgt EDGE die Wege, auf denen gelebte Erfahrungen, Identitäten, territoriale Kontexte sowie Medien- und digitale Netzwerke zusammenwirken und demokratische Einstellungen prägen.

Methodisch kombiniert das Projekt objektive Indikatoren und subjektive Wahrnehmungen und verknüpft vorhandene Daten (z. B. Satellitendaten) mit neuen Umfragen, Experimenten, Medienanalysen und Bürgerversammlungen. Ebenso zentral ist sein politisches Ziel: die Entwicklung, Erprobung und Verbreitung umsetzbarer Maßnahmen, die auf strukturelle und identitätsbasierte Ungleichheiten zugeschnitten sind und politische Entscheidungsträger und Akteure der Zivilgesellschaft in ganz Europa unterstützen.

EDGE vereint ein herausragendes Konsortium von Partnern:

  • GESIS - Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften
  • King's College London
  • Aristotle University of Thessaloniki (AUTH)
  • Department of Political Science, Paris Lodron University Salzburg
  • University of Łódź
  • Universiteit van Amsterdam
  • Copenhagen Business School
  • Aalborg Universitet
  • Stimmuli For Social Change
  • European Movement International