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methods, data, analyses, Vol 13, No 1 (2019) erschienen!

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Social Desirability Bias in Surveys – Collecting and Analyzing Sensitive Data

Gasteditoren: Ben Jann1, Ivar Krumpal2, Felix Wolter3

1 Universität Bern, 2 Universität Leipzig, 3 Johannes Gutenberg Universität Mainz

Das Studium sozialer Phänomene und sozialer Probleme beinhaltet oft das Messen und Analysieren von Verhaltensweisen oder Einstellungen, die auf verschiedene Weise sensitiv sind. Themen wie Delinquenz, Drogenmissbrauch, sexuelle Probleme, Fremdenfeindlichkeit oder Homophobie könnten die Befragten dazu veranlassen, Informationen zu sehr privaten Themen zu berichten oder anzugeben, dass sie gegen soziale oder rechtliche Normen verstoßen haben. Die Befragungsteilnehmer befürchten aber häufig negative Folgen eines Verstoßes gegen die Normen der sozialen Erwünschtheit (SD) oder die Weitergabe ihrer privaten Informationen an Dritte. Wie die empirische Sozialforschung gezeigt hat, führt das dazu, dass die Befragten sich bei der Beantwortung sensibler Fragestellungen selbstschützend verhalten, indem sie nicht wahrheitsgemäße Antworten geben oder überhaupt nicht antworten. Dies aber führt zu verzerrten Schätzern und schlechter Datenqualität. Gleichzeitig ist die Forschung zu sensiblen Themen und Normverstößen von besonderem Interesse für die Sozialwissenschaften und die öffentliche Diskussion. Dieses Special Issue von methoden, daten, analysen mit sieben Beiträgen hat das Ziel, einen Beitrag zu den gegenwärtigen Debatten auf diesem Gebiet zu leisten. Es liefert verschiedene wichtige Beiträge zu theoretischen und praktischen Herausforderungen bei der Erforschung sensibler Fragen.

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