Neue Publikation: The educational wealth divide in Europe: Post-secondary enrollment gaps across parental wealth components and countries


Kategorien: GESIS-News

Pietrolucci, Andrea, Jascha Dräger, Nora Müller, and Marco Albertini. 2025. "The educational wealth divide in Europe: Post-secondary enrollment gaps across parental wealth components and countries." Research in Social Stratification and Mobility 101086: . doi: https://doi.org/10.1016/j.rssm.2025.101086

Die Bildungs-Kluft nach Vermögen: Wie elterliche Ressourcen den Zugang zu Hochschulbildung in Europa prägen

Warum haben manche junge Menschen bessere Chancen auf ein Studium oder eine andere Form postsekundärer Ausbildung als andere? Eine neue Studie zeigt: Das Vermögen der Eltern bzw. Sorgeberechtigten spielt dabei eine entscheidende Rolle. Grundlage sind harmonisierte Daten aus 15 europäischen Ländern.
Das Ergebnis: In fast allen untersuchten Ländern sind junge Menschen aus vermögenderen Haushalten deutlich häufiger in der Hochschulbildung vertreten als Gleichaltrige aus weniger wohlhabenden Familien. Besonders groß sind die Unterschiede in Süd- und Osteuropa, während sie in Kontinentaleuropa kleiner ausfallen.

Doch Vermögen ist nicht gleich Vermögen: Die Studie unterscheidet zwischen Netto-, Sach- und Finanzvermögen sowie Schulden. Vor allem das Sachvermögen, insbesondere Wohneigentum, erweist sich als treibende Kraft für den Bildungserfolg. Finanzvermögen spielt eine geringere Rolle, während sich die Wirkung von Schulden je nach Land unterscheidet.

Die Ergebnisse machen deutlich: Wer soziale Ungleichheit in der Bildung verstehen will, darf nicht nur auf Einkommen oder Bildungsniveau im Elternhaus schauen. Auch das Vermögen – und seine unterschiedlichen Bestandteile – prägt die Chancen der nächsten Generation.