Kurzskalen psychologischer Merkmale

Skalenkonzept

Theoretischer Hintergrund

In den 1960er und 1970er Jahren stand die Erfassung objektiver Sozialindikatoren zur Beschreibung der Lebensqualität im Mittelpunkt sozialwissenschaftlicher Surveyforschung. Anfang der 1980er Jahre jedoch rückte die subjektive Beurteilung der Lebensqualität durch die Befragten selbst in den Fokus der Sozialindikatorenforschung (Wagner, 2007; siehe auch Diener, Inglehart & Tay, 2013). Das Konzept der allgemeinen Lebenszufriedenheit wurde als ein interessanter, interdisziplinär relevanter Indikator für die Lebensqualität entdeckt. Messinstrumente zur Erfassung der allgemeinen Lebenszufriedenheit sowie domainspezifischer Aspekte der Lebenszufriedenheit (mit Bezügen auf den Arbeitskontext, die Partnerschaft, die Gesundheit u.a.) wurden seit Ende der 1970er Jahren in deutschen Wohlfahrtssurveys eingesetzt (Glatzer & Zapf, 1984). Heute wird die allgemeine Lebenszufriedenheit regelmäßig in mehreren bevölkerungsrepräsentativen, sozialwissenschaftlichen Umfragen erhoben (z.B. SOEP, ALLBUS, GESIS Panel, Pairfam, ISSP, HILDA).   

Die Lebenszufriedenheit wird als Teil des Konzepts des subjektiven Wohlbefindens verstanden. Diener (1984, 2001) zufolge besteht das subjektive Wohlbefinden aus drei Komponenten: positiver Affekt, negativer Affekt und Lebenszufriedenheit. Die ersten beiden Komponenten beziehen sich auf die emotionalen Komponenten des subjektiven Wohlbefindens. Die dritte Komponente, die Lebenszufriedenheit, wird als ein kognitiver Bewertungsprozess des eigenen Wohlbefindens bezeichnet (Diener, et al., 1985; Pinquart & Sörensen, 2000). Sie lässt sich damit von affektiven Maßen der Lebensqualität (Freude, positiver  und negativer Affekt, positive Stimmung, gute Laune) abgrenzen (Dette, 2005, S. 37). In einer Metaanalyse konnten DeNeve und Cooper (1998) zudem zeigen, dass die Lebenszufriedenheit die Traitkomponente des subjektiven Wohlbefindens und positiver/negativer Affekt die Statekomponente repräsentiert. Die Lebenszufriedenheit bezieht sich auf eine globale Einschätzung der Lebensqualität entsprechend selbstgewählten Kriterien (Shin & Johnson, 1978). Heller, Judge und Watson (2002) beschreiben sie als eine summarische Bewertung aller Anteile des eigenen Lebens.

Seit den 1970er Jahren wurde eine Vielzahl von Messinstrumenten zur Erfassung der allgemeinen Lebenszufriedenheit entwickelt. In sozialwissenschaftlichen Surveys werden in der Regel Skalen mit einem Item verwendet. Die Befragten werden dabei z.B. gebeten, ihr Leben insgesamt auf einer Skala von „sehr zufrieden“ bis „sehr unzufrieden“ einzustufen. Die Operationalisierung (Itemwortlaut, Bezeichnung der Antwortkategorien sowie deren Anzahl) unterscheidet sich jedoch zwischen den Surveys. Diener (1984) kritisierte die Messung der allgemeinen Lebenszufriedenheit über Ein-Item-Skalen. Die Varianz dieser Skalen werde durch die Formulierung des Items stark beeinflusst. Andere Forscher fanden, dass  durch die Messung der Lebenszufriedenheit mit nur einem Item die Effektstärke der Korrelationen mit soziodemographischen Variablen (z.B. Alter, Geschlecht) reduziert sein kann (Pinquart & Sörensen, 2000). Außerdem sei die Berechnung von Koeffizienten der internen Konsistenz im Sinne der Reliabilitätsschätzung nicht möglich. Vor diesem Hintergrund werden auch Multi-Item-Skalen für die Messung der allgemeinen Lebenszufriedenheit verwendet (z.B. Andrews, & Robinson, 1991). Diener, Emmons, Larsen und Griffin (1985 konstruierten eine fünf Items umfassende Skala zur Beurteilung der globalen Lebenszufriedenheit (Satisfaction With Life Scale, SWLS).

Insgesamt erweist sich die Lebenszufriedenheit als ein relativ stabiles Konstrukt (Lucas & Donnellan, 2012). Bei der Messung der allgemeinen Lebenszufriedenheit über Single-Item-Skalen weist das Konstrukt eine niedrigere Stabilität auf als bei Multi-Item-Skalen. Allerdings ist die Höhe der Stabilität für Gruppenvergleiche insgesamt akzeptabel (Michalos & Kahlke, 2010).

Empirische Studien belegen, dass die allgemeine Lebenszufriedenheit systematisch und theoretisch begründet mit (weiteren) psychologischen und sozialwissenschaftlichen Variablen kovariiert. So steht die Lebenszufriedenheit in positivem Zusammenhang mit den Big-Five-Dimensionen Extraversion und Offenheit, wohingegen die Big Five-Dimension Neurotizismus in negativem Zusammenhang mit der Lebenszufriedenheit steht (DeNeve & Cooper, 1998). Gleichzeitig geht sie mit Optimismus und selbstbezogenen Kognitionen wie dem Selbstwert und der Selbstwirksamkeitserwartung einher (Judge, Bono, Erez & Locke, 2005). Sie lässt sich jedoch auch theoretisch und empirisch von diesen Konstrukten abgrenzen. Studienergebnisse mit Gesundheitsindikatoren zeigen, dass die Lebenszufriedenheit beim Vorkommen von psychischen und physischen Beeinträchtigungen geringer ist (Glaesmer, Grande, Braehler & Roth, 2011; Heidl, Landenberger & Jahn, 2012; Watten, Vassend, Myhrer & Jon-Lars, 1997). In Bezug auf soziale Einflüsse auf die Lebenszufriedenheit konnte gezeigt werden, dass die wahrgenommene Unterstützung durch Familie, Freunde und Nachbarn positiv mit der selbstberichteten Lebensqualität assoziiert ist. Je häufiger die sozialen Kontakte, desto höher auch die Lebenszufriedenheit (Glaesmer et al., 2011). Pinquart und Sörensen (2000) weisen darauf hin, dass die Qualität der sozialen Kontakte dabei einen stärkeren Einfluss auf die Lebenszufriedenheit hat als die Quantität der Kontakte. Diese Befunde werden unterstützt durch die Beobachtung, dass Verheiratete eine höhere Lebenszufriedenheit angeben als Verwitwete, Geschiedene oder Singles (Lucas, Clark, Georgellis & Diener, 2003). Soziale und arbeitsbezogene Lebensereignisse haben darüber hinaus einen systematischen Effekt auf die Lebenszufriedenheit, der sich jedoch für Männer und Frauen unterscheidet (Clark, Diener, Georgellis & Lucas, 2003). Neben den sozialen Ressourcen stehen auch materielle Ressourcen mit der wahrgenommenen Lebenszufriedenheit in Verbindung. Diener, Sandvik, Seidlitz und Diener (1993) fanden, dass ein Anstieg des absoluten Einkommens mit der selbstberichteten Lebenszufriedenheit einhergeht (vgl. auch Pinquart & Sörensen, 2000). Der Zusammenhang könnte jedoch auch nichtlinearer Natur sein, in dem die Rate des Anstiegs der Lebenszufriedenheit mit zunehmender Einkommenshöhe abnimmt (Bulmahn, 2002).

In mehreren Studien wurden zudem Beziehungen zwischen soziodemographischen Merkmalen und der Lebenszufriedenheit untersucht. Häufig wird ein positiver Zusammenhang zwischen Bildungsstand und Lebenszufriedenheit berichtet (z.B. Pinquart & Sörensen, 2000; Witter, Okun, Stock & Haring, 1984). Diener und Suh (1998) fanden heraus, dass die Lebenszufriedenheit über die Lebenszeit bzw. die Altersgruppen hinweg weitgehend stabil bleibt. Heidl et al. (2012) zeigen positive Zusammenhänge zum Alter auf, allerdings ist dabei der subjektive Gesundheitszustand zu berücksichtigen. Glaesmer et al. (2011) berichten statistisch signifikante Geschlechtsunterschiede insofern, dass Männer höhere Lebenszufriedenheiten berichteten. Allerdings waren die Effektstärken gering. Die Ergebnisse sprechen vielmehr dafür, dass sich Männer und Frauen in Bezug auf die Höhe der berichteten Lebenszufriedenheit in der Population nicht systematisch unterscheiden. Angelini, Cavapozzi, Corazzini & Paccagnella (2013) geben hierbei zu bedenken, dass Gruppenunterschiede in einzelnen Stichproben durch methodische Artefakte wie den unterschiedlichen Umgang mit der Antwortskala bedingt sein können.

Aufbau

Die Kurzskala L-1 zur Erfassung der allgemeinen Lebenszufriedenheit besteht aus der im SOEP etablierten Itemformulierung (Richter, Metzing, Weinhardt & Schupp, 2013). Die Skala beinhaltet nur ein Item mit dem folgenden Wortlaut: „Wie zufrieden sind Sie gegenwärtig, alles in allem, mit Ihrem Leben?“. Die 11 Antwortkategorien der L-1 reichen von „überhaupt nicht zufrieden“ (0) bis „völlig zufrieden“ (10). Die Bezeichnung der Antwortkategorien wurde modifiziert und weicht damit von derjenigen des SOEP ab. Die deutsche und die englische Version der Skala sind im Downloadbereich zu finden. 

Auswertung

Der Messwert (Skalenwert) für die individuelle Ausprägung der Befragungsperson in der Allgemeinen Lebenszufriedenheit ergibt sich aus dem Itemrohwert. Da die L-1 aus nur einem Item besteht, stellt die Antwort der Befragungsperson auf das Item gleichzeitig den Skalenwert dar. Der Wertebereich des Skalenwerts liegt zwischen 0 und 10 (für Referenzwerte siehe Abschnitt Referenzwerte und Appendix A).

Deskriptive Statistiken

In Tabelle 1 sind die deskriptiven Statistiken für das Einzelitem der L-1 dargestellt. Sie basieren auf den Daten einer Quotenstichprobe mit 2 Wellen (Stichprobe 1), einer heterogenen Onlinegelegenheitsstichprobe (Stichprobe 2) sowie einer umfangreichen, bevölkerungsrepräsentativen Zufallsstichprobe (Stichprobe 3;  siehe Abschnitt Entwicklung und Validierung). In den Studien wurden verschiedene Versionen der L-1 eingesetzt, die in Bezug auf die Anzahl der Antwortkategorien variierten. Die finale Version der L-1 beinhaltet eine 11-stufige Antwortskala.

Tabelle 1: Items und deskriptive Statistiken der L-1 aus Stichprobe 1, 2 und 3
ErhebungsmodusAntwortskala¹N

M

SD

Sch

Kurt

Stichprobe 1 Welle 1

CAPI7-stufig4075.051.23-.98.95

 

Papier7-stufig1315.001.18-.62.24

Stichprobe 1 Welle 2

CAPI7-stufig2255.001.31-.98.89
Papier7-stufig1104.991.15-.88.80
Stichprobe 2 CAWI7-stufig6633.811.20-.85-.30
CAWI11-stufig6286.342.30-.85-.33
Stichprobe 3CAPI11-stufig11347.182.07-.90.74

Anmerkungen: Sch = Schiefe, Kurt = Kurtosis. ¹11 Antwortkategorien: 0=“überhaupt nicht zufrieden“ bis 10=“völlig zufrieden“; 7 Antwortkategorien: 1=“überhaupt nicht zufrieden“ bis 7=“völlig zufrieden“. CAPI = Computer Assisted Personal Interview, CAWI = Computer Assisted Web Interview, Papier = Papierversion (Selbstausfüller).

Skalenkonzept (Kopie 1)

Theoretischer Hintergrund

Das Konstrukt der Selbstwirksamkeit (engl.: Self-Efficacy) bezieht sich auf die Einschätzung eigener Kompetenzen, Handlungen erfolgreich ausführen zu können. Vor diesem Hintergrund dient die vorliegende Kurzskala (ASKU) der Erfassung der „persönliche[n] Einschätzung der eigenen Kompetenzen, allgemein im täglichen Leben mit Schwierigkeiten und Barrieren zu Recht zu kommen und kritische Anforderungssituationen aus eigener Kraft erfolgreich bewältigen zu können“ (Hinz, Schumacher, Albani, Schmid & Brähler, 2006, S. 26). Das zu erfassende Konstrukt der Self-Efficacy geht auf Bandura (1977) zurück und wird als eindimensional konzipiert. Selbstwirksamkeitserwartungen beeinflussen zahlreiche Aspekte menschlicher Tätigkeit, wie z. B. Ziele, Ausdauer, Strategienutzung und Umgang mit Misserfolg (Bandura, 1997; Pajares, 1997; Schunk, 1991). Die allgemeine Selbstwirksamkeitserwartung spiegelt dabei eine über Situationen und Handlungsfelder generalisierte Kompe-tenzerwartung wider (Bandura, 2006). Die allgemeine Selbstwirksamkeitserwartung wurde bisher vorwiegend in pädagogisch-psychologischen, gesundheits- und sozialpsychologischen Studien erhoben. Die allgemeine Selbstwirksamkeit bezieht sich dabei nicht auf ein spezifisches Handlungs- oder Funktionsfeld (vgl. Bandura, 2006, S. 307). Stattdessen spiegelt die allgemeine Selbstwirksamkeitserwartung wider, dass Menschen ihre Erfahrungen zu Erfolgen und Misserfolgen über Situationen hinweg generalisieren (Jerusalem & Schwarzer, 1999). Mehrere Studien zeigen, dass Kompetenzerwartungen in unterschiedlichen Lebensbereichen positive Auswirkungen haben (z.B. Bandura, 1997; Luszczynska, Gutiérrez-Dona & Schwarzer, 2005). Die allgemeine Selbstwirksamkeitserwartung weist Beziehungen zu verwandten Konstrukten wie Selbstwert, Kontrollüberzeugungen und Ergebniserwartungen auf (Judge, Erez, Bono & Thoresen, 2002). Die allgemeine Selbstwirksamkeitserwartung kann dabei als persönliche Bewältigungsressource aufgefasst werden (Schwarzer, 1994): Sie weist positive Zusammenhänge mit Optimismus und Arbeitszufriedenheit auf; negative Zusammenhänge zeigten sich unter anderem mit Ängstlichkeit und Arbeitsstress (Lus-zczynska et al., 2005).

Aufbau

Die ASKU ist mit drei Items als eindimensionale Skala konzipiert (siehe Abschnitt 2.4 und Appendix B). Das Format für die Beantwortung der Items ist fünfstufig. Die Antwortkategorien sind die folgenden: „trifft gar nicht zu“ (1), „trifft wenig zu“ (2), „trifft etwas zu“ (3), „trifft ziemlich zu“ (4), „trifft voll und ganz zu“ (5).

Auswertung

Um einen Messwert (Skalenwert) für die individuelle Ausprägung der Befragungsperson zu erhalten, werden die Antworten auf den einzelnen Items gemittelt. Der mittlere Skalenwert variiert zwischen 1 und 5 (für Referenzwerte siehe Abschnitt 5.4 und Appendix A).

Items

Die ASKU ermöglicht die Messung des Konstrukts Allgemeine Selbstwirksamkeit mit nur drei Items. In Tabelle 1 sind die Formulierungen der drei Items sowie ihre deskriptiven Statistiken dargestellt. Letztere basieren auf Daten einer umfangreichen, bevölkerungsrepräsentativen Zufallsstichprobe (Stichprobe 3, siehe Tabelle 2).

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Das Persönlichkeitsmerkmal Optimismus-Pessimismus wird seit mehr als drei Dekaden in der psychologischen Forschung untersucht. Am weitesten verbreitet ist die Konstruktdefinition­ von Scheier und Carver (1985), die Optimismus und Pessimismus als Erwartungen hinsichtlich zukünftiger Ereignisse ansehen. Während Optimisten davon ausgehen, dass ihnen meist „Gutes“ widerfährt, neigen Pessimisten dazu „Schlechtes“ zu erwarten. Solche Erwartungen beziehen sich laut Scheier und Carver nicht auf einzelne Bereiche des Lebens, sondern betreffen alle Bereiche. Optimismus und Pessimismus können daher als generalisierte Versionen von Vertrauen und Zweifel angesehen werden (Carver, Scheier, & Segerstrom, 2010). Aufgrund ihrer Ausprägung in diesem Persönlichkeitsmerkmal unterscheiden sich Optimisten und Pessimisten grundlegend in ihrer Herangehensweise an das Leben. Empirische Befunde bestätigen, dass die interindividuellen Unterschiede in diesem Persönlichkeitsmerkmal profunde Auswirkungen auf das Leben von Menschen haben können, zum Beispiel auf ihre Lebenszufriedenheit, ihr Selbstkonzept, ihre Gesundheit, auf die Art und Weise alltägliche Probleme und Herausforderungen zu bewältigen, ihren sozioökonomischen Erfolg und auf ihre Beziehungen zu anderen (für eine Übersicht siehe Carver et al., 2010; Nes & Segerstrom, 2006; Rasmussen et al., 2009; Scheier & Carver, 1992).

Aufbau

Die SOP2 zur Erfassung des Konstrukts Optimismus-Pessimismus besteht aus zwei Items (siehe Tabelle 1). Für die Antworten der Befragungsperson steht eine siebenstufige Ratingskala zur Verfügung. Die Antwortkategorien der SOP2 gehen von „gar nicht optimistisch“ (1) bis „sehr optimistisch“ (7) bzw. von „gar nicht pessimistisch“ (1) bis „sehr pessimistisch“ (7).

Auswertung

Um einen Messwert (Skalenwert) für die individuelle Ausprägung der Befragungsperson in dem Merkmal Optimismus-Pessimismus zu erhalten, werden deren Antworten auf den beiden Items aggregiert. Der Messwert SOP2 wird gebildet, indem die Antwort auf das Pessimismusitem rekodiert wird (für Details siehe Appendix D) und anschließend ein Mittelwert aus dem rekodierten Pessimismusitem und dem Optimismusitem gebildet wird. Der Wertebereich für SOP2 liegt dann zwischen 1 und 7 (für Referenzwerte siehe Appendix A).

Items

Die SOP2 ermöglicht eine Messung des Konstrukts Optimismus-Pessimismus mit nur zwei Items, eines, das Optimismus und eines, das Pessimismus erfasst. Um sicher zu stellen, dass die Konstrukte Optimismus und Pessimismus von allen Befragten in gleicher Weise verstanden werden, werden die Items jeweils durch eine kurze Konstruktdefinition eingeleitet. In Tabelle 1 sind die Formulierungen der beiden Items sowie ihre deskriptiven Statistiken dargestellt. Letztere basieren auf Daten einer umfangreichen, bevölkerungsrepräsentativen Zufallsstichprobe (Stichprobe 3).

Um die Nutzung der Skala für englischsprachige Untersuchungen zu ermöglichen, wurde diese ins Englische übersetzt. Die International Test Commission (2010) empfiehlt hierbei ein zweistufiges Verfahren. Zunächst haben zwei hauptberufliche, muttersprachliche Übersetzer die Items unabhängig voneinander übersetzt. Dabei wurden eine Übersetzung in britischem Englisch und die andere in amerikanischem Englisch angefertigt. In der zweiten Phase des Übersetzungsprozesses fand ein Rekonziliationstreffen statt, in dessen Verlauf die Übersetzungsvorschläge in einer Gruppe von Experten für die psychologischen Merkmale, den Übersetzern und einem weiteren Experten für Fragebogenübersetzung diskutiert und überarbeitet wurden. Die englische Version der Skala ist in Appendix C zu finden. Die Güte der Übersetzungen wurde bislang allerdings noch nicht geprüft.