Kurzskalen psychologischer Merkmale

Bewertung

Die PEKS ist ein ökonomisches Instrument zur Erfassung politischer Kompetenz- und Einflusserwartungen im politischen Bereich. Die Validierungsuntersuchungen haben gezeigt, dass die PEKS eine reliable und valide Messung der Internal und der External Political Efficacy erlaubt. Die Retestreliabilität weist insbesondere bei der Internal Political Efficacy auf eine hinreichende Stabilität der Messung hin. Für die External Political Efficacy zeigte sich jedoch lediglich ein moderater Zusammenhang zwischen zwei Messungen in einem sechswöchigen Intervall. Dies deutet darauf hin, dass die External Political Efficacy stärker durch situative Effekte, z.B. aktuelle Ereignisse in der Politik beeinflusst werden kann und spricht nicht gegen die Reliabilität der Skala. Hinweise früherer empirischer Studien untermauern die Annahme, dass die wahrgenommenen Einflussmöglichkeiten auf das politische System stärker mit der Zeit variieren (vgl. Aish & Jöreskog, 1990; Finkel, 1985). Schließlich konnte die Konstruktvalidität anhand diverser Stichproben gesichert werden. Die beiden Skalen der PEKS korrelieren moderat bis hoch mit dem politischen Interesse, der politischen Partizipation und dem Vertrauen in politische Institutionen. Darüber hinaus zeigten sich charakteristische Beziehungen zu psychologischen Konstrukten wie der allgemeinen Selbstwirksamkeit, Extraversion, Offenheit und dem zwischenmenschlichen Vertrauen. Die PEKS ist demzufolge zur reliablen und validen Erfassung von subjektiven politischen Kompetenz- und Einflusserwartungen in der psychologischen und politikwissenschaftlichen Forschung einsetzbar. Aufgrund ihrer hohen Ökonomie ist sie insbesondere für Untersuchungen geeignet, die starken zeitlichen oder monetären Restriktionen unterliegen. Dies gilt zum Beispiel für sozialwissenschaftliche Bevölkerungsumfragen und Onlinestudien.