Kurzskalen psychologischer Merkmale

Skalenkonzept

Theoretischer Hintergrund

Die Political Efficacy Kurzskala (PEKS) dient der Messung individueller politischer Kompetenz- und Einflussüberzeugungen (Campbell, Gurin & Miller, 1954). Die Überzeugung, „politische Vorgänge verstehen und durch individuelles politisches Engagement beeinflussen zu können“ (Vetter, 1997, S. 53) gilt als einer der wichtigsten Prädiktoren politischer Partizipation (Caprara, Vecchione, Capanna & Mebane, 2009). Unter dem Begriff der Political Efficacy werden folglich zwei Konstrukte bzw. Überzeugungen zusammengefasst (Converse, 1972): Internal Political Efficacy bezieht sich auf die individuelle (Selbst-)Überzeugung, dass der eigenen Person politische Handlungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen (Balch, 1974). Hierzu zählt zum Beispiel die Fähigkeiten, politische Sachverhalte verstehen und sich wirkungsvoll politisch beteiligen zu können (Niemi, Craig & Mattei, 1991, S. 1407; vgl. auch Krampen, 1986). External Political Efficacy wird von Balch (1947, S. 24) definiert als individuelle Überzeugung, dass „Autoritäten bzw. Regime empfänglich gegenüber Beeinflussungsversuchen sind“ [Übersetzung v. Verf.]. Bei der Internal Political Efficacy handelt es sich demnach um „Überzeugungen“ mit Bezug auf die eigene Person, also um ein Persönlichkeitsmerkmal, wohingegen die External Political Efficacy Überzeugungen hinsichtlich des politischen Systems widerspiegelt. Bisherige empirische Befunde unterstützen die Annahme, dass beide Überzeugungen voneinander unabhängig sind (z.B. Craig, Niemi & Silver, 1990; Vetter, 1997). Dies zeigte sich in bisherigen Studien auch hinsichtlich der Korrelationen der beiden Überzeugungen mit Außenkriterien: Internal Political Efficacy geht mit politischer Partizipation, politischem Interesse, politischen Wissen und der Bildung einer Person einher (Niemi et al., 1991; Cohen, Vigoda & Samorly, 2001). External Political Efficacy ist positiv assoziiert mit Vertrauen in politische Institutionen und in das Funktionieren des politischen Systems (Niemi et al., 1991).

Aufbau

Die PEKS enthält jeweils zwei Items für die Internal und External Political Efficacy. Das Antwortformat ist fünfstufig mit den Kategoriebezeichnungen „stimme gar nicht zu“ (1), „stimme wenig zu“ (2), „stimme etwas zu“ (3), „stimme ziemlich zu“ (4), „stimme voll und ganz zu“ (5).

Auswertung

Um einen Messwert (Skalenwert) zu erhalten, werden die Antworten auf den beiden Items für Internal Political Efficacy bzw. External Political Efficacy jeweils gemittelt (für Details siehe Appendix D). Der Wertebereich für die beiden Skalenwerte liegt zwischen 1 und 5 (für Referenzwerte siehe Appendix A).

Items

Die PEKS ermöglicht die Messung der beiden Aspekte des Konstrukts Political Efficacy mit jeweils nur zwei Items. In Tabelle 1 und 2 sind die Formulierungen der insgesamt vier Items der PEKS sowie ihre deskriptiven Statistiken separat dargestellt. Letztere basieren auf Daten einer nach Geschlecht, Alter, Bildung und Bundesland quotierten Stichprobe (Stichprobe 1, siehe Tabelle 3).

Skalenkonzept-

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Aufbau

Die SOP2 zur Erfassung des Konstrukts Optimismus-Pessimismus besteht aus zwei Items (siehe Appendix B). Für die Antworten der Befragungsperson steht eine siebenstufige Ratingskala zur Verfügung. Die Antwortkategorien der SOP2 gehen von „gar nicht optimistisch“ (1) bis „sehr optimistisch“ (7) bzw. von „gar nicht pessimistisch“ (1) bis „sehr pessimistisch“ (7).

Auswertung

Um einen Messwert (Skalenwert) für die individuelle Ausprägung der Befragungsperson in dem Merkmal Optimismus-Pessimismus zu erhalten, werden deren Antworten auf den beiden Items aggregiert. Der Messwert SOP2 wird gebildet, indem die Antwort auf das Pessimismusitem rekodiert wird (für Details siehe Appendix D) und anschließend ein Mittelwert aus dem rekodierten Pessimismusitem und dem Optimismusitem gebildet wird. Der Werte-bereich für SOP2 liegt dann zwischen 1 und 7 (für Referenzwerte siehe Appendix A).

Items

Die SOP2 ermöglicht eine Messung des Konstrukts Optimismus-Pessimismus mit nur zwei Items, eines, das Optimismus und ein weiteres, das Pessimismus erfasst. Um sicher zu stellen, dass Begriffe Optimismus und Pessimismus von allen Befragten in gleicher Weise verstanden werden, werden die Items jeweils durch eine kurze Konstruktdefinition eingeleitet. In Tabelle 1 sind die Formulierungen der beiden Items sowie ihre deskriptiven Statistiken dargestellt. Letztere basieren auf Daten einer umfangreichen, bevölkerungsrepräsentativen Zufallsstichprobe (Stichprobe 3, siehe Tabelle 2).

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Tabelle 1: Items und deskriptive Statistiken der Skala Internal Political Efficacy der PEKS aus Stichprobe 1.
Item

M

SD

Sch

Kurt

(1) Wichtige politische Fragen kann ich gut verstehen und einschätzen.

3.24

1.06

-.27

-.64

(3) Ich traue mir zu, mich an einem Gespräch über politische Fragen aktiv zu beteiligen.

3.23

1.18-.21-.78
Skalenwert PEKS (Internal)3.241.03-.23-.66

Anmerkungen: Sch = Schiefe, Kurt = Kurtosis, N = 539

Tabelle 2: Items und deskriptive Statistiken der Skala External Political Efficacy der PEKS aus Stichprobe 1.
Item

M

SD

Sch

Kurt

(2) Die Politiker kümmern sich darum, was einfache Leute denken.

1.81

.97

1.26

1.25

(4) Die Politiker bemühen sich um einen engen Kontakt zur Bevölkerung

1.66

.821.05.37
Skalenwert PEKS (External)1.74.79.95.26

Anmerkungen: Sch = Schiefe, Kurt = Kurtosis, N = 539

Skalenkonzept (Kopie 1)

Theoretischer Hintergrund

Das Konstrukt der Selbstwirksamkeit (engl.: Self-Efficacy) bezieht sich auf die Einschätzung eigener Kompetenzen, Handlungen erfolgreich ausführen zu können. Vor diesem Hintergrund dient die vorliegende Kurzskala (ASKU) der Erfassung der „persönliche[n] Einschätzung der eigenen Kompetenzen, allgemein im täglichen Leben mit Schwierigkeiten und Barrieren zu Recht zu kommen und kritische Anforderungssituationen aus eigener Kraft erfolgreich bewältigen zu können“ (Hinz, Schumacher, Albani, Schmid & Brähler, 2006, S. 26). Das zu erfassende Konstrukt der Self-Efficacy geht auf Bandura (1977) zurück und wird als eindimensional konzipiert. Selbstwirksamkeitserwartungen beeinflussen zahlreiche Aspekte menschlicher Tätigkeit, wie z. B. Ziele, Ausdauer, Strategienutzung und Umgang mit Misserfolg (Bandura, 1997; Pajares, 1997; Schunk, 1991). Die allgemeine Selbstwirksamkeitserwartung spiegelt dabei eine über Situationen und Handlungsfelder generalisierte Kompe-tenzerwartung wider (Bandura, 2006). Die allgemeine Selbstwirksamkeitserwartung wurde bisher vorwiegend in pädagogisch-psychologischen, gesundheits- und sozialpsychologischen Studien erhoben. Die allgemeine Selbstwirksamkeit bezieht sich dabei nicht auf ein spezifisches Handlungs- oder Funktionsfeld (vgl. Bandura, 2006, S. 307). Stattdessen spiegelt die allgemeine Selbstwirksamkeitserwartung wider, dass Menschen ihre Erfahrungen zu Erfolgen und Misserfolgen über Situationen hinweg generalisieren (Jerusalem & Schwarzer, 1999). Mehrere Studien zeigen, dass Kompetenzerwartungen in unterschiedlichen Lebensbereichen positive Auswirkungen haben (z.B. Bandura, 1997; Luszczynska, Gutiérrez-Dona & Schwarzer, 2005). Die allgemeine Selbstwirksamkeitserwartung weist Beziehungen zu verwandten Konstrukten wie Selbstwert, Kontrollüberzeugungen und Ergebniserwartungen auf (Judge, Erez, Bono & Thoresen, 2002). Die allgemeine Selbstwirksamkeitserwartung kann dabei als persönliche Bewältigungsressource aufgefasst werden (Schwarzer, 1994): Sie weist positive Zusammenhänge mit Optimismus und Arbeitszufriedenheit auf; negative Zusammenhänge zeigten sich unter anderem mit Ängstlichkeit und Arbeitsstress (Lus-zczynska et al., 2005).

Aufbau

Die ASKU ist mit drei Items als eindimensionale Skala konzipiert (siehe Abschnitt 2.4 und Appendix B). Das Format für die Beantwortung der Items ist fünfstufig. Die Antwortkategorien sind die folgenden: „trifft gar nicht zu“ (1), „trifft wenig zu“ (2), „trifft etwas zu“ (3), „trifft ziemlich zu“ (4), „trifft voll und ganz zu“ (5).

Auswertung

Um einen Messwert (Skalenwert) für die individuelle Ausprägung der Befragungsperson zu erhalten, werden die Antworten auf den einzelnen Items gemittelt. Der mittlere Skalenwert variiert zwischen 1 und 5 (für Referenzwerte siehe Abschnitt 5.4 und Appendix A).

Items

Die ASKU ermöglicht die Messung des Konstrukts Allgemeine Selbstwirksamkeit mit nur drei Items. In Tabelle 1 sind die Formulierungen der drei Items sowie ihre deskriptiven Statistiken dargestellt. Letztere basieren auf Daten einer umfangreichen, bevölkerungsrepräsentativen Zufallsstichprobe (Stichprobe 3, siehe Tabelle 2).

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Das Persönlichkeitsmerkmal Optimismus-Pessimismus wird seit mehr als drei Dekaden in der psychologischen Forschung untersucht. Am weitesten verbreitet ist die Konstruktdefinition­ von Scheier und Carver (1985), die Optimismus und Pessimismus als Erwartungen hinsichtlich zukünftiger Ereignisse ansehen. Während Optimisten davon ausgehen, dass ihnen meist „Gutes“ widerfährt, neigen Pessimisten dazu „Schlechtes“ zu erwarten. Solche Erwartungen beziehen sich laut Scheier und Carver nicht auf einzelne Bereiche des Lebens, sondern betreffen alle Bereiche. Optimismus und Pessimismus können daher als generalisierte Versionen von Vertrauen und Zweifel angesehen werden (Carver, Scheier, & Segerstrom, 2010). Aufgrund ihrer Ausprägung in diesem Persönlichkeitsmerkmal unterscheiden sich Optimisten und Pessimisten grundlegend in ihrer Herangehensweise an das Leben. Empirische Befunde bestätigen, dass die interindividuellen Unterschiede in diesem Persönlichkeitsmerkmal profunde Auswirkungen auf das Leben von Menschen haben können, zum Beispiel auf ihre Lebenszufriedenheit, ihr Selbstkonzept, ihre Gesundheit, auf die Art und Weise alltägliche Probleme und Herausforderungen zu bewältigen, ihren sozioökonomischen Erfolg und auf ihre Beziehungen zu anderen (für eine Übersicht siehe Carver et al., 2010; Nes & Segerstrom, 2006; Rasmussen et al., 2009; Scheier & Carver, 1992).

Aufbau

Die SOP2 zur Erfassung des Konstrukts Optimismus-Pessimismus besteht aus zwei Items (siehe Tabelle 1). Für die Antworten der Befragungsperson steht eine siebenstufige Ratingskala zur Verfügung. Die Antwortkategorien der SOP2 gehen von „gar nicht optimistisch“ (1) bis „sehr optimistisch“ (7) bzw. von „gar nicht pessimistisch“ (1) bis „sehr pessimistisch“ (7).

Auswertung

Um einen Messwert (Skalenwert) für die individuelle Ausprägung der Befragungsperson in dem Merkmal Optimismus-Pessimismus zu erhalten, werden deren Antworten auf den beiden Items aggregiert. Der Messwert SOP2 wird gebildet, indem die Antwort auf das Pessimismusitem rekodiert wird (für Details siehe Appendix D) und anschließend ein Mittelwert aus dem rekodierten Pessimismusitem und dem Optimismusitem gebildet wird. Der Wertebereich für SOP2 liegt dann zwischen 1 und 7 (für Referenzwerte siehe Appendix A).

Items

Die SOP2 ermöglicht eine Messung des Konstrukts Optimismus-Pessimismus mit nur zwei Items, eines, das Optimismus und eines, das Pessimismus erfasst. Um sicher zu stellen, dass die Konstrukte Optimismus und Pessimismus von allen Befragten in gleicher Weise verstanden werden, werden die Items jeweils durch eine kurze Konstruktdefinition eingeleitet. In Tabelle 1 sind die Formulierungen der beiden Items sowie ihre deskriptiven Statistiken dargestellt. Letztere basieren auf Daten einer umfangreichen, bevölkerungsrepräsentativen Zufallsstichprobe (Stichprobe 3).

Um die Nutzung der Skala für englischsprachige Untersuchungen zu ermöglichen, wurde diese ins Englische übersetzt. Die International Test Commission (2010) empfiehlt hierbei ein zweistufiges Verfahren. Zunächst haben zwei hauptberufliche, muttersprachliche Übersetzer die Items unabhängig voneinander übersetzt. Dabei wurden eine Übersetzung in britischem Englisch und die andere in amerikanischem Englisch angefertigt. In der zweiten Phase des Übersetzungsprozesses fand ein Rekonziliationstreffen statt, in dessen Verlauf die Übersetzungsvorschläge in einer Gruppe von Experten für die psychologischen Merkmale, den Übersetzern und einem weiteren Experten für Fragebogenübersetzung diskutiert und überarbeitet wurden. Die englische Version der Skala ist in Appendix C zu finden. Die Güte der Übersetzungen wurde bislang allerdings noch nicht geprüft.

 

Um die Nutzung der Skala für englischsprachige Untersuchungen zu ermöglichen, wurde diese ins Englische übersetzt. Die International Test Commission (2010) empfiehlt hierbei ein zweistufiges Verfahren. Zunächst übersetzten zwei hauptberufliche, muttersprachliche Übersetzer die Items unabhängig voneinander. Dabei wurde eine Übersetzung in britischem Englisch und die andere in amerikanischem Englischangefertigt. In der zweiten Phase des Übersetzungsprozesses fand ein Rekonziliationstreffen statt, in dessen Verlauf die Übersetzungsvorschläge in einer Gruppe von Experten für diese psychologischen Merkmale, den Übersetzern und einem weiteren Experten für Fragebogenübersetzung diskutiert und überarbeitet wurden. Die englische Version der Skala ist im Downloadbereich zu finden. Die Güte der Übersetzungen wurde bislang allerdings noch nicht empirisch geprüft.