Metadata for Official Statistics



Definitionen: Mikrozensus

Um die in den Mikrozensus Scientific Use Files erfassten Sachverhalte zu erschließen und für Auswertungen leichter nutzbar zu machen, werden im Folgenden ausgewählte Begriffe der amtlichen Statistik und die dazu gehörigen Variablen dargestellt. Die Definitionen sind den Veröffentlichungen des Statistischen Bundesamtes entnommen.

Stichprobe

Berichtszeitraum

"Kennzeichnend für die Erhebungsform des Mikrozensus bis 2004 war das Konzept der festen Berichtswoche, d.h. die meisten Fragen bezogen sich auf die Gegebenheiten in einer einzelnen Berichtswoche im Jahr. In der Regel handelte es sich um die letzte feiertagsfreie Woche im April. Die Mikrozensusergebnisse bis 2004 lieferten somit eine Momentaufnahme der Verhältnisse im Frühjahr und waren – je nach Merkmal mehr oder weniger stark – durch saisonale Schwankungen beeinflusst.

Das neue Mikrozensusgesetz vom 24. Juni 2004 ordnet in § 3 eine unterjährige, kontinuierliche Erhebung an. Bei dieser Erhebungsform wird das gesamte Befragungsvolumen möglichst gleichmäßig auf alle Kalenderwochen des Jahres verteilt, wobei die letzte Woche vor der Befragung die Berichtswoche darstellt (sog. gleitende Berichtswoche). Damit ist es grundsätzlich möglich, den Nutzerinnen und Nutzern des Mikrozensus neben jährlichen auch vierteljährliche Durchschnittsergebnisse – also ein deutlich größeres und aktuelleres Informationsangebot mit höherem Aussagegehalt – zur Verfügung zu stellen. Bei den hier vorliegenden Ergebnissen des Mikrozensus handelt es sich somit um echte Jahresdurchschnitte."


Quelle:
  • Statistisches Bundesamt, 2016: Ergebnisse des Mikrozensus 2015, Fachserie 1 Bevölkerung und Erwerbstätigkeit, Reihe 4.1.1 Stand und Entwicklung der Erwerbstätigkeit in Deutschland. Wiesbaden, S. 5. [.pdf]
Variablen
Ab Mikrozensus 2005 EF12 (Berichtsquartal)

Gebäudegrößenklasse (Gebäudeschicht)

„Als Baustein für die Bildung der Auswahlbezirke wurden ganze Gebäude oder – bei größeren Gebäuden – Gebäudeteile verwendet. Die Gebäude wurden dabei nach der Zahl ihrer Wohnungen in drei Größenklassen bzw. Schichten eingeteilt: Zur ersten Schicht gehören die kleineren Gebäude mit 1 bis 4 Wohnungen. Sie wurden zu Auswahlbezirken mit dem Richtwert 12 Wohnungen zusammengefasst, in der Reihenfolge der Hausnummern innerhalb der Straße, falls erforderlich auch straßenübergreifend. In die zweite Schicht fallen die mittleren Gebäude mit 5 bis 10 Wohnungen. Diese Gebäude bilden jeweils eigene Auswahlbezirke. Die Gebäude der dritten Schicht mit 11 und mehr Wohnungen wurden in Auswahlbezirke mit der Richtgröße 6 Wohnungen zerlegt. Je Gebäudegrößenklassenschicht wurden also unterschiedliche Auswahlbezirksgrößen realisiert. Über die Schichten hinweg ergab sich ein Durchschnittswert von rund 9 Wohnungen. In einer weiteren Schicht 4, einer Sonderschicht, wurde die Bevölkerung in Gemeinschaftsunterkünften in Auswahleinheiten mit der Richtgröße 15 Personen unterteilt.

Diese fachlichen Schichten werden durch eine weitere Schicht zur Aktualisierung der Grundauswahl ergänzt. Die jährliche Aktualisierung der Auswahl erfolgt über die Meldungen zur Bautätigkeitsstatistik. Die dort gemeldeten Neubauten werden in die bereits erwähnten Größenklassen eingeteilt. Gegenüber der Auswahl auf der Basis der Volkszählung 1987 ergeben sich folgende Modifikationen: Die Gebäudegrößenklasse wird in der Neubauauswahl nicht zur Schichtung der Auswahl sondern lediglich zur Bildung der Auswahlbezirke herangezogen; die dritte Gebäudegrößenklasse beginnt dabei bereits ab 9 Wohnungen pro Gebäude. Die Zugehörigkeit eines Gebäudes zur Anstaltssonderschicht kann der Meldung direkt entnommen werden. Schließlich haben die Auswahlbezirke, die aus den Gebäuden mit 1 bis 4 Wohnungen gebildet werden, als Richtwert 6 statt 12 Wohnungen. Damit sind die neuen Auswahlbezirke aus allen Gebäudeklassen annähernd gleich groß. Pro regionaler Schicht werden sie in nur einer fachlichen Schicht ("Neubauschicht") zusammengefasst.“


Quelle:
  • Statistisches Bundesamt, 2016: Ergebnisse des Mikrozensus 2015, Qualitätsbericht. Wiesbaden, S. 5f. [.pdf]
Variablen
Ab Mikrozensus 2005 EF570
Mikrozensus 1996-2004 EF712

Auskunft (Selbstauskunft / Proxy-Auskunft)

"Die Befragung wird dezentral von den Statistischen Landesämtern mit Hilfe von Interviewern/-innen durchgeführt. Die Interviewer/-innen gehen mit Laptops ausgestattet in die Haushalte (CAPI – Computer Assisted Personal Interviewing). Die Haushaltsmitglieder haben auch die Möglichkeit, selbst einen Fragebogen auszufüllen (schriftliche Befragung) oder sich von den Mitarbeitern/-innen der Statistischen Landesämter telefonisch befragen zu lassen. Die Beantwortung unterliegt weitgehend der Auskunftspflicht. Nur für wenige Merkmale hat der Gesetzgeber die freiwillige Auskunftserteilung angeordnet. Merkmale, die ausschließlich Merkmale der EU-Arbeitskräfteerhebung darstellen, sind stets mit freiwilliger Auskunftserteilung verbunden. Im Rahmen des Mikrozensus sind so genannte Proxy-Interviews zulässig, d. h. ein erwachsenes Haushaltsmitglied darf stellvertretend für andere Haushaltsmitglieder antworten. Fremdauskünfte lagen [zum Beispiel, Anm. d. Verf.] [.pdf] 2015 für 26 % der Personen ab 15 Jahren vor."


Quelle:

  • Statistisches Bundesamt, 2016: Ergebnisse des Mikrozensus 2015, Qualitätsbericht. Wiesbaden, S. 6. [.pdf]
Variablen
Ab Mikrozensus 2005 EF17
Mikrozensus 1996-2004 EF51

Erhebungsinstrument

„Die Interviews werden als face-to-face-Befragung mit Hilfe eines Laptops (CAPI) durchgeführt. Die Interviewer leiten die Daten der erfolgreich durchgeführten Interviews an die Statistischen Landesämter weiter. Die Haushalte haben auch die Möglichkeit, den Fragebogen selbst auszufüllen und auf postalischem Weg an das jeweilige Statistische Landesamt zurückzusenden. Von den Interviewern mehrfach nicht angetroffene Haushalte werden direkt von den Statistischen Landesämtern angeschrieben und in die schriftliche Befragung einbezogen.“

Beispiel 2015:

"Die Interviews werden überwiegend (71,7 %) persönlich mit einem Laptop (CAPI) durchgeführt. Die Interviewer/-innen leiten die Befragungsergebnisse an die Statistischen Landesämter weiter. Die Haushalte haben auch die Möglichkeit, den Fragebogen selbst auszufüllen und auf postalischem Weg an das jeweilige Statistische Landesamt zurückzusenden. Von den Interviewern/-innen mehrfach nicht angetroffene Haushalte werden direkt von den Statistischen Landesämtern angeschrieben und in die schriftliche Befragung einbezogen. Insgesamt nahmen 2015 25,4 % der Befragten an der schriftlichen Befragung teil. In geringem Umfang (unter 3 %) führen die Statistischen Landesämter auch Telefoninterviews durch, dies allerdings nur auf ausdrücklichen Wunsch des zu befragenden Haushalts."

Quelle:

  • Statistisches Bundesamt, 2016: Ergebnisse des Mikrozensus 2015, Qualitätsbericht. Wiesbaden, S. 6. [.pdf]
  • Statistisches Bundesamt, 2007: Ergebnisse des Mikrozensus 2005, Fachserie 1 Bevölkerung und Erwerbstätigkeit, Reihe 4.1.2 Beruf, Ausbildung und Arbeitsbedingungen der Erwerbstätigen, Band 1: Allgemeine und methodische Erläuterungen. Wiesbaden.


Hinweis:

[Computergestützte Befragungen finden seit den 1990er Jahren statt; seit dem Mikrozensus 2005 wird CAPI flächendeckend eingesetzt. Seit 2005 werden in geringem Umfang auch Telefoninterviews durchgeführt (2008: 3%)

Aufgrund von Problemen in den Originaldaten ist im Scientific Use File Mikrozensus 2005 keine Information zum Erhebungsinstrument enthalten.


Variablen
Ab Mikrozensus 2005 EF7
Mikrozensus 1996-2004 EF9

Auswahlbezirk

"Der Stichprobenumfang beträgt 1 % der Auswahleinheiten. Auswahleinheiten sind Klumpen bzw. künstlich abgegrenzte Flächen (Auswahlbezirke), die sich aus ganzen Gebäuden oder Gebäudeteilen zusammensetzen. Die Bildung der Auswahlbezirke steht in einem engen Zusammenhang mit der Schichtung. Alle Personen bzw. Haushalte in einem Auswahlbezirk sind als Erhebungseinheiten zu erfassen."


Quelle:
  • Statistisches Bundesamt, 2016: Ergebnisse des Mikrozensus 2015, Qualitätsbericht. Wiesbaden, S. 5. [.pdf]

Hinweis:

[Computergestützte Befragungen finden seit den 1990er Jahren statt; seit dem Mikrozensus 2005 wird CAPI flächendeckend eingesetzt. Seit 2005 werden in geringem Umfang auch Telefoninterviews durchgeführt (2008: 3%)

Aufgrund von Problemen in den Originaldaten ist im Scientific Use File Mikrozensus 2005 keine Information zum Erhebungsinstrument enthalten.


Variablen
Ab Mikrozensus 2005 EF3
Mikrozensus 1996-2004 EF3
Mikrozensus 1985-1987 EF12

Hochrechnungsfaktoren

"Die Hochrechnung des Mikrozensus erfolgt in zwei Schritten:

Mit dem Ziel, die bei Stichproben unvermeidlichen stichprobenbedingten und nicht stichprobenbedingten Fehler auszugleichen, wird in einem ersten Schritt ein Ausgleich der bekannten Ausfälle vorgenommen (Kompensation). Dies geschieht durch Berechnung von Kompensationsfaktoren anhand von Informationen über die Haushalte, die nicht geantwortet haben.

In einer zweiten Stufe werden die mit dem Kompensationsfaktor gewichteten Stichprobenverteilungen ausgewählter Hilfsvariablen an Eckwerte aus der Laufenden Bevölkerungsfortschreibung (LBF) angepasst. Der Hochrechnungsrahmen beinhaltet drei Altersklassen (unter 15 Jahre, 15 bis 44 Jahre, 45 Jahre und älter) und vier Staatsangehörigkeiten bzw. Staatsangehörigkeitsgruppen (deutsch, türkisch, EU-25 und nicht EU-25), jeweils differenziert nach dem Geschlecht. Das Ausländerzentralregister liefert die Strukturen (Anteile) für die aus der laufenden Bevölkerungsfortschreibung ermittelten nicht deutschen Bevölkerung.

Die Anpassung des Hochrechnungsrahmens erfolgt quartalsweise auf unterschiedlichen regionalen Ebenen (Bundesland, Regierungsbezirk, regionale Anpassungsschicht). Um zu schwach besetzte Anpassungsklassen zu vermeiden, werden die Kompensations- und Hochrechnungsfaktoren durch ein Kalibrierungsverfahren (Generalized Regression Estimation) berechnet. Damit ist eine Anpassung an getrennte Randverteilungen möglich. Die so ermittelten Gewichte werden für Auswertungen zu allen Merkmalsbereichen mit Ausnahme der Fragen zur Behinderung und Wohnsituation verwendet. (...) Die Hochrechnungsfaktoren für die Jahresergebnisse stellen das arithmetische Mittel der jeweiligen Quartalsfaktoren dar."

"Mit zunehmender zeitlicher Entfernung der laufenden Bevölkerungsfortschreibung (LBF) von der alten Fortschreibungsbasis (Volkszählung 1987 bzw. Bevölkerungsregister „Statistik“) war davon auszugehen, dass die Eckwerte der LBF immer weniger den "wahren" Werten in der Grundgesamtheit entsprachen. Mit den Ergebnissen des Zensus 2011 liegt eine neue Fortschreibungsbasis vor. Ab der Veröffentlichung der Jahresergebnisse für den Mikrozensus 2013 werden Bevölkerungseckwerte auf dieser Basis für die Hochrechnung genutzt. Um Vergleiche zu den Vorjahresergebnissen zu ermöglichen, wurden auch die Hochrechnungsfaktoren für die Ergebnisse der Jahre 2011 und 2012 neu berechnet."


Quelle:
  • Statistisches Bundesamt, 2016: Ergebnisse des Mikrozensus 2015, Qualitätsbericht. Wiesbaden, S. 6f. [.pdf]
  • Afentakis, Anja & Wolf Bihler, 2005: Das Hochrechnungsverfahren beim unterjährigen Mikrozensus ab 2005. Wirtschaft und Statistik (10): 1039-1048. [.pdf]
  • Schimpl-Neimanns, Bernhard, 2011: Schätzung des Stichprobenfehlers in Mikrozensus Scientific Use Files ab 2005. AStA Wirtschafts- und Sozialstatistisches Archiv 5 (1): 19-38. [link] [link]


Hinweis:

Seit 2005 liegen für alle Personen eines Haushalts gleiche Hochrechnungsfaktoren vor. Aufgrund der Änderungen des Hochrechnungsverfahrens (u.a. neue Anpassungsklassen und Eckwerte) sowie der Umstellung auf Unterjährigkeit ist die Vergleichbarkeit zu Ergebnissen bis einschließlich 2004 eingeschränkt. Zur Schätzung des Stichprobenfehlers mit Scientific Use Files des Mikrozensus 1996 – 2004 siehe hier.

Zur Hochrechnung der sogenannten AKE-Strukturvariablen (EF118, EF177, EF178, EF179) und des Ad-hoc-Moduls wird ab 2008 ein weitgehend zum oben für den Mikrozensus ab 2005 beschriebenes analoges Hochrechnungsverfahren angewendet. Für die AKE-Strukturvariablen beinhaltet der Hochrechnungsrahmen die Merkmale Erwerbstyp (Erwerbstätige, Erwerbslose, Nichterwerbspersonen) Geschlecht und Altersklassen (<15, 15-24, ..., 45-54, 55+). Die Anpassung erfolgt an getrennte Randverteilungen hochgerechneter Stichprobenwerte des Mikrozensus (Eckwerte) auf den regionalen Ebenen Bund (Erwerbstyp * Geschlecht * Altersklassen) und Bundesländer (Erwerbstyp * Geschlecht; Altersklassen). Für die Merkmale des Ad-hoc-Moduls werden im ersten Schritt neben den Kompensationsfaktoren (s. o.) zusätzlich Antwortwahrscheinlichkeiten des Ad-hoc-Moduls geschätzt. Als erklärende Merkmale des Unit-Nonresponse wurden beispielsweise 2008 die Erhebungsmethode (CATI, CAPI vs. schriftliche Auskunft) und vier Staatsangehörigkeitengruppen (s. o.) des Haupteinkommensbeziehers im Haushalt eingesetzt. Das bei der Anpassung verwendete Verfahren entspricht dem für die AKE-Strukturvariablen, wobei ergänzend für Ost- (ohne Berlin) und Westdeutschland (inkl. Berlin) an Eckwerte nach Staatsangehörigkeitengruppen angepasst wird.

Im Unterschied zu den Scientific Use Files bis 2005 enthält das SUF 2006 die bereits mit dem Kehrwert der Auswahlwahrscheinlichkeit der Substichprobe (100/70) multiplizierten Hochrechnungsvariablen des Mikrozensus-Originalfiles für Quartals- und Jahresauswertungen des Grundprogramms (EF951 bzw. EF952) und Jahresauswertungen des Ad-hoc-Moduls (EF955; ab 2008: EF956) und der AKE-Strukturvariablen (ab 2008: EF955) sowie des Zusatzprogramms zur Wohnsituation (EF960). Die Hochrechnungsfaktoren rechnen auf 1.000 der Population hoch. Bei der Hochrechnung der Ergebnisse der Zusatzerhebung zur Wohnsituation (EF960) werden die mit dem Kompensationsfaktor gewichteten Stichprobenverteilungen ausgewählter Hilfsvariablen an Eckwerte aus der laufenden Wohnungsfortschreibung angepasst. Die jeweils letzten Gebäude- und Wohnungszählungen, die kontinuierlich anhand der Bautätigkeitsstatistik fortgeschrieben werden, bilden die Basis für die laufende Wohnungsfortschreibung. Abweichend vom oben dargestellten Verfahren erfolgt dies nicht quartalsweise, sondern nur für Jahresergebnisse.

  • Statistisches Bundesamt, 2007: Ergebnisse des Mikrozensus 2005, Fachserie 1 Bevölkerung und Erwerbstätigkeit, Reihe 4.1.2 Beruf, Ausbildung und Arbeitsbedingungen der Erwerbstätigen, Band 1: Allgemeine und methodische Erläuterungen. Wiesbaden.
Frühere Mikrozensen

  • Deininger, Rolf, 1960: 3. Repräsentativstatistik der Bevölkerung und des Erwerbslebens (Mikrozensus), S. 135-175 in: Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Stichproben in der amtlichen Statistik. Stuttgart: Kohlhammer.
  • Statistisches Bundesamt, o. J. : IV. Stichprobenplan des Mikrozensus und Genauigkeit der Ergebnisse. In: Statistisches Bundesamt (1999): Arbeitsunterlagen zum Mikrozensus. Das Erhebungsprogramm des Mikrozensus seit 1957. Wiesbaden (Loseblattsammlung).
  • Statistisches Bundesamt, 1967: Bevölkerung und Kultur, Reihe 6 Erwerbstätigkeit, I. Entwicklung der Erwerbstätigkeit, Ergebnisse des Mikrozensus, April 1964. Stuttgart: Kohlhammer. [S. 8-26 Abschnitt B, Stichprobenplan des Mikrozensus; S. 27-34 Abschnitt C, Fehlerrechnung zur 1%-Mikrozensusstichprobe].
  • Krug, Walter & Nourney, Martin, 1987: Wirtschafts- und Sozialstatistik. Gewinnung von Daten. München, Wien: Oldenbourg, 2., erw. Aufl.
  • Nourney, Martin, 1973: Stichprobenplan des Mikrozensus ab 1972. Wirtschaft und Statistik (11): 631-638.
  • Heidenreich, Hans-Joachim, 1994: Hochrechnung des Mikrozensus ab 1990. S. 112-123 in: Siegfried Gabler, Jürgen H.P. Hoffmeyer-Zlotnik, Dagmar Krebs (Hrsg.): Gewichtung in der Umfragepraxis. Opladen: Westdeutscher Verlag.
  • Meyer, Kurt, 1994: Zum Auswahlplan des Mikrozensus ab 1990. S. 106-111 in: Gabler, Siegfried, Jürgen H.P. Hoffmeyer-Zlotnik und Dagmar Krebs (Hg.): Gewichtung in der Umfragepraxis. Opladen: Westdeutscher Verlag.
Variablen
Ab Mikrozensus 2005 Standardhochrechnungsfaktor Quartal (in 1000) EF951
Standardhochrechnungsfaktor Jahr (in 1000) EF952
Hochrechnungsfaktor Ad-hoc-Substichprobe und AKE-Strukturvariablen Jahr (in 1000) [bis 2007] EF955
Hochrechnungsfaktor Ad-hoc-Substichprobe Jahr (in 1000) [2008] EF956
Hochrechnungsfaktor AKE-Strukturvariablen jahr (in 1000) [2008] EF955
Hochrechnungsfaktor Wohnsituation: Jahr (in 1000) [2006] EF960
Hochrechnungsfaktor Personen mit Behinderung: Jahr (in1000) [2009] EF957
Mikrozensus 1996-2004 Personen-Hochrechnungsfaktor in der regionalen Anpassungsschicht EF750
Haushalts-/Familien-Hochrechnungsfaktor EF751
Hochrechnungsfaktor f. disprop. 0, 45%-Unterstichprobe (Personenfaktor) EF755
Mikrozensus 1989-1995 Hochrechnungsfaktor (Haushalts-, Familienfaktor in der regionalen Anpassungsschicht) EF254, EF257U4
Bis Mikrozensus 1989

Die Hochrechnung erfolgt durch Fallauswahl (Filterung) unter Verwendung der Merkmale zum Doppeln und Streichen (EF38, EF76) sowie durch Multiplikation mit den Kehrwerten der Auswahlsätze des Mikrozensus (1%) und der Substichprobe (70%).

Die Merkmale zum Doppeln und Streichen sind:

a) EF76 Anpassung: Dopplung/Streichung [MZ 1973 bis 1982]
EF4 Anpassung: Dopplung/Streichung [MZ 1980]
EF252 Anpassung: Dopplung/Streichung [MZ 1985, 1987]

b) EF38 2. Erwerbstätigkeit (Duplikat) [MZ 1973 bis 1982]

Die Hochrechnung erfolgt z.B. im Mikrozensus 1973 wie folgt:
select if (EF76=1 | EF76=3 | EF76=0) & (EF38=1 | EF38=0)
compute gewicht = 100/70
weight by gewicht

Jahresüberhang (aus dem Vorjahr)

Es kommt vor, dass auskunftspflichtige Personen im Befragungsjahr nicht mehr anzutreffen sind, so dass die Befragung des entsprechenden Jahres erst im Folgejahr stattfindet. Deshalb wird ab dem Mikrozensus 2006 differenziert, ob es sich bei den Haushalten um Haushalte aus dem Jahresüberhang (die erst im Folgejahr interviewt werden konnten) handelt oder nicht. Ist dies der Fall, wird ab 2012 zusätzlich unterschieden, ob die Erhebung mit dem Frageprogramm des Vorjahres oder dem Frageprogramm des aktuellen Jahres durchgeführt wurde. Entsprechend kann es vorkommen, dass bei neu eingeführten Fragen erhebungsbedingt für das aktuelle Jahr keine Angaben vorliegen.


Variablen

Seit Mikrozensus 2006: EF5b Jahresüberhang aus dem Vorjahr

Last update of this page 14/11/2017