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Studie: MZ 2014

Ergänzungs- und Zusatzprogramme

  • Ergänzungs- und Zusatzprogramme
    • Wohnsituation (Auswahlsatz: 1% )
  • Ad-hoc-Modul EU Labour Force Survey
    • Migration und Arbeitsmarkt (Auswahlsatz: 0,1% )

Besonderheiten und Vergleichbarkeit

Fragebogenänderungen

  • Im Rahmen der in vierjährigen Abständen wiederholten Zusatzprogramme sind im Mikrozensus 2014 folgende Variablen neu: Art des Gebäudes, Anzahl der Wohnungen im Gebäude (EF489 - EF490, EF588, EF635), Beheizungsarten und Warmwasserversorgung (EF497, EF503, EF636, EF1000u2 - EF1001u11, EF1014-EF1017), Gesamtfläche, Einzugs- und Baujahr der Wohnung, Angaben zur Eigentumswohnung (EF491 – EF495, EF986), Angaben zur Miete sowie Nebenkosten (EF499 – EF501, EF504, EF1004 – EF1013) und Angaben zur Mietbelastung (EF638 – EF640, EF643, EF646 – EF649).
  • Im Vergleich des Ad-hoc-Moduls „Arbeitsmarktsituation von Zuwanderern und ihren direkten Nachkommen“ (EF1012 – EF1115) zu dem von 2008 gab es sowohl Änderungen der Zielpopulation (15- bis 64-Jährige; 2008: 15- bis 74-Jährige) als auch von Fragen und Antwortkategorien, sodass die Vergleichbarkeit eingeschränkt ist; siehe dazu Eurostat (2015).
  • Um die Umsetzung des Labour-Force-Konzepts der internationalen Arbeitsorganisation (ILO) zu verbessern, wurden in den vergangenen Jahren einige Fragen verändert. Auch wenn seit 2011 keine wesentlichen Änderungen mehr stattgefunden haben sind auch 2014 teilweise weiterhin Abweichungen zwischen Ergebnissen des Mikrozensus und anderen arbeitsmarktstatistischen Daten festzustellen. Dies betrifft z. B. kleine und geringfügige Beschäftigungen. Insbesondere sind bei Vergleichen mit früheren Erhebungen des Mikrozensus methodisch bedingte Ursachen zu berücksichtigen (siehe Körner/Puch 2009; Körner/Marder-Puch 2015).

Methodische Hinweise

  • Für Querschnittsauswertungen zum Erhebungsjahr werden Sätze nicht benötigt, die in EF30 sowie weiteren Variablen mit -7 „Auswahlbezirk ohne befragten Haushalt“ und -8 „Entfällt (leerstehende Wohnung, ausgefallene Privathaushalte und Gemeinschaftsunterkünfte)“ codiert sind.

Anonymisierung

  • Im SUF sind die Regionalangaben Bundesland und eine vergröberte Gemeindegrößenklasse, die nicht für die kleinen Bundesländer Bremen und Saarland ausgewiesen ist, enthalten. Mithilfe eines speziellen Codes der Variable Gemeindegrößenklasse kann zwischen West- und Ost-Berlin (EF563 = 9 Berlin-Ost) unterschieden werden.
  • Auch bei den weiteren Variablen des SUF werden je nach Bedarf Merkmalsvergröberungen vorgenommen, sodass jede Ausprägung in den univariaten Verteilungen mindestens 5.000 Fälle in der Grundgesamtheit aufweist.
  • Die Ausprägungen der Variable Staatsangehörigkeit werden so aggregiert, dass jede Gruppe von Staatsangehörigkeiten in der Grundgesamtheit wenigstens 50.000 Einwohner umfasst. Im Fall von Vergröberungen wird im SUF die am stärksten besetzte Kategorie ausgewiesen.
  • Das SUF ist eine faktisch anonymisierte 70 %-Substichprobe. Auswahleinheiten waren bis 2011 Haushalte bzw. Wohnungen des Mikrozensus, wobei alle Personen eines ausgewählten Haushalts bzw. einer Wohnung in der Substichprobe enthalten waren. Ab 2012 werden als Auswahleinheiten für die Substichprobe die Auswahlbezirke innerhalb eines Rotationsviertels herangezogen. Zusammen mit längsschnittkonsistenten Ordnungsnummern wird damit die Möglichkeit geschaffen selbstständig mit den Scientific Use Files Paneldatensätze zu erzeugen.
  • Siehe hierzu die Details in zur Abgrenzung der Bevölkerungs- und Erwerbskonzepte im Readme 2014.

Jahresspezifische Dokumentation

Statistisches Bundesamt / GESIS (2018): Wichtige Informationen zur Nutzung des Mikrozensus Scientific Use Files 2014. [.pdf].
In diesem Dokument stehen die Informationen dieser Webseite sowie weitere Details zum Mikrozensus SUF 2014.

Stichprobengröße

Querschnittsdaten
Auswahleinheiten Auswahlbezirke
Realisierte Stichprobengröße 478051

Einheiten

Beobachtungseinheiten

  • Personen (in Privathaushalten und Gemeinschaftsunterkünften)
  • Haushalte

Analyseeinheiten

  • Personen
  • Lebensgemeinschaften
  • Familien
  • Haushalte
  • Wohnungen

Datenerhebung

Beginn

01.01.2014

Ende

31.12.2014

Auskunftspflicht

Ja

Interviewmodus

  • 67 % CAPI
  • 10 % CATI
  • 23 % Self-administered

Anteil der Proxy-Interviews

ca. 24 %

Gewichtung

Design Gewicht: Ziel

Wohnung, Haushalt, Personen

Design Gewicht: Methode

Der Mikrozensus ist eine einstufige, geschichtete Klumpenstichprobe mit einem einheitlichen Auswahlsatz für alle Schichten. Der Auswahlsatz beträgt im Allgemeinen 1 % und gilt für alle Stichprobeneinheiten (Wohnungen, Haushalte, Personen).
Da die Ziehungswahrscheinlichkeit des Scientific Use Files im Wesentlichen konstant 70 % beträgt, können Designgewichte unter Berücksichtigung der Kehrwerte der Auswahlsätze des Mikrozensus (1 %) und des Scientific Use Files (70 %) gebildet werden: w = 1 / (0,01 * 0,7).

Finales Gewicht: Methode

Bei der Hochrechnung des Mikrozensus wird ein zweistufiges Verfahren verwendet. Im ersten Schritt der Ausfallkorrektur (Kompensation) wird von der Nettostichprobe der erfolgreich befragten Haushalte auf die Bruttostichprobe aller zu befragenden Haushalte hochgerechnet. Im zweiten Schritt wird diese Bruttostichprobe an Eckzahlen aus der laufenden Bevölkerungsfortschreibung angepasst. (Die Hochrechnung basiert auf den Ergebnissen der laufenden Bevölkerungsfortschreibung mit dem Stand der Aktualisierung durch den Zensus 2011.)
Die endgültigen Hochrechnungsfaktoren des Mikrozensus resultieren aus der Kombination des zweistufigen Verfahrens zur Kompensation und Anpassung.

Methodische Hinweise Gewichtung (jahresspezifisch)

  • Die Anpassung erfolgt bei den Standardhochrechnungsfaktoren des vollen Mikrozensus (EF952 und EF956) quartalsweise auf unterschiedlichen regionalen Ebenen. Um eine verbesserte Anpassung der Verteilungen des SUF an die veröffentlichten Ergebnisse zu erreichen, wurden die mit den Hochrechnungsfaktoren der Originaldaten (EF951, EF952) gewichteten Ergebnisse des SUF nachträglich nach Geschlecht, Altersgruppen (unter 15 Jahre, 15 bis unter 45 Jahre, 45 bis unter 65 Jahre, 65 Jahre oder älter) sowie den Erwerbsstatus (erwerbstätig, nicht erwerbstätig) innerhalb eines jeden Bundeslandes an Verteilungen der gewichteten Originaldaten angepasst. Diese poststratifizierten Hochrechnungsfaktoren des SUF wurden anschließend so modifiziert, dass sie für alle Personen innerhalb eines Haushaltes gleich sind.
  • Für den Hochrechnungsfaktor des Zusatzprogramms Wohnsituation (EF960) erhält nur die Hauptbezugsperson der Wohnung einen Hochrechnungsfaktor größer als 0.
  • Angaben zur Wohnsituation der Haushalte können mit den Standardhochrechnungsfaktoren (EF951, EF952) ausgewertet werden. Zu beachten ist, dass nicht zu allen Haushalten Angaben zur Wohnsituation vorliegen können.
  • Hinsichtlich der Vergleichbarkeit von 2014 mit dem Zusatzprogramm Wohnsituation 2010 ist zu beachten, dass 2010 die Hochrechnung auf den fortgeschriebenen Ergebnissen der der Gebäude- und Wohnungszählung 1987 bzw. in den neuen Ländern und Berlin-Ost auf den fortgeschriebenen Ergebnissen der dort 1995 durchgeführten Zählungen beruht. Des Weiteren können 2014 infolge der Erfassung von Wohnungen in Wohnheimen mit eigener Haushaltsführung in der Gebäude- und Wohnungszählung diese erstmals hochgerechnet werden. (Siehe zu Details Fachserie 5, Heft 1: Bauen und Wohnen. Mikrozensus – Zusatzerhebung 2014. Bestand und Struktur der Wohneinheiten. Wohnsituation der Haushalte, S. 5 f.)
  • Die Anpassung des Hochrechnungsfaktors für das Ad-hoc-Modul (EF956) ist auf der Personenebene vorgenommen worden, da (1) Auswertungen im Haushaltszusammenhang mit dem Ad-hoc-Modul von untergeordneter Bedeutung sind und (2) Personenfaktoren die Qualität der Hochrechnung verbessern. Bei der Konstruktion des für die Merkmale des Ad-hoc-Moduls verwendeten Hochrechnungsfaktors EF956 wurden 2013 für die Schätzung der Antwortwahrscheinlichkeiten die Erhebungsmethode (EF7), der Erwerbstyp (EF29) differenziert nach Geschlecht (EF46) und Altersklassen (EF44) auf Bundesebene, der Erwerbstyp (EF29) nach Geschlecht (EF46) auf der Landesebene, Altersklassen (EF44) ebenfalls auf der Landesebene sowie die zwei Nationalitätengruppen Deutsche/Ausländer in den Gebieten Ost/West eingesetzt. Zielpopulation sind Erwerbstätige und Personen mit früherer Erwerbstätigkeit.