Neuigkeiten und Veranstaltungen

  • Solikris Publikation in ISI Schriftenreihe

    Der Solikris-Forschungsverbund freut sich, eine Sonderausgabe der ISI Schriftenreihe zu veröffentlichen. Die Publikation mit dem Namen „Veränderung durch Krisen? Solidarität und Entsolidarisierung in Deutschland und Europa“ wurde von Christina Eder, Alexia Katsanidou und Ann-Kathrin Reinl herausgegeben. Beiträge aller im Solikris- Projekt beteiligten Arbeitspakete umfassend beinhaltet sie aufschlussreiche und relevante Forschungsergebnisse zu einer Vielzahl von Themen. Dafür haben die Autorinnen und Autoren die Krisen, die Deutschland und Europa in den letzten Jahren durchschritten haben, von unterschiedlichen Perspektiven betrachten. Der Fokus liegt dabei auf Deutschland und seinen beiden Landesteilen im Kontext der dreißigjährigen Wiedervereinigung.
    Im ersten Beitrag der Publikation befassen sich Heiko Giebler, Sandra Horvath & Bernhard Weßels (alle WZB) mit Veränderungen in der Auffassung der Legitimität der repräsentativen Demokratie nach der Wiedervereinigung. Darauffolgend beschäftigt Kathrin B. Busch (GESIS) sich mit der Entwicklung von Demokratiezufriedenheit. Anne-Marie Parth, Jale Tosun & Julia Weiß (alle Universität Heidelberg) sowie Ann-Kathrin Reinl, Christina Eder & Alexia Katsanidou (alle GESIS) legen jeweils den Fokus auf Solidarität. Der Beitrag Ersterer beleuchtet, welche Rolle politisches Vertrauen zur Erklärung von Solidarität in der Finanz- und Migrationskrise einnimmt. Letztere widmen sich dem Einfluss transnationaler Solidarität auf die Wahlentscheidung in der Europawahl 2019. Anschließend untersuchen Boris Heizmann & Nora Huth (beide GESIS) Ausmaß und Ursachen von zuwanderungsbezogenen Bedrohungswahrnehmungen in Ost- und Westdeutschland. Schlussendlich stellen Steffen Pötzschke & Bernd Weiß das GESIS Panel als zentrale Datenerhebungsinfrastruktur des Solikris-Projektes vor.

    Die Publikation ist hier (11,63 MB) einsehbar.

Unser Workshop „Measuring European Solidarity“, finanziert vom Leibniz-Forschungsverbund Krisen einer globalisierten Welt, der bei GESIS in Köln Ende Januar stattfand, war ein voller Erfolg. Insgesamt gab es fünf thematische Blöcke, mit denen wir uns über die zwei Tage verteilt beschäftigt haben: Defining Solidarity in Europe, Experimental Designs, Analyzing Discourse, Empirical Conceptualizations of Solidarity und Solidarity on Specific Policies. Die Präsentationen der Teilnehmenden machten es möglich, sich mit unterschiedlichen Forschungsansätzen zum Thema auseinanderzusetzen und durch die Einblicke Anregungen für die eigene Arbeit zu bekommen. Die interessanten Diskussionen die darauf folgten wurden nicht nur während des Workshops, sondern auch in den Pausen und beim gemeinsamen Abendessen im kölschen Brauhaus weitergeführt. Für die Zukunft ist eine, aus dem Workshop hervorgehende, gemeinsame Publikation geplant, um die verschiedenen Ansätze in gebündelter Form für die Forschungsgemeinschaft zur Verfügung zu stellen.

Wir bedanken uns bei allen, die teilgenommen haben und zum Teil aus ganz Europa angereist sind und freuen uns auf einen weiterführenden Austausch!

Wir sind gespannt auf unseren interdisziplinären Workshop „Measuring European Solidarity”, der hier bei GESIS Köln nächste Woche vom 27. bis zum 28. Januar stattfinden wird.
Ein interessantes und intensives Programm ist für die zwei Tage geplant und wir freuen uns, die Teilnehmenden aus ganz Europa hier begrüßen zu dürfen.
Ein paar spannende Einblicke in unseren Workshop werden wir nach Ende der Veranstaltung auf unserer Webseite veröffentlichen.

 

We would like to invite you to apply for our small-group workshop Measuring European Solidarity to be held at GESIS in Cologne on January 27th and 28th, 2020.
It is our ambition to create a multidisciplinary space that will allow us to debate the advancements in operationalisation and measurement of European Solidarity and to prepare a publication of a special issue for those of our participants that would like to contribute.
Funded by the Leibniz Research Alliance Research Group on Crises in a Globalized World, travel and accommodation costs as well as catering during the workshop will be fully covered for one author per paper.
Please see the attachment (210 kB) for further details.
If you are interested in participating, the deadline for abstracts (up to 500 words) is October 10th, 2019.

Kurz vor der diesjährigen Europawahl, finden in Köln die Kölner Themenwochen zum Thema „Europa“ statt. Die europäische Gemeinschaft stand in den letzten Jahren vor zahlreichen Herausforderungen, welche die Solidarität in und zwischen den Mitgliedsstaaten vielmals auf die Probe gestellt haben.
Dazu wird das Solikris-Team am 22.05.2019, zusammen mit Referierenden des GESIS-Leibniz Institut für Sozialwissenschaften, der Universität zu Köln, des Max-Planck-Instituts für Gesellschaftsforschung und der Cologne Business School, Forschungsergebnisse zu der Entwicklung Europas in der Form von Vorträgen und Postern präsentieren und mit den Besuchern ins Gespräch kommen.
Die Veranstaltung am 22.05.2019 beginnt um 17:00 Uhr und findet im GESIS-Leibniz Institut für Sozialwissenschaften statt.

Link zum Programm (Download (290 kB))

Solikris-Poster (Download (5,39 MB))

Das Solikris-Team kam am WZB in Berlin zusammen, um erste Forschungsergebnisse zu den Effekten verschiedener Krisen auf europäische Demokratien vorzustellen, weitere Analysen zu planen und Administratives zu besprechen.
Die Teammitglieder präsentierten erste Ergebnisse zu einer Vielzahl von Themen, u. a. zum Verhältnis von politischem Vertrauen zum Abschneiden von Volksparteien bei Wahlen, zu politischen Einstellungen und Beteiligung von Jugendlichen, zu transnationaler Solidarität und Euroskeptizismus in ökonomischen Krisenzeiten und zu den Effekten dramatisch gestiegener Zahlen von Geflüchteten auf Einstellungen zu Immigration.
Darüber hinaus diskutierte das Team von Solikris detailliert verschiedene, teilweise bereits laufende Unternehmungen zu Datenaufbereitung, -erhebung und -kumulation, etwa bezogen auf Meinungsumfragen in Deutschland, die Integration verschiedener Umfrageprogramme in Europa und Daten aus den sozialen Medien zur Messung von öffentlicher Meinung.
Während der beiden Tage hat das Team außerdem verschiedene interne und externe Forschungskooperationen beschlossen – mit dem Ziel, die Effekte von politischen, ökonomischen und sozialen Krisen in vor allem westlichen Demokratien besser verstehen zu können.
Das nächste Gesamtprojektreffen wird Ende 2019 an der Universität Heidelberg stattfinden.

    Die Teammitglieder von Solikris haben gemeinsam mit dem WZB als Teil der Veranstaltungsreihe „Achtung: Demokratie“ einen sehr gut besuchten Vortrag organisiert, zu dem Personen aus der Forschung und der Praxis, aber auch Journalistinnen und Journalisten sowie Bürgerinnen und Bürger geladen waren. Ganz im Sinn der Veranstaltungsreihe ging es auch bei diesem Vortrag um die breite Diskussion zentraler gesellschaftlicher Themen.
    Für die erste Solikris-Veranstaltung am WZB hatte das Team die Ehre, Prof. Dr. Frank Decker von der Universität Bonn begrüßen zu dürfen. Sein Vortrag trug den Titel „Populismus in Krisenzeiten – Herausforderungen für die Demokratie“.
    In seiner Präsentation diskutierte er verschiedene Definitionen und Konzeptionen und zeichnete auf dieser Grundlage die Entwicklung und Hauptströmungen populistischer Parteien in Europa nach. Dabei unterstrich er die zentrale Rolle von kontextuellen Krisen für diese Entwicklungen. Ein Video der Veranstaltung findet sich hier.
    Das Solikris-Team möchte sich erneut bei Prof. Decker für den ausgezeichneten Vortrag, aber auch bei allen Anwesenden für die rege Beteiligung, bedanken.Für das Frühjahr 2019 ist eine weitere Veranstaltung am WZB geplant, zu der bald weitere Informationen veröffentlicht werden.

    Vortragende  Publikum Vortragender

    Der Solikris-Forschungsverbund freut sich, den ersten Policy Brief im Rahmen des Projekts vorstellen zu können. Er beschäftigt sich mit dem Thema „Politisches Vertrauen in Deutschland und Europa in Zeiten europaweiter Krisen“. Es wurde ein Rückgang des politischen Vertrauens innerhalb der europäischen Bevölkerung seit der Finanzkrise festgestellt. Dies traf besonders auf die süd- und osteuropäischen Länder zu, die ohnehin schon ein geringeres politisches Vertrauen äußern, als der Rest der EU. Auch in den Jahren nach der sogenannten „Flüchtlingskrise“ war ein Abschwung des politischen Vertrauens zu verzeichnen, der meist jedoch nur von kurzer Dauer war. Da politisches Vertrauen eine zentrale Rolle in nationalen Wahlen einzunehmen scheint, werden ein höheres Maß an Transparenz in politischen Entscheidungsprozessen und eine stärkere Einbeziehung von Bürgerinnen und Bürgern empfohlen. Download (558 kB)

    Ann-Kathrin Reinl, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Solikris-Projekt, organisiert zusammen mit Kollegen der LMU München und der Universität Bremen ein Panel zu  “New Perspectives on Solidarity in Europe in Times” für die bevorstehende Tagung der DVPW Sektion "Vergleichende Politikwissenschaft". Weitere Informationen befinden sich unter folgendem Link: http://www.bigtransformations.hfp.tum.de/

    Auf Einladung des BMBF trafen Forschende von Solikris Mitte Dezember in Bonn mit einer Vielzahl anderer Projekte aus der Förderrichtlinie zusammen. Das Ziel der Veranstaltung war neben der Vorstellung und dem gegenseitigen Kennenlernen Überlegungen zu den Themen Vernetzung und Wissenstransfer anzustoßen. Dazu wurden in vier Workshops Möglichkeiten von Wissenstransfer durch Veranstaltungen, durch Web- und Social Media- Angebote, Vernetzung im Allgemeinen und die Vernetzung des wissenschaftlichen Nachwuchses diskutiert. Die Ergebnisse der Diskussionen will das BMBF dazu nutzen, die Bedarfe der Forschenden bei den Themen zu sondieren und Maßnahmen der konkreten Unterstützung zu planen.

    Am 29. Juni 2018 fand das Symposium „Demokratienähe und -distanz im Zeitalter der Verunsicherung“ in Berlin-Marzahn statt. Organisiert wurde das Symposium vom ebenfalls durch die Förderlinie finanzierten Projekt „Demokratieferne Auffassungen in einer Kommune als Herausforderung für sozialräumliche Demokratieentwicklung“, welches an der ASH Berlin angesiedelt ist. Solikris wurde bei der Veranstaltung durch Heiko Giebler präsentiert und vertreten. Neben einem Austausch mit Personen aus der politischen Praxis ging es auch um die Vernetzungsmöglichkeiten verschiedener Projekte innerhalb der  Förderlinie. Neben Solikris und dem Projekt an der ASH Berlin waren u. a. auch VertreterInnen der Projekte „Populismus, Demokratie, Stadt“ und „Das Soziale-Orte-Konzept“ anwesend.

    Am 27. und 28. Februar trafen sich die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Solikris-Projekts zur Auftaktveranstaltung im Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften (GESIS) in Köln. Im zwei-tägigen Workshop befassten sie sich mit der Koordination der Arbeitspakete und der Entwicklung von gemeinsamen Zielen und Richtlinien. Das nächste Treffen wird im Herbst 2018 in Berlin stattfinden.