Deutsche Wahlstudie

Herzlich willkommen bei der Kandidierendenbefragung der Deutschen Wahlstudie!

          

Wir freuen uns über Ihr Interesse und möchten Ihnen auf dieser Seite umfassende Informationen zur Kandidierendenbefragung der Deutschen Wahlstudie zur Verfügung stellen.

Die Kandidierendenbefragung wird seit 2002 zu jeder Bundestagswahl durchgeführt. In unserer Umfrage geht es um verschiedene Aspekte Ihrer Kandidatur, Ihres Wahlkampfes und um Ihre Meinung zu politischen Themen und Problemen – unabhängig davon, ob es Ihnen gelungen ist, ein Bundestagsmandat zu erringen.

Die Deutsche Wahlstudie führt vor und nach den Bundestagswahlen verschiedene Befragungen mit insgesamt weit über 10.000 wahlberechtigten Bürgerinnen und Bürgern durch. Falls Sie Informationen zu einer anderen Befragung wünschen, klicken Sie bitte hier: Zu den anderen Befragungen der Deutschen Wahlstudie

 

Was bedeutet GLES?

Die Abkürzung GLES steht für German Longitudinal Election Study und ist die englische Bezeichnung für die Deutsche Wahlstudie. Die Deutsche Wahlstudie ist die zentrale wissenschaftliche Untersuchung zu den gesellschaftlichen und politischen Einstellungen, Überzeugungen und Verhaltensweisen der wahlberechtigten Bürgerinnen und Bürger sowie der Kandidierenden in Deutschland. Sie wird seit 2009 von GESIS – Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Wahlforschung (DGfW) und mit renommierten wissenschaftlichen Institutionen wie der Universität Mannheim, der Goethe-Universität Frankfurt am Main und der Freien Universität Berlin durchgeführt und ist seit 2018 bei GESIS institutionalisiert. GESIS ist die größte europäische Infrastruktureinrichtung für die Sozialwissenschaften. Als Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft wird GESIS durch Bund und Länder finanziert. Ähnliche nationale Wahlstudien werden in vielen Demokratien regelmäßig durchgeführt, z. B. in Österreich, Großbritannien und den USA.

Was ist das Ziel der Kandidierendenbefragung der Deutschen Wahlstudie?

Die Kandidierendenbefragung ist ein wichtiger Bestandteil der Deutschen Wahlstudie. In diesem Studienteil stehen die Kandidierenden im Fokus. Es werden vor allem Fragen zum Hintergrund der Kandidierenden, ihrer Rekrutierung und Selektion, ihren Kampagnen, politischen Einstellungen sowie ihren Policy-Positionen gestellt. Die Kandidatenbefragung ermöglicht den Vergleich der Einstellungen von Kandidierenden und Wahlberechtigen (die in anderen GLES Studienteilen erhoben werden) sowie durch die Erhebung des Kernfragebogens der Comparative Candidates Survey (CCS) einen internationalen Vergleich von Kandidierenden.

Wie wurde ich ausgewählt?

Im Rahmen der Kandidierendenbefragung werden alle Personen der derzeit im Bundestag vertretenen Parteien, die in einem Wahlkreis oder über eine Parteiliste für den Bundestag kandidieren, angeschrieben und zur Teilnahme eingeladen. Die Namen und Kontaktdaten stammen vom Bundeswahlleiter, der die Arbeit der Deutschen Wahlstudie – wie in den vergangenen Jahren – unterstützt. Darüber hinaus haben wir für unsere Einladungen zur Online-Umfrage E-Mailadressen genutzt, die auf öffentlichen Websites insbesondere der Parteien und Kandidierenden recherchiert wurden.

Bin ich zur Teilnahme an der Kandidierendenbefragung der Deutschen Wahlstudie verpflichtet?

Nein, die Teilnahme an der Umfrage ist freiwillig. Es steht Ihnen selbstverständlich frei, zu einzelnen Fragen der Studie keine Angabe zu machen oder die Befragung zu jedem beliebigen Zeitpunkt zu beenden, wenn Sie das möchten. Dadurch entstehen Datenlücken, was die Auswertung einschränkt. Wir würden uns daher sehr freuen, wenn Sie den Fragebogen so vollständig wie möglich ausfüllen.

Es entstehen Ihnen aber keinerlei Nachteile, wenn Sie Fragen überspringen oder an der Befragung nicht teilnehmen.

Warum ist meine Teilnahme so wichtig?

Die Ergebnisse der Kandidierendenbefragung der Deutschen Wahlstudie sind nur dann aussagekräftig, wenn sich möglichst viele Kandidierende an unserer Umfrage beteiligen. Ziel ist dabei, Einblicke in die Wahlkampfführung und politischen Einstellungen der Kandidierenden zu erhalten.

Die Studie richtet sich an alle Kandidierenden, auch wenn Sie nur wenig Aussichten hatten, ein Mandat zu gewinnen. Nur so können wir untersuchen, wie sich unterschiedliche Ausgangslagen auf das quantitative und qualitative Engagement im Wahlkampf niederschlagen. Nur wenn wir Rückmeldungen von möglichst vielen Kandidierenden aus unterschiedlichen Parteien und mit unterschiedlichen Perspektiven erhalten, ist unsere Untersuchung aussagekräftig.

Erhebung technischer Daten und Informationen zum Befragungsverlauf bei der Teilnahme an der Online-Befragung

Bei der Online Befragung werden neben Ihren Antworten werden auch technische Daten und Informationen zum Verlauf der Befragung erhoben und ausgewertet (z. B. Datum, Zeitangaben, Bildschirmauflösung, verwendeter Browser). Diese Informationen werden ausschließlich für wissenschaftliche Forschungszwecke und die optimale Darstellung des Fragebogens auf Ihrem Gerät verwendet. Sie sind für wissenschaftliche Untersuchungen von großem Wert und helfen, Befragungen zu verbessern.

Die Auswertung der Informationen erfolgt selbstverständlich ohne Rückschlüsse auf Ihre Person.

Ihre IP-Adresse wird von uns nicht erfasst.

Warum sollte ich mitmachen?

Mit Ihrer Teilnahme helfen Sie der wissenschaftlichen Forschung! Die Befragung dauert ungefähr eine halbe Stunde. Aber Zeit ist knapp und deshalb ist Ihre Teilnahme alles andere als selbstverständlich. Wir können Ihnen aber versichern, dass es sich lohnt. Sie leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Forschung.

Ist die Befragung anonym?

Die Befragung ist nicht anonym. Sie haben von uns personalisierte Einladungen erhalten. Zudem kann nicht ausgeschlossen werden, dass durch die Kombination entsprechend vieler Eigenschaften auf die jeweilige Kandidatin bzw. den jeweiligen Kandidaten zurückgeschlossen werden kann. Es ist jedoch nicht im Interesse der Forschenden, Informationen einzelnen Kandidierenden zuzuordnen! Um den Schutz der Persönlichkeitsrechte der Kandidierenden zu gewährleisten, werden Daten, die dazu geeignet sind, einzelne Befragungsteilnehmer zu identifizieren (z. B. Ihre Kontaktdaten) frühestmöglich von den Befragungsdaten getrennt und separat gespeichert (Pseudonymisierung). Keinesfalls erfolgt eine Weitergabe von Daten, die eine direkte Identifizierung zulassen, an Dritte. Um die Anonymität der Kandidierenden zu schützen, werden die Daten nur so ausgewertet, dass Rückschlüsse auf Einzelpersonen keinesfalls möglich sind. Dies bedeutet, dass alle Auswertungen nur zusammengefasst nach Gruppen erfolgen (z. B. aufgeschlüsselt nach Parteien, nach Altersgruppen oder Geschlecht). Die Weitergabe der Daten an Forschende ist an strengste Kriterien gebunden und erfolgt nur nach Prüfung durch GESIS.

Mich interessieren die Ergebnisse, wo kann ich mich über diese informieren?

Die Ergebnisse der Kandidierendenbefragung zur Bundestagswahl 2021 werden zeitnah zusammengestellt und Ihnen nach der Erhebung per Post oder E-Mail zugesandt.

Der Schutz Ihrer persönlichen Daten ist uns besonders wichtig. GESIS – Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften arbeitet nach den anwendbaren Datenschutzbestimmungen, insbesondere der EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) und dem Bundesdatenschutzgesetz (BDSG). In dieser Datenschutzerklärung erhalten Sie von uns die gesetzlich vorgeschriebenen Informationen, wie Ihre Angaben aus der Befragung nach den Regeln des Datenschutzes gespeichert und verarbeitet werden.

 

Verantwortlich für die Verarbeitung Ihrer Daten ist:

GESIS – Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften
B6, 4-5
68159 Mannheim
www.gesis.org

 

Zweck der Studie

Die Studie liegt im öffentlichen Interesse und dient der wissenschaftlichen Sozialforschung. Die Deutsche Wahlstudie (GLES) ist die zentrale wissenschaftliche Untersuchung zu den gesellschaftlichen und politischen Einstellungen, Überzeugungen und Verhaltensweisen der wahlberechtigten Bürger/innen sowie der Kandidierenden in Deutschland. In der Kandidierendenbefragung werden vor allem Fragen zum politischen Hintergrund und Nominierung, Wahlkampf, politische Themen, Demokratie und Repräsentation sowie Angaben zur Person gestellt.

Die Deutsche Wahlstudie wird seit 2009 in enger Kooperation zwischen der Deutschen Gesellschaft für Wahlforschung (DGfW), der größten Vereinigung der akademischen Wahlforscher/innen in Deutschland, und GESIS durchgeführt. Seit 2018 ist die Deutsche Wahlstudie bei GESIS institutionalisiert.

Freiwilligkeit der Teilnahme

Die Teilnahme an der Kandidierendenbefragung ist freiwillig. Auch können Sie jederzeit einzelne Fragen überspringen. Sie gehen mit Ihrer Teilnahme keine Verpflichtung ein. Die Beendigung bzw. das Abbrechen der Teilnahme ist jederzeit möglich und mit keinen Nachteilen für Sie verbunden. Falls Sie teilnehmen, können Sie auch danach noch Ihre Einwilligung widerrufen.

Herkunft Ihrer persönlichen Kontaktinformationen

Für die Durchführung der Kandidierendenbefragung greifen wir auf persönliche Informationen (Name, Geschlecht, Kontaktdaten, Partei) zurück, die wir vom Bundeswahlleiter bezogen haben und die gemäß § 86 Absatz 1 Bundeswahlordnung im Vorfeld der Bundestagswahl öffentlich bekannt gemacht wurden. Der Bundeswahlleiter unterstützt die Arbeit der Deutschen Wahlstudie. Darüber hinaus werden für unsere Online-Umfrage E-Mailadressen genutzt, die auf öffentlichen Webseiten insbesondere der Parteien und Kandidierenden recherchiert wurden.

Die Kontaktierung erfolgt auf Basis von Art. 6 (1) f DSGVO auf Grund des berechtigten Interesses an der Durchführung einer im öffentlichen Interesse liegenden repräsentativen Wahlstudie unter Kandidierenden.

Wer Ihre personenbezogenen Daten bekommt

Um die Studie durchzuführen, arbeitet GESIS mit Dienstleistern (sogenannten „Auftragsverarbeitern“) für den Druck und Versand der Erhebungsunterlagen zusammen. Die erforderlichen Datenschutzvereinbarungen nach Art. 28 DSGVO wurden abgeschlossen. Die Dienstleister arbeiten hiernach streng weisungsgebunden. Abgesehen von diesen erhält kein Dritter Ihre personenbezogenen Daten, aufgrund derer Sie direkt identifiziert werden könnten (Name, Adresse, E-Mailadresse). Ihre Angaben aus der Umfrage werden ohne direkte Identifikatoren archiviert (Pseudonymisierung). Aufgrund der hohen Sensibilität Ihrer Angaben sind diese Umfragedaten ausschließlich für die akademische Forschung und Lehre und nur nach Abschluss eines Datennutzungsvertrags mit GESIS zugänglich. Die Datennutzenden müssen zusichern, dass die veröffentlichten Analyseergebnisse keine Rückschlüsse auf Einzelpersonen erlauben. Zudem ist Nutzenden die Re-Identifikation der Teilnehmenden über Merkmalskombinationen im Datensatz ausdrücklich untersagt.

Zu Forschungszwecken können die Umfragedaten mit anderen, öffentlich zugänglichen Informationen auf Individualebene verknüpft werden, wenn diese keinen Personenbezug mehr aufweisen. Dies ist nur nach einer zusätzlichen Genehmigung seitens GESIS und Abschluss eines gesonderten Datennutzungsvertrags erlaubt. Voraussetzung ist eine einleuchtende wissenschaftliche Fragestellung und die Darlegung eines entsprechenden Datensicherungskonzepts durch den Nutzenden. Nur unter Wahrung hoher Sicherheitsauflagen (separat gespeicherte und verschlüsselte Daten, beschränkte Zugriffsrechte) ist es GESIS möglich, die pseudonymisierten Daten über eine separat gespeicherte Zuordnungstabelle mit direkten Identifikatoren zu verknüpfen. Die Datenverknüpfung (bspw. Twitterbeiträgen und Statistiken der Kandidierenden-Accounts) erfolgt ausschließlich durch GESIS. Zu keinem Zeitpunkt erhalten die Nutzenden die Befragungsdaten mit den Klarnamen. Die Nutzenden sind vertraglich verpflichtet, keine Namen, Tweets, o. ä. zu veröffentlichen, die bei der Präsentation bzw. Veröffentlichung der Forschung Rückschlüsse auf einzelnen Kandidierenden zulassen.

Umgang mit den Daten und Löschung der Daten

Für den Umgang mit Ihren personenbezogenen Daten und den Angaben, die Sie bei den Befragungen gemacht haben, bedeutet dies konkret:

  • Sie können sich sicher sein, dass GESIS Ihre personenbezogenen Daten nicht an Dritte, außer an den im Rahmen der Studie eingesetzten Dienstleister für Versand und Druck der Unterlagen, weitergibt.
  • Die in der Befragung erhobenen Umfragedaten werden bei GESIS getrennt von Ihren personenbezogenen Daten (Name, Adresse, E-Mailadresse) gespeichert.
  • Die Ergebnisse werden ausschließlich in anonymisierter Form dargestellt. Das bedeutet: Niemand kann aus den Ergebnissen erkennen, von welcher Person die Angaben gemacht worden sind.

Ihre Rechte

Im Hinblick auf Ihre personenbezogenen Daten können gegenüber GESIS grundsätzlich die folgenden Rechte geltend machen:

  • Auskunftsrecht
  • Recht auf Berichtigung
  • Recht auf Löschung
  • Recht auf Einschränkung der Verarbeitung
  • Widerspruchsrecht
  • Recht auf Datenübertragbarkeit

Soweit eine Teilnahme oder weitere Ansprache nicht gewünscht sein sollte, können Sie der Verarbeitung Ihrer Daten widersprechen. Außerdem haben Sie ein Beschwerderecht bei einer Datenschutz-Aufsichtsbehörde. Wir empfehlen allerdings, sich zuvor an unseren Datenschutzbeauftragten zu wenden. Weitere Informationen zum Datenschutz finden Sie unter www.gesis.org/institut/datenschutz (s. dort Link am unteren Ende der Seite).

Ansprechpartner

Mit allen Fragen und Ersuchen zum Datenschutz können Sie sich – möglichst per E-Mail – wenden an:

HEC Harald Eul Consulting GmbH
Datenschutzbeauftragter GESIS
Stichwort: GLES Kandidierendenbefragung
Auf der Höhe 34
50321 Brühl
 
datenschutz(at)gesis(dot)org

 

Weitere Informationen zum Datenschutz und zu Ihren Rechten finden Sie unter www.gesis.org/institut/datenschutz

GESIS - Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften
Stichwort: „Deutsche Wahlstudie (GLES)“
Postfach 12 21 55
68072 Mannheim


E-Mail: gles-kandidierendenbefragung(at)gesis(dot)org