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CEWS - Hochschulranking nach Gleichstellungsaspekten 2015

| Kategorien: Wissenschaft Aktuell, CEWS Aktuell, Deutschland, Hochschulen, Hochschulforschung, Gleichstellungspolitik

Zum siebten Mal wird das CEWS-Hochschulranking zur Qualitätssicherung für Gleichstellung an Hochschulen veröffentlicht, diesmal mit überarbeiteter Methodik.

Mit dem Hochschulranking nach Gleichstellungsaspekten 2015 legt das Kompetenzzentrum Frauen in Wissenschaft und Forschung CEWS die siebte Ausgabe dieses Instruments vor. Seit seiner Erarbeitung im Jahr 2003 hat es sich als ein Bestandteil der Qualitätssicherung für Gleichstellung an Hochschulen etabliert. Zielstellung des Ranking ist es, die Leistungen der Hochschulen im Bereich der Gleichstellung von Frauen und Männern mit Hilfe quantitativer Indikatoren kontinuierlich zu vergleichen.

Für diese Ausgabe wurde die Methodik des Rankings grundlegend überarbeitet. Das aktuelle CEWS-Hochschulranking berücksichtigt nun strukturelle Veränderungen beim Hochschulpersonal und bei der wissenschaftlichen Qualifikation für eine Professur genauso wie Weiterentwicklungen in der Gleichstellungspolitik:

Um das unterschiedliche Fächerprofil der Hochschulen zu berücksichtigen, wird auf das Kaskadenmodell zurückgegriffen. Die Bezugsgrößen wurden ausgeweitet, je nach Qualifikationsstufe und Hochschultyp der Frauenanteil an den Studierenden und jetzt neu auch an den Promotionen (bisher ausschließlich Studentinnenanteil).

Auch die wissenschaftliche Weiterqualifikation nach der Promotion wird nun nicht nur wie bisher über die Habilitationen, sondern auch über die Juniorprofessuren abgebildet.

Der Studierendenindikator berücksichtigt nunmehr ausschließlich Studienfächer mit einer bundesweiten deutlichen Unterrepräsentanz von Frauen und fließt nicht mehr in das Gesamtranking ein, da nicht alle Hochschulen diese Fächer anbieten. Die bisherige Methodik berechnete die Nähe zur Gleichverteilung von Männern und Frauen in allen Fächergruppen.

Das Ranking beruht auf quantitativen Daten aus dem Jahr 2013. Bewertet werden die Hochschulen in den Bereichen Studierende, Promotionen, Habilitationen und Juniorprofessuren, wissenschaftliches und künstlerisches Personal und Professuren. Berücksichtigt werden auch Veränderungen im Zeitverlauf beim wissenschaftlichen und künstlerischen Personal sowie bei den Professuren. Eingeflossen sind die Daten von 337 Hochschulen, das Gesamtranking gibt Auskunft über 65 Universitäten, 158 Fachhochschulen und 46 Künstlerische Hochschulen.

Zusätzlich zu dem Hochschulranking beinhaltet die Veröffentlichung ein Ranking der Bundesländer, das auf ähnlichen Indikatoren beruht.

Das Ranking wendet sich an alle, die in Hochschulen und Politik an der Qualität und dem Innovationspotenzial unserer Hochschulen interessiert sind. Dafür ist ein vergleichender Blick auf die Leistungen im Bereich der Chancengleichheit unverzichtbar, um wirkungsvolle Maßnahmen zur weiteren Verbesserung der Situation von Frauen in Wissenschaft und Forschung einzuleiten oder fortzusetzen.

Das Hochschulranking nach Gleichstellungsaspekten kann als PDF-Datei heruntergeladen werden unter
http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-450047.

 

Bibliographische Angaben:

Andrea Löther, Hochschulranking nach Gleichstellungsaspekten 2015 (cews.publik.no19), hg. vom GESIS – Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften, Köln August 2015.

Ansprechpartnerinnen: 

Andrea Löther
Kompetenzzentrum Frauen in Wissenschaft und Forschung CEWS
Andrea.loether(at)gesis(dot)org

Dr. Sophie Zervos
Abteilung Kommunikation
Tel: + 49 (0) 221-47694-136
sophie.zervos(at)gesis(dot)org 

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