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Hebammenreformgesetz sichert enge Verzahnung von Wissenschaft und Praxis

| Kategorien: Hochschulen, Hochschulforschung; Wissenschaft Aktuell

„Hebammenausbildung – quo vadis : Deutscher Evangelischer Krankenhausverband (DEVK) veranstaltete Parlamentarisches Frühstück in Kooperation mit der Evangelischen Hochschule Berlin (EHB) und der Deutschen Gesellschaft für Hebammenwissenschaft e. V. (DGHWi).

Gesellschaftlicher Wandel verändert die Ansprüche an Hebammen. Forderungen für eine qualifizierte partnerschaftliche Ausbildung an Krankenhäusern und Hochschulen. Organisatoren wollen Hebammenqualifizierung gemeinsam effektiv gestalten.

Hebammen müssen in Deutschland ab dem Jahr 2021 ein duales Studium absolvieren. So sieht es der Referentenentwurf zur Reform der Hebammenausbildung vor, der eine Richtlinie der Europäischen Union aus dem Jahr 2005 und 2013 umsetzt. Der Deutsche Evangelische Krankenhausverband e. V. (DEKV) lobte beim Parlamentarischen Frühstück „Hebammenausbildung – quo vadis?“ am 10. April 2019 die enge Verzahnung von wissenschaftlicher Lehre und praktischer Studienphase im Krankenhaus. „Der Beruf der Hebamme hat sich gewandelt. Heute erfordert er eine umfassende wissenschaftliche Ausbildung. Im Mittelpunkt steht aber nach wie vor die praktische Arbeit mit den werdenden Eltern und ihren Kindern. Darauf bereitet die Ausbildung im Krankenhaus vor, die eng mit der wissenschaftlichen Qualifizierung verzahnt sein muss. Die dazu notwendige partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen dem Krankenhaus als Ort der praktischen Ausbildung und der Hochschule als Vermittler der wissenschaftlichen Erkenntnisse werden die evangelischen Krankenhäuser aktiv mitgestalten. Dabei muss die vielfältige Expertise der existierenden Hebammenschulen genutzt werden, um die Hochschulen dabei zu unterstützen, die praktischen Anteile der neuen Hebammenqualifizierung effektiv zu gestalten. Das ermöglicht die Übergangsfrist von zehn Jahren. Dafür möchten wir mit dieser Veranstaltung, die wir gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Hebammenwissenschaft e. V. (DGHWi) und der Evangelischen Hochschule Berlin (EHB) durchführen, ein Zeichen setzen“, so Christoph Radbruch, Vorsitzender des DEKV.

Lesen Sie weitere Stellungnahmen und Forderungen für eine qualifizierte partnerschaftliche Ausbildung an Krankenhäusern und Hochschulen unter:
PM - Evangelische Hochschule Berlin (EHB), 10.04.2019

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