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Minerva-Fast-Track-Stelle für Mainzer Wolkenforscherin

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Die Physikerin Mira Pöhlker erhält eine Minerva-Fast-Track-Stelle am Max-Planck-Institut für Chemie.

Um junge Wissenschaftlerinnen auf dem Weg zu einer eigenen Forschungsgruppe zu unterstützen, vergibt die Max-Planck-Gesellschaft (MPG) jährlich zwei Minerva Fast Track Stellen in der Chemisch-Physikalisch-Technischen Sektion. Aufgrund ihrer hervorragenden Forschungsleistungen erhält in diesem Jahr Mira Pöhlker, die am Max-Planck-Institut für Chemie (MPI für Chemie) in Mainz forscht, eine davon. Sie untersucht die atmosphärischen Prozesse, welche zur Bildung von Wolken und Niederschlag führen, insbesondere die Rolle von Aerosolpartikeln als Wolkenkondensationskerne.

Aktuell leitet Mira Pöhlker ein Projekt zur Messung von Wolkenkondensationskernen an Bord des Forschungsflugzeugs HALO. Durch Kombination der Flugzeugdaten mit bodengestützten Langzeitmessungen im Amazonas-Regenwaldobservatorium ATTO gewinnt sie neue Erkenntnisse über Aerosol-Wolken-Wechselwirkungen in einer weitgehend unberührten Atmosphäre, die eine wichtige Grundlage für die Entwicklung zuverlässiger Atmosphären- und Klimamodelle bilden. „Um genauere Voraussagen über den durch den Menschen versursachten Klimawandel treffen zu können, ist es wichtig zu verstehen, wie atmosphärische und speziell Wolkenbildungsprozesse in der vorindustriellen Zeit abgelaufen sind. Mithilfe von Messdaten aus vom Menschen noch weitgehend unberührten Gebieten, wie dem Amazonas-Regenwald, versuchen wir diese Prozesse zu verstehen“, erklärt die 29-jährige Wissenschaftlerin.

Das Minerva-Fast-Track-Programm bietet eine Förderung für zwei Jahre. Während dieser Zeit plant die Physikerin weitere Untersuchungen mit dem Forschungsflugzeug HALO, am Amazonas-Regenwaldobservatorium ATTO, und am Atlantik-Küstenobservatorium Ragged Point auf Barbados, wobei auch neue Messmethoden zum Einsatz kommen sollen. Die Ergebnisse ihrer Forschungsflüge und bodengestützten Beobachtungen sollen in Atmosphärenmodelle eingebunden und mit Satellitenmessungen verglichen werden, um die Auswirkungen atmosphärischer Aerosole auf die Wolkenbildung quantitativ zu bestimmen. Im Anschluss daran und bei einer positiven Begutachtung der weiteren Forschungsarbeiten kann die Mainzer Wissenschaftlerin einen Antrag auf Gründung einer Max-Planck-Forschungsgruppe stellen.

Quelle und weitere Informationen: PM - Max-Planck-Gesellschaft (MPG), 25-04.2018

 

 

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