Kompetenzzentrum Frauen in Wissenschaft und Forschung

Mütter haben unterschiedliche Erwerbswünsche und erwerbsbezogene Normen


Kategorien: Vereinbarkeit; Arbeitswelt und Arbeitsmarkt; Gleichstellungspolitik; Wissenschaft Aktuell

In den letzten 20 Jahren hat sich das Rollenbild der Mütter in Deutschland sehr stark gewandelt, wie eine Auswertung des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) zeigt.

Mütter würden weniger Teilzeit arbeiten, zu beobachten ist eine Tendenz hin zur Vollzeit oder vollzeitnahen Teilzeit. Allerdings unterscheiden sich die Erwerbswünsche je nach sozioökonomischem Hintergrund stark. So wollten Mütter ohne berufsqualifizierenden Abschluss im Jahr 2018 mit 25,4 Prozent mehr als dreimal so häufig keiner Erwerbstätigkeit nachgehen wie Mütter mit Hochschulabschluss mit 8,0 Prozent. Das zeigt eine aktuelle Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW).

Download unter:

Geis-Thöne, Wido, 2021, Mütter haben unterschiedliche Erwerbswünsche und erwerbsbezogene Normen. Ergebnisse einer empirischen Analyse auf Basis des Sozio-ökonomischen Panels (SOEP), IW-Report, Nr. 28, Köln

Quelle

Pressestimme:

Warum viele Mütter nicht arbeiten - obwohl sie wollen

"Eine neue Studie zeigt einen bemerkenswerten Wandel im Selbstverständnis der Mütter in Deutschland: Nur noch eine Minderheit will nicht berufstätig sein. Doch viele Frauen können ihre Wünsche nicht umsetzen." Ein Beitrag von Bernd Kramer auf süddeutsche.de, 11.08.2021