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Solidarität in der Zeit von aufeinander wirkenden Krisen (SOLIKRIS)



Projektbeschreibung

Deutschland und andere europäische Länder waren in den letzten zehn

Jahren verschiedenen Krisen oder zumindest als Krise bezeichneten

Phänomenen ausgesetzt. Das Forschungsprojekt „Veränderung durch Krisen?

Solidarität und Entsolidarisierung in Deutschland und Europa“, kurz

Solikris, blickt auf diese Situation mit zwei zentralen Annahmen:

erstens, auch wenn die unterschiedlichen Krisen nicht zwangsläufig

kausal miteinander verbunden sind, so überlagern sie sich dennoch in

ihrer Wirkung auf Gesellschaften, Politik und das Verhältnis von

Nationalstaaten. Zweitens, verbindet all diese Krisen die Tatsache, dass

sie auf unterschiedliche Weise die Solidarität und den Zusammenhalt von

Individuen, sozialen Gruppen, aber auch Staatengemeinschaften

herausfordern. Herausforderungen dieser Art können Solidarität mindern,

also eine Entsolidarisierung vorantreiben. Letztlich sind es aber eben

auch jene Herausforderungen, die potentiell Solidarität aktivieren oder

sogar verstärken. Vor diesem Hintergrund lautet die zentrale

Forschungsfrage von Solikris: Welche positiven und negativen Effekte

haben die verschiedenen gemeinsam wirkenden Krisen auf die Solidarität

innerhalb und zwischen den Ländern Europas?

Zur Beantwortung dieser Fragestellung schlägt das Projekt zwei

zentrale inhaltliche Stoßrichtungen vor, die aufgrund ihrer für

demokratische Gesellschaften elementaren Bedeutung nicht nur

exemplarische Hinweise auf die Entwicklung der Solidarität im Kontext

der Krisen geben können, sondern schon für sich wissenschaftlich,

politisch und öffentlich relevante Aussagen ermöglichen. Die inhaltliche

Ausrichtung fokussiert zum einen auf politische bzw. demokratische

Solidarität, unter besonderer Berücksichtigung politischer Legitimität

und institutionellen Vertrauens. Zum anderen untersuchen wir

(Veränderungen der) Solidarität zwischen bestimmten gesellschaftlichen

Gruppen, konkret der (i) Aufnahme- und Einwanderergesellschaft und (ii)

zwischen der älteren und der jüngeren Generation.



Projektlaufzeit
01.12.2017 – 30.09.2021

Gefördert durch

Bundesministerium für Bildung und Forschung Bundesministerium für Bildung und Forschung