Das Zusammenspiel von Persönlichkeit und beruflichen Aspirationen bei der sozialen Positionierung Jugendlicher am Ausbildungsmarkt (PASS)

Bearbeitung: Désirée Nießen, Alexandra Wicht
Leitung: Clemens Lechner
Wissenschaftlicher Arbeitsbereich: Abt. Survey Design und Methodology (SDM)

Projektbeschreibung

Wie können Übergänge von der Schule in den Ausbildungsmarkt erfolgreich gelingen? Welche Jugendlichen sind dazu in der Lage, sich an diesem weichenstellenden Übergang im Lebensverlauf sozial besser zu positionieren als andere? In der aktuellen, primär soziologisch geprägten Forschung wird die zentrale Bedeutung von Berufsaspirationen für die soziale Positionierung am Ausbildungsmarkt herausgestellt. Die primär psychologisch geprägte Forschung zeigt, dass in diesem Zusammenhang die Persönlichkeit eine wichtige Rolle spielt. Grundlegende Persönlichkeitseigenschaften wie Gewissenhaftigkeit oder Verträglichkeit sind nämlich einerseits individuelle Ressourcen der Zielverfolgung, was sich in beruflichen Aspirationen niederschlägt; andererseits werden sie in Auswahlprozessen von Arbeitgebern als Information über die zu erwartende Eignung von Bewerbern benutzt, was sich in der sozialen Positionierung widerspiegelt, die sich mit dem Ausbildungsberuf verbindet. Das Zusammenwirken von Persönlichkeit und Berufsaspirationen bei der sozialen Positionierung Jugendlicher auf dem Ausbildungsmarkt blieb in der bisherigen Forschung jedoch weitgehend unberücksichtigt. Mit dem Forschungsprojekt verfolgen wir das Ziel, die Kluft zwischen einer primär soziologisch (Fokus auf Berufsaspirationen und soziale Positionierung) und einer primär psychologisch (Fokus auf Persönlichkeit) geprägten Perspektive auf den Übergang von der Schule in den Ausbildungsmarkt zu schließen. Zu diesem Zweck untersuchen wir auf Basis der Daten der Startkohorte 4 (Schule und Ausbildung) des Nationalen Bildungspanels (NEPS) das Zusammenspiel von Persönlichkeit, beruflichen Aspirationen und beruflicher sozialer Positionierung am Ausbildungsmarkt.

Projektlaufzeit

01.01.-31.07.2019

Gefördert durch

  • Baden-Württemberg Stiftung