Dr. Benjamin Zapilko

Wissenstechnologien für Sozialwissenschaften
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SoRa

Sozial-Raumwissenschaftliche Forschungsdateninfrastruktur

Bearbeitung: Stefan Müller, Felix Bensmann
Leitung: Dr. Benjamin Zapilko
Wissenschaftlicher Arbeitsbereich: Wissenstechnologien für Sozialwissenschaften (WTS), Datenarchiv für Sozialwissenschaften (DAS)

Projektbeschreibung

Die Zunahme von Umweltproblemen wie die Verstädterung mit einhergehender Zersiedelung und Bodenversiegelung, Biodiversitätsverlust, globale Erwärmung und Wassermangel stellt immer dringender die Frage nach einem besseren Verständnis der Wechselwirkungen menschlichen Handelns mit der Umwelt. Insbesondere in den Sozialwissenschaften hat sich unter der Subsummierung des Begriffs der Umweltgerechtigkeit ein weites Forschungsfeld aufgetan, das Aspekte der Gesundheit, des Wohlbefindens als auch Fragestellungen der allgemeinen, gesellschaftlichen Partizipation umfasst. Während diese Forschung in Ländern wie den USA schon sehr lange in Wechselwirkung zu Politik und Bürgerrechtsbewegungen diskutiert wird, ist das Thema als Gegenstand der Ungleichheitsforschung in Deutschland erst in den letzten Jahren stärker in Erscheinung getreten.

Die hierfür notwendige, jedoch bisher mangelnde Verknüpfung von sozialwissenschaftlichen Umfragedaten mit raumwissenschaftliche Daten hat mehrere Gründe: (1) eine infrastrukturell geprägte Interdisziplinarität, (2) der rechtliche Rahmen insbesondere hinsichtlich des Datenschutzes und ferner (3) methodische Herausforderungen in der Anwendung von Geoinformationssystemen bei der Nutzung und Analyse derartiger Daten insbesondere durch Sozialwissenschaftler. Im vorliegenden Antrag für eine Sozial-Raumwissenschaftliche Forschungsdateninfrastruktur (SoRa) sollen nun Lösungsansätze für diese drei Problemfelder erarbeitet werden.

Ziel des Projektvorhabens ist es, raum- (IÖR) und sozialwissenschaftliche (GESIS, SOEP) Forschungsdateninfrastrukturen aufzubauen und so zu erweitern, dass sie untereinander interoperabel sind und internationale Standards und Schnittstellen berücksichtigen. Innovative Analysewerkzeuge (KIT), sogenannte Cognitive Apps, werden dabei die flexiblen Untersuchungen von Forschungsdaten aller Infrastrukturen ermöglichen. Dahinter steht die Hypothese, dass die interdisziplinäre Forschung durch die Herstellung der Interoperabilität von Forschungsinfrastrukturen unterstützt wird, da erst so die gemeinsame Analyse von Forschungsdaten unterschiedlicher Domänen möglich wird. Im Projekt soll dies konkret am Beispiel von Forschungsfragestellungen zum Thema Umweltgerechtigkeit untersucht werden.

Die im Projekt verknüpften Forschungsdaten sollen bei vollständiger Umsetzung von Datenschutzanforderungen nachhaltig nutzbar gemacht und die aufgebauten und optimierten Infrastrukturen nachhaltig verfügbar gemacht werden. Zudem soll die flexible, modulare und offene technische Architektur „by design“ übertragbar auf weitere Forschungsdateninfrastrukturen und Forschungsfragestellungen sein. Die Nützlichkeit und die Übertragbarkeit der entwickelten Infrastruktur sollen im Rahmen des Projekts anhand von ersten Nutzertests sichergestellt werden.

Weitere Informationen finden Sie auf der Projekthomepage.

Projektlaufzeit

01.03.2017 - 28.02.2020

Gefördert durch

Partner

  • IÖR – Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung
  • KIT – Karlsruher Institut für Technologie
  • SOEP - Sozio-Oekonomisches Panel